Bauwerk

Aussichtsturm am Pyramidenkogel
KLAURA + PARTNER Architekten - Keutschach (A) - 2013
Aussichtsturm am Pyramidenkogel, Foto: Markus Klaura
Aussichtsturm am Pyramidenkogel, Foto: Markus Klaura

Aussichtsturm am Pyramidenkogel

11. Oktober 2013 - ArchitekturHaus Kärnten

Im Juni 2013 wurde der neue Aussichtsturm am Pyramidenkogel, geplant vom Architektenteam Klaura Kaden + Partner und dem Tragwerksplanern Lacker & Raml, fertig gestellt. Bis zur Antennenspitze erreicht er eine Gesamthöhe von 100m und ist somit der höchste Holzaussichtsturm der Welt. Die gedrehte Form des Turms entsteht durch zehn Ellipsenringe, welche sich in einem Abstand von 6,40m jeweils um 22,5 Grad versetzt in die Höhe schrauben und gemeinsam mit 80 Stahldiagonalstreben die Aussteifung für die Hauptkonstruktion aus 16 Brettschichtholzstützen aus Lärche bilden. Die Spiralform steht symbolisch für Wachstum und Entwicklung. Angelehnt an einen weiblichen Torso, ausgeführt in heimischer Lärche und Stahl, bildet die Skulptur im Landschaftsraum einen touristischen Anziehungspunkt der besonderen Art. Das Turmbauwerk erstreckt sich über 10 Regelebenen mit der Höhe von je 6,40m, darüber sind zwei freiliegende Aussichtsplattformen mit der jeweiligen Geschosshöhe von 3,20m angeordnet. Die höchste Besucherplattform liegt auf 70,56 m. Die Ebene 9 wurde als “SKYBOX“ wetterfest eingehaust. Die SKYBOX ist für temporäre Veranstaltungen nutzbar und bietet den Besuchern neben dem Witterungsschutz auch eine emotional gesicherte Umgebung. Der Benutzer des zentralen, transparenten Aufzugs, welcher für 20 Personen konzipiert ist, erlebt den allseitigen freien Blick in die Landschaften in der vertikalen Schussfahrt. Alle Besucherebenen sind mit dem Aufzug und somit auch für behinderte Menschen erreichbar. Einen besonderen Kick vor allem für Kinder bietet die höchste Gebäuderutsche Europas, die, unmittelbar vom Bauwerk abgeleitet, aus 51,36m Höhe in die Tiefe geht. Mit einer Neigung von 25° ergibt sich auf einer Länge von 120m eine Rutschdauer von rd. 25 Sekunden, wobei als Rutschunterlage für einen gleichmäßigen Widerstand ein Sack dient. (Text: Architekten)

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Für den Beitrag verantwortlich: ArchitekturHaus Kärnten

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Anja Maria Nussbaumeranja_maria_nussbaumer[at]hotmail.com