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6. Dezember 2021 Neue Zürcher Zeitung

Aurelio Galfetti stellte sich dem Durcheinander der 1960er Jahre mit klaren Formen entgegen

Der Tessiner Architekt legte Linien durch die Landschaft und machte die Mauern des Castelgrande in Bellinzona neu erlebbar. Nun ist er 85-jährig gestorben.

Schon das Erstlingswerk von Aurelio Galfetti wurde als Beginn einer neuen, radikalen Tessiner Architektur bezeichnet: Seine Casa Rotalinti in Bellinzona von 1961 stellte sich mit ihrem Bezug zum italienischen Rationalismus dem Durcheinander von Formen und Ideen der sechziger Jahre entgegen. Der kubische Bau aus Sichtbeton lebt ganz vom Spiel von Volumen und Aushöhlungen.

Architekten wie Galfetti standen in Opposition zur Pop- und High-Tech-Architektur ihrer Zeit und wollten der kommerzialisierten Moderne etwas entgegensetzen. Der Architekturhistoriker Kenneth Frampton ordnete das schlichte Wohnhaus sogar als wichtigsten Einfluss der Tessiner Architektur, die er als exemplarisch für den von ihm als «kritischen Regionalismus» bezeichneten Stil empfand, ein.

Galfetti, geboren 1936 in Biasca, gilt neben Mario Botta, Flora Ruchat-Roncati, Luigi Snozzi, Rino Tami und Livio Vacchini als Hauptvertreter der Tessiner Schule. Nach einem Praktikum im Architekturbüro von Tita Carloni studierte er an der ETH Zürich Architektur, bevor er 1960 in seiner Heimatstadt Lugano sein eigenes Büro eröffnete. Galfetti konnte später im Leben seine architektonischen Positionen im Rahmen von Gastprofessuren in Lausanne und Paris weitergeben und als erster Direktor der Accademia di Architettura di Mendrisio festigen.

Mittelalterliche Mauern erlebbar gemacht

Sein Opus magnum, das Castelgrande in Bellinzona, vereint Galfettis schlichte Gesten mit seinem grossen Respekt für die Traditionen der Architektur. Die Transformation des Kastells (1983–1991) wird auch Bellinzonas Akropolis genannt. Das im 13. Jahrhundert erbaute Castelgrande ist die älteste und grösste Festung der Stadt. Es thront auf einem ausgehöhlten Felssockel aus Gneis, in den Galfetti aus Beton geschickt eine neue Erschliessung modellierte.

Seine Überzeugung war es, «durch Transformation die Geschichte zu vergegenwärtigen»: Er führte den Felsen auf seinen Urzustand zurück und befreite ihn von jeglichem Bewuchs. Die «Kontinuität von steinernen Mauern und Fels», so Galfetti, kam damit zum Vorschein und zeigt den ästhetischen Dialog der Natur und der von Menschenhand geschaffenen Altstadt, die ebenfalls aus Stein besteht.

Um Touristen den beschwerlichen Aufstieg zum Kastell zu ersparen, werden sie über einen Vorhof an der Piazza del Sole in die enger werdende Felsschlucht mit Aufzügen geführt. Ein mit feinstem Sichtbeton ausgekleideter Felsspalt wirkt wie eine Pforte des Hades – Formen und Massstab von Galfettis Eingängen sind an antike Gräber angelehnt. Den Hügel umgibt heute ein Stadtpark, der Fels unter dem Kastell fungiert als Sockel.

Galfetti war es untersagt, die Fassaden der historischen Bauten umzugestalten, also nutzte er die Mittel der Subtraktion: Spätestens beim Betreten des Haupteingangs offenbart sich Besuchern eine der wichtigsten modernen Raumschöpfungen im Tessin: Durch das Dach der kuppelartigen Eingangshalle bleibt die fragile Aussenmauer lesbar. Belichtet werden die Räume durch Fensterschlitze mit schrägen Laibungen. Beim Stadtmuseum im Ostflügel des Kastells gelang es ihm, einen eindrücklichen Parcours zu formen, der den Bezug zur Stadt und zur Landschaft verstärkt. Galfetti hat mit seiner Transformation des Castelgrande Qualitätsmassstäbe gesetzt, an denen sich die Tessiner Architektur bis heute messen lassen muss.

