Bauwerk

Studio für einen Pianisten
Margarethe Heubacher-Sentobe - Weerberg Innerst (A) - 1996
Studio für einen Pianisten, Foto: Margherita Spiluttini
Studio für einen Pianisten
Studio für einen Pianisten, Foto: Margherita Spiluttini
Studio für einen Pianisten, Foto: Margherita Spiluttini

Studio für einen Pianisten

14. September 2003 - Az W

Ein exponiertes Refugium in den Bergen: Um beim täglichen Klavierspiel keine Nachbarn zu stören, erwarb der Pianist Thomas Larcher einen vom Tal entfernten (aufgrund seiner Steillage relativ günstigen) Baugrund auf 1.300 m Seehöhe. Ähnlich den traditionellen Bauernhäusern ist das Studio für eine Person und zwei Klaviere gegen den Hang gestellt und fängt wie ein Teleskop den Blick auf die gegenüberliegenden Berge ein. Die in den Steilhang gesetzten Pfeilerscheiben sind mit Glas ausgefacht und bilden den klaren Rahmen einer Raumfolge, die sich durch das seitliche Hinausrücken der äußeren Betonscheiben trichterförmig zur Landschaft weitet.

Ein über zwei Geschosse reichendes Wandfenster nach Süden öffnet zudem den Blick über das Tal. Auf der Eingangsebene sind Arbeitsplatz, ein Sofa vor dem Ofen und die beiden Flügel situiert. Küche, Bad, Schlafbereich und der Essplatz liegen in der unteren Ebene, ein in den Steilhang kragender kleiner Balkon – ein besonderer “Raum” außerhalb des Gebäudes – scheint den Gesetzen der Schwerkraft enthoben. Alle Materialien (Sichtbeton, Holz, Glas und Blech - innen weiß verputzte Wände, Decke und Böden ebenfalls in Holz) wurden unbehandelt eingesetzt, die Möblierung ist auf das Notwendigste reduziert. (Text: Gabriele Kaiser)

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Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien

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