Bauwerk

ASZ-BAV Grieskirchen
Wolf Architektur - Grieskirchen (A) - 2008
ASZ-BAV  Grieskirchen, Foto: Wolfgang Grossruck
ASZ-BAV  Grieskirchen, Foto: Wolfgang Grossruck

ASZ-BAV Grieskirchen

Altstoffsammelzentrum und Bezirksabfallverband

Den zwei unterschiedlichen Nutzern entsprechend, gliedert sich der Baukörper in zwei Bauteile: Den eingeschossigen ASZ-Bauteil, dessen Raumhöhen den inneren Betriebsablauf folgen sowie den Verwaltungsbauteil des BAV im Obergeschoß, dessen Baukörper Synergien mit dem ASZ ermöglicht.
Sowohl die Situierung des Baukörpers im Grundstück als auch die klar getrennten Infrastrukturen ermöglichen fließende und kreuzungsfreie Abläufe. Durch die lineare Anordnung der Büro- und Hallenbereiche ist eine unabhängige Erweiterung nach Westen vorausgedacht.

Im Erdgeschoss öffnen sich einladend die Annahmehalle und parallel begleitend die Zwischenlagerungshalle des ASZ. Aus dieser Konzeption folgen kurz Wege und optimierte Abläufe.
Westseitig erfolgt die Altstoffauslieferung im geschützten Freiraumbereich der Zwischenlagerungshalle.
Gezielt gesetzte Verglasungen ermöglichen den Mitarbeitern die notwendigen Blickbeziehungen zwischen Personalbereich und Sammelstelle.

Der Bürobauteil des BAV überspannt die Annahmehalle, löst sich durch den hofartigen eingeschnittenen Dachgarten vom nördlichen Hallenvolumen ab und lässt sich als eigenständiger Baukörper ablesen.
Großzügige Glasfassaden versorgen die Büros des BAV mit Tageslicht, ermöglichen den Blick auf die Hügelketten des Trattnachtals und machen den Baukörper durchlässig für vielfältige Innen-Aussenraum-Beziehungen. Horizontale Holzlamellen im Süden der Büros verhindern den Eintritt von sommerlicher Sonneneinstrahlung und filtern den Blickkontakt auf den Kundenverkehr des ASZ.

Es wurde ein Bürogebäude in Passivhausbauweise sowie ein Altstoffsammelzentrum nach ökologischen Gesichtspunkten errichtet. Durch demontierbare Konstruktionen und recycelbare verbundstofffreie Materialien wurde schon jetzt an die Zeit nach dem Bestimmungszweck des Gebäudes gedacht.
Heimische Hölzer finden in ihrer gewachsenen ursprünglichen Form Anwendung für Konstruktion, Fassade und Innenausbau. „Graue Energie“ wurde durch den großen Anteil nachwachsender und CO2 neutraler Holzwerkstoffe vermieden.
(Text: Architekten)

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Für den Beitrag verantwortlich: architekturforum oberösterreich

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