Ein 500 Meter-Gebäude verbindet Stadt und Landschaft

In seinen eigenen Worten kann «der Verlust der historischen Städte nur kompensiert werden durch den Bau von Gebäuden als Städten en miniature». Die von ihm propagierte Einflussnahme der Architektur auf die Stadtentwicklung, eine der grossen Errungenschaften der Postmoderne, hat hier ihre Wurzeln. Aus dieser Entwurfshaltung ergibt sich auch die Vielgestaltigkeit von Galfettis Bauten, die auf ganz unterschiedliche Kontexte reagieren.

Ein wichtiger Teil von Galfettis Laufbahn war die Bekanntschaft mit Flora Ruchat-Roncati, der prominentesten Vertreterin der sogenannten Tessiner Schule. Ruchat-Roncati, Galfetti und Ivo Trümpy realisierten zusammen Bauten im Tessin, die ausgehend vom Werk Le Corbusiers zum Ziel hatten, den jeweiligen Ort in die Region einzubinden. Das bekannteste Beispiel dieser Arbeiten ist das Bagno Publicco von Bellinzona, welches das Trio Ende der sechziger Jahre entwarf und das zu einem Schlüsselwerk der neuen Tessiner Architektur wurde: Die Bauten des Freibads durchziehen ihr Gelände axial und verbinden die peripheren, stadtseitigen Wohnquartiere mit dem Flussufer.

Das sechs Meter über dem Boden aufgeständerte, 500 Meter lange «Weg-Gebäude» verbindet die Stadt mit ihrem Fluss über eine Kantonsstrasse hinweg. Der Steg schafft zugleich eine neue Beziehung zwischen den Bergen und der Landschaft und organisiert das ganze Gelände neu. Die Stahlbeton-Fussgängerbrücke wirkt dabei städtisch, während der Liegebereich der Landschaft zugeordnet wurde. Einläufige Treppen verbinden die Promenade mit dem tiefer liegenden Freibad. Die «promenade architecturale» verankert die mal geometrisch, mal organisch geformten Bassins und die expressiven Betonplastiken des Sprungturms und der Rutschbahn in der flachen, durch Bäume und Berge gerahmten Flusslandschaft. Die lange Passerelle, das zentrale Element des Bads, bietet Aussichten und verschmilzt Gebäude und Landschaft.

Bellinzonas Bagno Publicco stellte die Zeichen der Zeit auf eine zeitgemässe, menschenfreundliche Architektur, entgegen der High-Tech-Euphorie der 1960er Jahre. Dass die Landschaft, zusammen mit der Geschichte und Erinnerung des Ortes, selbst bei kleinen Bauten die Hauptrolle behält, demonstrierte Galfetti am Castelgrande. Sein Werk steht sowohl für die Rückbesinnung auf baumeisterliche Tätigkeit und Handwerk im Kleinen als auch für Sensibilität gegenüber dem Städtebau im grossen Massstab und wirkt bis heute nach. Sein Sohn Michele Galfetti machte beim Tessiner Sender RSI, wo er angestellt ist, den Tod in der Nacht auf heute Montag bekannt.

29. August 2020 Der Standard

Haus der deutschen Flüchtlinge

Die Vorarlberger Architekten Marte Marte haben das Deutschlandhaus in Berlin zu einem politisch umstrittenen Zentrum erweitert. Das Gebäude ist nun fertiggestellt. Auf die erste Ausstellungseröffnung jedoch muss man noch bis Sommer 2021 warten.

Berlin ist eine von vielen deutschen Städten, in denen man an jeder zweiten Ecke auf das Werk österreichischer Architekten trifft. Das Spektrum reicht von Hans Hollein und Gustav Peichl über Klaus Kada und die Ortner-Brüder bis hin zu Baumschlager Eberle und Berger Parkkinen. Mitten im Corona-Lockdown wurde im Zentrum von Berlin ein weiteres Werk österreichischer Architekten seiner Nutzung übergeben. Das Büro Marte Marte aus Feldkirch hat das Deutschlandhaus in Kreuzberg zum durchaus pikanten „Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ umgestaltet.

Das Projekt ist politisch umkämpft, denn das Thema der Vertreibung von Millionen von Deutschen aus ihrer Heimat ist bis heute nur im Ansatz bewältigt. Die Arbeit an gesellschaftlich-historisch kontroversen Projekten scheint reizvoll: Erst unlängst schrieben Marte Marte Schlagzeilen, als sie den Wettbewerb zum Umbau des Geburtshauses von Adolf Hitler in Braunau gewannen. Vor politisch brisanten Bauaufgaben schrecken die Vorarlberger Architekten also nicht zurück. Warum sollten sie auch?

