Restaurierung Kalvarienberg, Foto: Andreas Scheucher
Restaurierung Kalvarienberg, Foto: Josef Ranftl

Gesamtrestaurierung Grazer Kalvarienberg

Auferstehung eines barocken Juwels

Beitrag von GAT

Was vor 400 Jahren mit der Errichtung von drei Kreuzen auf dem Austein – als Tonschiefersolitär eine geologische Besonderheit – nördlich der Stadt Graz begann, entwickelte sich von der Mitte des 17. bis ins 18. Jahrhundert als hochbarockes Juwel zu einem der eindrucksvollsten Kalvarienberge des Alpenraumes gleichsam als spirituelles Gegenüber zum profanen Schlossberg, um in den darauffolgenden Jahrhunderten wieder von der Natur zurückerobert zu werden.
Als die Verfallserscheinungen Ende des vorigen Jahrhunderts soweit fortgeschritten waren, dass die Schließung für Besucher notwendig gewesen wäre und ein wissenschaftliches Gutachten ernüchternd hohe Sanierungskosten bescheinigte, entschloss man sich dennoch, diesen besonderen Ort wieder zu beleben. In vierjähriger Arbeit wurden Fels und Kunstwerke mit großem Aufwand akribisch freigelegt, Kapellen, Figuren, Treppen und Wegeanlagen fachgerecht restauriert, um diesen besonderen Ort in seiner ursprünglichen Form als barockes Gesamtkunstwerk für die Menschen wieder erlebbar zu machen – über seine Bedeutung als baukulturelle Attraktion hinausgehend als spirituellen Kraftort oder einfach als kleines beliebtes Naherholungsziel im Stadtraum, direkt neben dem viel frequentierten Weg an der Mur.

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Für den Beitrag verantwortlich: GAT, 21.07.2005

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Wolfgang Feyferlik

Akteure   Akteure
Architektur
Kuno Kopf

Bauherrschaft
Pfarre Kalvarienberg

Auszeichnungen   Auszeichnungen
Geramb 2005
Auszeichnung