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Clemens Foschi – Kirchenräume öffnen

Was passiert mit Kirchengebäuden, die nicht mehr für Gottesdienste und Gemeindearbeit gebraucht werden? Diese Frage stellt sich in ganz Europa – und die Antworten reichen von Profanierung bis Leerstand. Im fünften Wiener Gemeindebezirk ist ein Pilotprojekt entstanden: Eine nicht profanierte, denkmalgeschützte Kirche wurde als Kirche erhalten und zugleich zu einem offenen Sozial- und Begegnungszentrum für die Stadt umgenutzt. Das sogenannte Kirchenschiff verbindet Gottesdienst mit Lebensmittelausgabe, Wärmestube und Sozialberatung – und ist damit ein Beispiel für soziale Infrastruktur im besten Sinne.
Clemens Foschi begleitet das Projekt als Projektleiter von Anbeginn. Vorher war er für den Aufbau von Magdas Hotel zuständig, einem ehemaligen Pflegeheim, das die Caritas Wien mit minimalem Budget zu einem laufenden Hotelbetrieb umgestaltete. Im Gespräch erzählt Foschi, wie ein Kirchenraum für Gottesdienst, Konzerte und Lebensmittelausgabe zugleich genutzt werden kann – und warum eine Gesellschaft solche sozialen Infrastrukturen braucht, um zusammenzuwachsen. Das Gespräch ist in voller Länge im Podcast Morgenbau anzuhören.

Anne Isopp, nextroom fragt:, 09.06.2026

ZV-Bauherr:innenpreis 2026

Die Nominierungen für den ZV-Bauherr:innenpreis 2026 sind fixiert. Der Bauherr:innenpreis der Zentralvereinigung der Architekt:innen würdigt herausragende Bauten, Freiraumgestaltungen sowie städtebauliche Lösungen, bei denen die Auftraggeber:innen in intensiver Zusammenarbeit mit den Architekt:innen außergewöhnliche Lösungen ermöglicht und geschaffen haben.

Um die Einreichungen und deren Genese beurteilen zu können, werden alljährlich alle Projekte im jeweiligen Bundesland von einer Nominierungsjury besichtigt. Die nominierten Projekte werden im Rahmen einer österreichweiten Reise der Hauptjury nochmals besucht, um die Preisträger:innen zu ermitteln.

Die Nominierungsjurys in den einzelnen Bundesländern haben sich heuer für 23 Projekte aus insgesamt 132 Einreichungen entschieden. Daraus ermittelt die Hauptjury – bestehend aus Katharina Benjamin (Leipzig), Sonja Hohengasser (Spittal an der Drau) und Lukas Imhof (Zürich) – die Bauherr:innenpreisträger:innen 2026.

Die Verleihung des Bauherr:innenpreises findet am 23. Oktober 2026 im Rahmen einer Festveranstaltung in der Helmut List Halle in Graz statt.