Pflege der ostdeutschen Kultur

Der Berliner Neubau der Stiftung liegt hinter den denkmalgeschützten Fassaden des Deutschlandhauses. Das Haus mit dem hochtrabenden Namen am Askanischen Platz in Berlin-Kreuzberg wurde 1931 von Richard Bielenberg und Josef Moser gebaut und nach Kriegsschäden wiederhergestellt. Es wurde in der Ära Adenauer zur „Pflege der ostdeutschen Kultur“ bestimmt und einer Organisation der Heimatvertriebenen übergeben. Nach dem Mauerbau war es einer der ersten Anlaufpunkte für Flüchtlinge aus der DDR. Im Deutschlandhaus hatten die Landsmannschaften des Bundes der Vertriebenen ihre Büros – bis Ende 1999 ihre Förderung eingestellt wurde.

Beim Entkernen sind die Architekten an die Grenzen der konstruktiven Statik gekommen. Eine Lichtfuge trennt nun den Bestand von der Erweiterung für Dauer- und Wechselausstellungen. Im Mittelpunkt des Vorarlberger Beitrags zum Berliner Architekturpotpourri steht ein großer Saal mit zwei Fenstern, der derzeit noch mit einem Panoramablick auf das Zentrum von Berlin glänzt. Sobald jedoch die Ausstellung installiert und das Haus der Öffentlichkeit übergeben ist, wird er von schwarzen Vorhängen verschlossen. Dann muss der Raum mit seiner Betonästhetik ganz für sich allein wirken.

Vertriebene seit 1945

Die Gestaltung der Ausstellung übernimmt das versierte Atelier Brückner aus Stuttgart. Die Vorarlberger mussten also eine Black Box im wahrsten und übertragenden Sinne entwerfen und um eine Bibliothek, Veranstaltungsräume sowie einen sogenannten Raum der Stille ergänzen, der von Königs Architekten aus Köln gestaltet wird. „Das Zeitzeugenarchiv räumlich und gestalterisch in die Ausstellung einzubinden“, sagt Gundula Bavendamm, Historikerin und Direktorin des Hauses, „war uns besonders wichtig. Auf diese Weise können wir unser Zentrum zu einem Forum für Bildung und Vermittlung ausbauen.“

Die Ausstellung wird aus drei Teilen bestehen, die sich über zwei Etagen erstrecken. Die Themen umfassen Zwangsmigrationen in Europa, Flucht und Vertreibung der Deutschen im europäischen Kontext sowie Vertriebene und Flüchtlinge in Deutschland seit 1945. Direktorin Bavendamm subsumiert die drei Teilbereiche, wie sie es nennt, unter dem gemeinsamen Nenner der „Europäischen Geschichte der Zwangsmigration“. Zwänge bestimmen das Projekt in jedem Fall: Nach Querelen über die inhaltliche Ausrichtung des Zentrums und einigen Wechseln in der Kuratoriumsleitung, die zu diversen Verzögerungen im Projekt führten, soll das Museum nun im Sommer 2021 eröffnet werden. Dann liegt der österreichische Wettbewerbsgewinn genau zehn Jahre zurück.

Einer der Schwerpunkte des Projekts ist die Erschließung. Bernhard und Stefan Marte haben zwei imposante Treppen entworfen – eine breite Freitreppe und eine elegante Wendeltreppe. Schon seitdem Schinkel vor 200 Jahren in Berlin den Bautypus Museum erfunden hat, spielen die inszenierten Wege hinauf und hinein in ein Museum eine zentrale Rolle. Leider liegt die Haupttreppe bei Marte Marte im rechten Winkel zum Eingang. Diese unorganische Besucherführung ist einer Verlegung des Eingangs während des Umbaus geschuldet. Die monumentale Wendeltreppe führt dafür „fließend in den Betonzylinder, der die Etagen miteinander verbindet“, wie Stefan Marte sagt.

