Was passiert mit Kirchengebäuden, die nicht mehr für Gottesdienste und Gemeindearbeit gebraucht werden? Diese Frage stellt sich in ganz Europa – und die Antworten reichen von Profanierung bis Leerstand. Im fünften Wiener Gemeindebezirk ist ein Pilotprojekt entstanden: Eine nicht profanierte, denkmalgeschützte Kirche wurde als Kirche erhalten und zugleich zu einem offenen Sozial- und Begegnungszentrum für die Stadt umgenutzt. Das sogenannte Kirchenschiff verbindet Gottesdienst mit Lebensmittelausgabe, Wärmestube und Sozialberatung – und ist damit ein Beispiel für soziale Infrastruktur im besten Sinne.
Clemens Foschi begleitet das Projekt als Projektleiter von Anbeginn. Vorher war er für den Aufbau von Magdas Hotel zuständig, einem ehemaligen Pflegeheim, das die Caritas Wien mit minimalem Budget zu einem laufenden Hotelbetrieb umgestaltete. Im Gespräch erzählt Foschi, wie ein Kirchenraum für Gottesdienst, Konzerte und Lebensmittelausgabe zugleich genutzt werden kann – und warum eine Gesellschaft solche sozialen Infrastrukturen braucht, um zusammenzuwachsen. Das Gespräch ist in voller Länge im Podcast Morgenbau anzuhören.