Wohnsalon, Foto: Gerald Zugmann
Wohnsalon, Foto: Gerald Zugmann

Wohnsalon

Beitrag von Az W

Die zentrale Gestaltungsidee des privaten Wohnsalons einer fünfköpfigen Familie greift auf die Vertäfelung alter Wirtshausstuben zurück; diese - in einer zeitgenössischen Material- und Formensprache - zitierend wurde der 40,57 m2 große Wohnraum in Form eines schwebenden Avodiré-Bandes rundherum regelrecht eingefasst. Das Band fungiert nicht nur als „Raum-Rahmen“, sondern zugleich als multifunktionales Möbel, das die Sitzbank im Essbereich ebenso aufnimmt wie den Geschirrschrank, ein Tablar zum Abstellen von Snacks und Drinks sowie das gesamte Licht- und Medien-Equipment.

Flexibel ausgerichtet stellt das Band die für die Bespielung des Raumes gerade gewünschten Funktionen quasi ad hoc zur Verfügung oder bringt sie ebenso rasch wieder zum Verschwinden: Die Lampenschirme lassen sich aus der Holzwand drehen und wieder darin versenken; das Tablar ist aus- und rückklappbar; Multimediageräte, Fenster und die Durchgangstür zum angrenzenden Studierzimmer werden durch faltbare Flügel freigegeben oder – bei Schließung derselben – wieder zu integrativen Bestandteilen des umlaufenden Rahmens.

Der Erkerraum wurde als Sofa ausgeformt und somit als zusätzliche Leseecke verwendbar. Das Rahmen-Konzept ermöglicht die vom Bauherren gewünschte vielfältige Nutzbarkeit des Raumes als Ess-, Spiel-, Musikzimmer für die Familie sowie als Salon für Repräsentationszwecke. Zitat des Bauherrn: „Unser neuer Salon ist derart gemütlich, dass unsere Gäste im Durchschnitt rund zwei Stunden länger bleiben...“ (Text: Architekt)

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Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien, 21.10.2005

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Martina Frühwirth

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Architektur
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