Die tausend Quadratmeter große Ausstellungshalle, die der Vorarlberger entworfen hat, birgt ein imposantes Tragwerk. Der Hauptraum wird von der gut 30 mal 30 Meter großen Sichtbetondecke überspannt, die nur an den drei Treppenhäusern und einem Aufzugsschacht in den Ecken aufgelagert ist – wie ein Tisch auf vier Beinen. „Schon im Wettbewerb zeigte sich, dass der Bestand des Deutschlandhauses als Ausstellungszentrum nicht funktionieren würde“, sagt Marte. „Wir wollten deshalb nur das Wertvollste herausschälen.“

Es ist kein Geheimnis, dass die Architekten die Ausstellung gerne selbst entworfen hätten, und zwar in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungsgestalter HG Merz. „Unser liberales Ausstellungskonzept sah keine strenge Route vor, sondern eher viele unterschiedliche Quereinstiege in den Parcours“, sagt Stefan Marte. „Aber immerhin gibt es ein Happy End für den Hochbau, denn die Ausstellung ist vergänglich, die Zeit aber arbeitet für uns.“ Speziell die großen Panoramafenster und die schicke Wendeltreppe sollen laut Architekten auf jeden Fall frei und erlebbar bleiben.

Schlechtes Omen?

Die beiden Marte-Brüder sind dafür bekannt, nach einem skulpturalen Ausdruck in der Architektur sowie nach schweren, reduzierten Formen zu suchen. Das ist ihnen in Berlin meisterlich gelungen. Ebenso wichtig ist den Vorarlberger Architekten der Kontext ihrer Entwürfe. Das urbane Umfeld jedoch dürfte sich in Zukunft dramatisch verändern. Schon bald wird ein Ministeriumshochhaus nebenan die Fassaden des Berliner Dokumentationszentrums verdecken. Hoffentlich kein schlechtes Omen.

1. Februar 2020 Der Standard

Gebautes Internet für Bilder und Welten

Der Neubau des Springer-Verlags ist nicht nur ein Fanal im Berliner Zeitungsviertel, sondern auch ein Denkmal für den Druck und den Strukturwandel im Verlagswesen. Der Entwurf stammt vom ehemaligen Journalisten Rem Koolhaas.

„Journalismus ist Quatschen auf dem Flur.“ Dieses Bonmot des Hamburger Verlegers Henri Nannen scheint beim Neubau der Axel-Springer-Verlags in Berlin-Kreuzberg in Architektur übersetzt worden zu sein. Eine Kommunikationslandschaft im Zentrum des Medienhauses solle das „Arbeiten vor dem Computer als gemeinschaftliche Unternehmung erfahrbar machen“, so der Architekt Rem Koolhaas.

Der niederländische Pritzkerpreisträger und Gründer des Büros Office for Metropolitan Architecture (OMA) gilt seit den 1980er-Jahren als Vordenker einer „Zweiten Moderne“. Die Funktion von Bauwerken als „sozialen Katalysatoren“ hatte er früh erkannt und benannt. Koolhaas gilt derzeit als Europas einflussreichster und international bekanntester Architekt. Die Springer-Gruppe hingegen ist besonders für Boulevardmedien wie die Bild- Zeitung bekannt, hat in über vierzig Ländern aber ein unentwirrbares Geflecht von Medien gesponnen, das von Online-Marktplätzen bis zu angesehenen Zeitschriften und Tageszeitungen reicht.

Die Zusammenarbeit war nicht ohne Stolpereien: Koolhaas musste seinen ursprünglichen Entwurf ändern. Im Vergleich zum Wettbewerbsentwurf von 2014 ist der ausgeführte Plan weniger provokativ: Aus Rücksicht auf Nachbarn wurden die oberen Etagen zurückgesetzt und abgeschrägt. Doch die offene Arbeitsatmosphäre im Berliner Neubau des Medienkonglomerats ist zum Glück unverändert geblieben. Sie ähnelt jener einer Medienwerkstatt.

Identität für digitale Medien

Überall gibt es Podeste und Sitzstufen, die nicht nur als Treffpunkte für den informellen Austausch, für spontane Kommunikation gedacht sind, sondern auch als Arbeitsplätze. Der Neubau versteht sich als „gebautes Internet“, der das Berliner Zeitungsviertel in der Friedrichstadt in die Zukunft katapultieren soll. Der Modernisierungsstress, der aufgrund der Digitalisierung auf Printmedien lastet, wird hier visualisiert und spürbar gemacht: In Zeiten sinkender Druckauflagen soll der kuriose Entwurf mit seinen statischen, konstruktiven Verrenkungen dabei helfen, eine neue architektonische Identität für digitale Medien zu formulieren.

