Bauwerk

Sporthalle St. Martin
Dietger Wissounig Architekten - Villach (A) - 2013
Sporthalle St. Martin, Foto: Paul Ott
Sporthalle St. Martin, Foto: Paul Ott

Sporthalle St. Martin

07. Dezember 2013 - ArchitekturHaus Kärnten

Anstelle der alten Rundhalle an der St. Martiner Straße wurde eine neue Ballsporthalle errichtet, die sowohl der angrenzenden AHS als auch diversen Sportvereinen zur Verfügung steht und für internationale Ballsport-Turniere geeignet ist.
Die Positionierung des langgestreckten Baukörpers annähernd parallel zur Straße schafft eine hohe öffentliche Präsenz, schützt die dahinter liegenden Außensportanlagen und gewährleistet eine Weiternutzung der bestehenden Parkplätze an der Nordwestseite. An der Stirnseite des Gebäudes, befinden sich auch ein kleiner Vorplatz sowie der Haupteingang. Eine Baumreihe sowie weitere Stellplätze bilden eine Pufferzone zur vielbefahrenen St. Martiner Straße.
Durch die Absenkung des insgesamt dreigeschossigen Gebäudes um 4 m unter Straßenniveau wurde einerseits eine direkte unterirdische Anbindung an die Schule geschaffen, andererseits die Dreifachhalle mit einer Gesamthöhe von 11,8 m in einer städtebaulich verträglichen Kubatur untergebracht.
Das Erscheinungsbild wird geprägt durch eine Kupferfassade aus gekantetem Lochblech, das wie ein semitransparenter Schleier die Halle umhüllt. Eine horizontale Gliederung der Fassade entsteht durch die geschossweise Versetzung der Kupferbahnen um jeweils ein gekantetes Element.
Unterbrochen wird die Hülle durch eine Verglasung auf Höhe des Obergeschosses an der Nordost- sowie des Erdgeschosses an der Südostseite. Erstere sorgt neben den zahlreichen Oberlichten für einen gleichmäßigen und blendfreien Tageslichteinfall, während letztere Einblick vom Pausenhof der Schule in die Turnhalle gewährt.
Über dem Haupteingang kragt ein ebenfalls mit Kupferblech umhüllter Wartungsgang schützend über die Glasfront aus.
Im Foyer, von dem aus eine direkte Sichtverbindung in die Turnhalle besteht, befinden sich ein Buffet, Sanitäreinheiten, der Raum für den Hallenwart, der Zugang zur Zuschauertribüne für 220 Personen sowie Treppe bzw. Lift ins Untergeschoss zu den Umkleidekabinen, die wiederum direkt in die Halle führen.
Direkt über dem Foyer ist ein Gymnastikraum untergebracht, von dem der Blick sowohl in die Turnhalle, als auch ins Freie möglich ist.
Im Gegensatz zur kupferfarbenen, schwarz hinterlegten Fassade, dominieren im Inneren helle Töne: Fußboden und Wände des Turnsaals sind in Eiche ausgeführt, alle übrigen Oberflächen bis hin zu den Böden in Cremeweiß. Dadurch entsteht eine freundliche Atmosphäre, welche etwa im Bereich der jeweiligen Deckenuntersicht die Sportgeräte und Beleuchtung in den Hintergrund treten lässt. Die gesamte Lüftungstechnik ist in die Hallenwände integriert – so wird die Zuluft über die nordostseitige Sporthallenwand durch Perforationen in der Prallwand zug- und geräuschfrei eingebracht. Die Absaugung erfolgt über in die Südwestwand eingelegte Kanäle.
Konstruktiv bestehen das Untergeschoss sowie die drei Seiten des Gebäudes aus Stahlbeton, die Südostwand wurde in Holzriegelbauweise errichtet und das Dach aus vorgefertigten, gedämmten Holzelementen.
Die gesamte Anlage, deren Bruttorauminhalt mehr als 24.000 m3 beträgt, ist barrierefrei zugänglich und mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. Erdwärmekollektoren, eine kontrollierte Be- und Entlüftung sowie eine entsprechende Gebäudedämmung sorgen für hohe Energieeffizienz, die sich in einem jährlichen Heizwärmebedarf von 16,9 kWh/m2 niederschlägt. (Text: Architekt)

teilen auf

Für den Beitrag verantwortlich: ArchitekturHaus Kärnten

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Anja Maria Nussbaumeranja_maria_nussbaumer[at]hotmail.com

wettbewerb

Das Projekt ist aus dem Verfahren BG BRG St. Martin bei Villach Erweiterung hervorgegangen

1. Rang, Gewinner
Dietger Wissounig Architekten


1. Rang, Gewinner
Zeljka Hajsok-Momic


3. Rang, Preis
Franz Balda


4. Rang, Anerkennung
Johannes Daniel Michel Generalplaner GmbH & Co KG


5. Rang, Anerkennung
beaufort Architekten ZT GmbH


5. Rang, Anerkennung
SWAP Architekten ZT GmbH


6. Rang, Nachrücker
balloon_Wohofsky ZT-KG


3. Runde
Probst Architekten


3. Runde
Architekt Kreiner ZT GmbH


3. Runde
Werner Thurner, Peter Scherzer, Christian Meier


2. Runde
Walter Sametinger


2. Runde
Caramel Architekten ZT GmbH


2. Runde
Heinz Wondra


2. Runde
Ernst Sulzer


2. Runde
Hans Mesnaritsch


2. Runde
Wolfgang Steinegger


2. Runde
Szyszkowitz-Kowalski + Partner ZT GmbH


2. Runde
Edwin Pinteritsch


2. Runde
one room


1. Runde
Ablinger, Vedral & Partner ZT GmbH


1. Runde
Peter Schwinde


1. Runde
Bernd Spiegel


1. Runde


1. Runde
Klaus Franzmair


1. Runde
Reinhold Bösch


1. Runde
Kaup Jesse Hofmayr Werner Architekten BDA


1. Runde
Hermann Thoma, Roland Kummer


1. Runde
Heinz Albrecht


1. Runde
Peter Kompolschek


1. Runde
Diether Spielhofer


1. Runde
Bruno Schwamberger


1. Runde
Knerer und Lang Architekten


1. Runde
Robert Rechenauer Architekt BDA


1. Runde
Olaf Kobiella Architekten


1. Runde
Toralf Fercher Architektur ZT GmbH


1. Runde
Roger Baumeister, (FH) MSc


1. Runde
Josef Klingbacher


1. Runde
Werner Neuwirth


1. Runde
Wolfgang Leiler, Edmund Hoke, Roland Winkler


1. Runde
Reinhold Wetschko


1. Runde
Johann Zeiner


1. Runde
Gasparin & Meier Architekten


1. Runde
Gerhard Baustädter


1. Runde
Herbert Douschan, Gerhard Kopeinig


1. Runde
Peter Gösch


1. Runde
Archimut Architekten