Bauwerk

Landwirtschaftliche Fachschule Tamsweg
Schwarzenbacher Architektur - Tamsweg (A) - 2012
Landwirtschaftliche Fachschule Tamsweg, Foto: Andrew Phelps
Landwirtschaftliche Fachschule Tamsweg, Foto: Andrew Phelps

Landwirtschaftliche Fachschule Tamsweg

06. November 2013 - ArchitekturHaus Kärnten

Die bestehende Landwirtschaftsschule mit Internat wurde um einen Internatszubau mit Gemeinschafts- und Nebenräumen sowie einen Turnsaal erweitert.
Das auf einem Hügel an der Preberseestraße gelegene Bestandsgebäude prägt das Bild von Tamsweg. Es ist gelungen, die charakteristische Silhouette des Altbaus zu erhalten und den Zubau harmonisch in die Landschaft einzufügen.
Über der abgesenkten Turnhalle entstand ein großzügiger Vorplatz mit Aussicht auf Tamsweg und bietet eine neue Kommunikationsfläche für die gesamte Schule.
Der winkelförmige, dreigeschossige Baukörper des Schülerheims schmiegt sich an die Hangkante und umschließt einen begrünten Freiraum.
Die Anbindung an den Bestand erfolgt in dessen Sockelgeschoß entlang einer logischen Achse, die bis zur projektierten neuen Erschließungshalle des Bestandsbaues weiterführt.

Alle Zimmer sind nach Südost bzw. Südwest orientiert, die Aufenthaltsräume bieten einen Ausblick über Tamsweg; Lufträume, Durch- und Ausblicke zwischen den einzelnen Geschossen lassen die Gänge als spannendes Raumgefüge erleben.
Die Kuben der Zimmer wurden als Holzbau ausgeführt und werden entlang der einhüftigen Erschließung von einer schützenden Betonschale vom anliegenden Hang getrennt - eine zeitgemäße Interpretation der traditionellen Kombination Holzbau - Massivbau. Feingliedrige Holzfassaden fügen sich in gedeckter Farbe in die Landschaft ein, die „5. Fassade“ – die Ebene Dach wird begrünt.
Wesentlicher Teil des gestalterischen Konzepts ist es, den konstruktiven Holzbau (Wände und Decken) in Sichtqualität zu zeigen und somit atmosphärisch in den Innenräumen wirken zu lassen. Dazu war eine detaillierte Abstimmung von Brand-, Schallschutz und Statik erforderlich, auch die Einbindung in die Landschaft, die ermöglicht, dass in jedem Geschoss mindestens zwei voneinander unabhängige Fluchtwege direkt ins Freie führen, ergibt so brandschutztechnische Synergien.

Das Gebäude wurde im Passivhausstandard, LEK- Wert T =12,1, erstellt, an die Fernwärme der Biomasse Tamsweg angeschlossen, die kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung und die Betonkernaktivierung der Bodenplatte Turnsaal ergeben bei vertretbarem technischen Aufwand sehr gute energetische Kennwerte. (Text: Architekt)

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Für den Beitrag verantwortlich: ArchitekturHaus Kärnten

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Anja Maria Nussbaumeranja_maria_nussbaumer[at]hotmail.com