Bauwerk

Museum Krems
Franz Gschwantner - Krems an der Donau (A) - 1996
11. Juli 2012 - ORTE
Mitten in der Kremser Altstadt, untrennbar eingebunden in den historischen Kontext, befindet sich das WEINSTADTmuseum, untergebracht im ehemaligen Dominikanerkloster samt Kirche, die unter dem Reformkaiser Josef II. säkularisiet wurde. Klöster und Kirchen sind beeindruckende Bauwerke, aber eignen sich nicht immer ohne weiteres zur Nutzung als Ausstellungs- und Museumsräume. »Extrem sinkende Besucherzahlen, museologische Erfordernisse, klimatechnische Probleme und auch große Probleme bei der Nutzung des Gebäudes für Sonderausstellungen führten zur Bereitschaft, eine Neukonzeption des historischem Museums durchzuführen«, erklärt Architekt Franz Gschwanter die Hintergründe der Adaptierung. Ein unvorhergesehenes Ereignis im Zuge des Umbauprozesses von Kirche, Kreuzgang und Keller ermöglichte eine Intervention, die man zuvor nicht angedacht hatte. In einem Teil des Kellerbereichs kam es bei den Umbauarbeiten zu einem Einbruch der Decke, eine Chance für zeitgemäße architektonische Eingriffe, die Franz Gschwantner geschickt nutzte, um an dieser Stelle einen Lichtschacht aus Beton einzuplanen. Für den Architekturkritiker Walter Zschokke ergaben die gesetzten architektonischen Maßnahmen im Zusammenwirken mit dem Bestand eine ›Promenade architecturale‹ von hoher räumlicher wie kultureller Erlebnisdichte und -qualität. (Text: Andrea Nussbaum)

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Für den Beitrag verantwortlich: ORTE architekturnetzwerk niederösterreich

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