Bauwerk

Regionaler Marktplatz St. Margarethen
freiland - St. Margarethen an der Raab (A) - 2008
Regionaler Marktplatz St. Margarethen, Foto: Peter Eder
Regionaler Marktplatz St. Margarethen, Foto: Peter Eder
13. Juli 2009 - HDA
Im Rahmen eines geladenen Wettbewerbs suchte der Regionalverein „Hügelland östlich von Graz“ nach Ideen, dem Marktplatz in zeitgemäßer Form wieder Raum zu geben. Für vier Gemeinden war ein Konzept gefragt, das mittels wiederkehrender Verwendung vorgegebener Leitmotive – Klingensteiner Achteckstadel und hochstämmiger Apfelbaum – gemeinsame Identität erzeugen sollte.

HoG Architektur überzeugte mit einem stimmigen Konzept: Betonplatten mit besenrauer Oberfläche, deren polygonale Kontur sich aus den Potenzialen des jeweiligen Standorts entwickeln, schaffen charakteristische Grundebenen, auf denen sich die an allen Orten wiederkehrenden Funktions- und Gestaltungselemente präsentieren: der Klingensteiner Achteckstadel im Original oder zu einem Pavillon transformiert, das symbolisierte Hügelland mit Apfelbaum, die Milchstraße, Laube, Sitzbänke und Fahrradständer.

Mitten im Ort erstreckt sich der „Regionale Marktplatz“ vom Gemeindeamt, über die Gemeindestraße hinweg bis vor die im Bau befindliche „Hügelland-Halle“ und steckt einen neuen Bereich für künftiges öffentliches Leben ab: Entlang des Margarethenbaches erstreckt sich die helle, besenraue Betonplatte, begleitet das Ufer mit scharfer Kante und ragt zum Teil auch über dieses hinaus.
Eine große Ankündigungstafel für die örtlichen Vereine und die wiedererrichtete Gedenkstatue für St. Anna sind wichtige lokale Ankerpunkte. Der Pavillon, außen stahlbeplankt mit einer an die Ziegelgitter seines historischen Originals erinnernden Perforierung, innen mit transluzenter Verkleidung, dient als Basisstation für Veranstaltungen und Unterkunft für den Bauernmarkt.
Lange Bänke aus Lärchenholz, Fahrradständer, das aus Lärchenholz gezimmerte „Hügelland“, das Kinder gerne als Spielgerät benützen, und ein Maibaum-Fundament bilden die weitere Ausstattung. Bei Einbruch der Dunkelheit begrenzt die quer zur Gemeindestraße ausgerichtete Lichterkette der „Milchstraße“ den Platz entlang des Baches. (Text: Ute Angeringer-Mmadu nach einem Text der Architekten)

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Für den Beitrag verantwortlich: HDA

Ansprechpartner:in für diese Seite: Karin Wallmüllerbaudatenbank[at]hda-graz.at

Akteure

Landschaftsarchitektur

Architektur

Bauherrschaft
Gemeinde St. Margarethen a. d. Raab

Tragwerksplanung

Fotografie

wettbewerb

Das Projekt ist aus dem Verfahren Regionale Marktplätze – HÖG hervorgegangen

1. Rang, Gewinner
HoG architektur ZT GmbH