Donau-City
Margarethe Cufer, Hans Hollein, Adolf Krischanitz, Hermann Czech, Arata Isozaki, Roman Delugan, Gustav Peichl, Heinz Neumann, Michael Loudon, Wilhelm Holzbauer - Wien (A) - 1999
Donau-City, Foto: Archiv WED
Donau-City
Donau-City, Foto: Archiv WED

Donau-City

Ab 1990 besteht das Projekt für einen multifunktionalen Stadtteil am linken Donauufer, der die Rolle eines zweiten Stadtzentrums für Wien übernehmen sollte. Nachdem die für 1995 geplante Weltausstellung “Wien-Budapest” aufgrund einer Volksbefragung nicht stattfand, wurde dieses Gelände für die Nutzung frei: Die Festlegung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes erfolgte aufgrund der Konzeption von Hans Hollein und Coop Himmelb(l)au.

Krischanitz und Neumann entwarfen einen Masterplan, der eine neuartige, konzeptive Innovation darstellt: Die Verteilung der öffentlichen Räume und die Erschließung läuft auf verschiedenen Ebenen ab. Die städtische Hauptebene stellt die zusammenhängende Fußgängerebene. Unter dieser Hauptebene sind alle infrastrukturellen Einrichtungen. Anhand dessen wurde ein Gutachterverfahren durchgeführt, zu dem 15 österreichische Architekten eingeladen wurden, um ein konkretes Wohnbaukonzept zu entwickeln. Delugan, Loudon, Czech und Cufer entwickelten das Wohnbau - Leitprojekt.

Neben Büro- und Geschäftsnutzung - Hochhäuser von Coop Himmelb(l)au, Holzbauer, Peichl und NFOG - sind 1500 unterschiedlich geförderte Wohnungen und 150 freifinanzierte Wohneinheiten von Cufer & Partner (Balogh & Bammer), Delugan-Meissl, Loudon und Steiner geplant . Daneben sind Kultur-, Freizeit-, Unterhaltungseinrichtungen, eine Volksschule (Hollein) und Kindertagesheime vorgesehen.

Der in Betracht gezogene Standort für das Guggenheim - Museum wurde nach der bereits erfolgten Planung von Hans Hollein, neben einigen anderen Bauvorhaben, wieder fallengelassen, worunter die Gesamtkonzeption massiv leidet.

Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien, 25.04.1999

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Martina Frühwirth, Gabriele Kaiser

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