Der konservativere Axel-Springer-Verlag setzt dabei auf OMAs Architektur, die das Feuilleton der hauseigenen Tageszeitung Die Welt jahrelang mit fast allen Mitteln bekämpft hat. Mit hierarchiearmen Großraumbüros für die Redaktionen möchte die Springer AG, die heute fast ausschließlich auf elektronische Medien fokussiert ist, ein bauliches Fanal im Quartier setzen. Der Neubau, eines der wohlgemerkt größten Verlagshäuser Europas, bietet 3500 Arbeitsplätze, Fernsehstudios und einen Newsroom für Die Welt . Die „Medienzentrale für das Internetzeitalter“, wie das Haus sich selbst bezeichnet, soll zeigen, wie die Nachrichtenbranche im digitalen Zeitalter tickt.

Zentrum des Bauwerks ist eine große, das ganze Gebäude durchdringende „Arbeitssphäre“, die von dem ehemaligen Mauerverlauf, der durch das Gebäude führt, zu einem riesigen 45 Meter hohen Atrium mit gefalteter Fassade führt, das „das Zusammenwachsen der beiden ehemaligen Stadthälften thematisiert“, so der Rotterdamer Avantgarde-Architekt. Die „Vereinzelung in der digitalen Arbeitswelt“ soll in dem Raum „zugunsten einer transparenten, vernetzten Arbeitsatmosphäre“ überwunden werden. Die Nord- und Südhälften des Gebäudes werden über Brücken verbunden, die aus dem Atrium einen abenteuerlichen, piranesihaften Raum machen.

Koolhaas, dessen Diplomarbeit einst die Berliner Mauer als Architektur betrachtete, hatte seine Karriere selbst als Journalist begonnen. So schließen sich für Koolhaas und seinen Bauherrn die Kreise.

Sozialisten ärgern

Die Fassaden sind teils poppig goldeloxiert analog zur benachbarten Hochhausfassade des alten, bestehenden Springer-Sitzes, teils grau getönt mit einem Aufdruck, der an Ludwig Mies van der Rohes Hochhaus an der Friedrichstraße erinnern soll. Elegant ist jedoch allein die facettierte Atriumfassade, die ein optisches Kaleidoskop kreiert und auf das Stammhaus blickt: Nur sechs Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer verlegte Axel Springer 1967 den Hauptsitz seines Unternehmens von Hamburg nach Berlin. Sein goldenes Hochhaus direkt an der Mauer sollte die Sozialisten auf der anderen Seite der Mauer ärgern (das gelang auch) und den goldenen Westen und seine freie Presse symbolisieren. Heute liegt das Berliner Zeitungsviertel wieder im Zentrum der Stadt.

Der Berliner Neubau wurde samt Grundstück bereits vor Bezug an den norwegischen Staatsfonds verkauft – auch das ein Zeichen für den Strukturwandel im Verlagswesen. Während manche Redaktionsstuben in anonyme Gewerbegebiete am Stadtrand verfrachtet werden, wo sie ihr tristes Dasein als „Content-Provider“ fristen, wie beim Neubau der Süddeutschen Zeitung am Rand von München, wollen andere Zeitungshäuser sichtbar als metropolitane Nervenzentrale in der Innenstadt architektonisch zelebriert werden wie bei Renzo Pianos Hauptsitz der New York Times .

Verlage im Wandel

Berlin hat Glück: Auch der ideologische Gegner des Springer-Verlags, die linke Tageszeitung Taz , hat einen ambitionierten Neubau an der Friedrichstraße von E2A Architekten aus Zürich bauen lassen, während die neue Zentrale des Suhrkamp-Verlags von Roger Bundschuh einen intellektuellen wie architektonischen Glanzpunkt im hippen Bezirk Mitte setzt. Selbst die ehrwürdige Frankfurter Allgemeine Zeitung steht kurz vor einem Umzug in ein modernes Hochhaus von Eike Becker Architekten im neuen Frankfurter Europaviertel.

Auch österreichische Architekten sind bei den Neubauten von Medienhäusern aktiv: Erst vor wenigen Monaten stellte das Wiener Büro AllesWirdGut in Essen die Verlagszentrale der Funke Mediengruppe für rund tausend Mitarbeiter fertig – samt Café, Fitnessstudio und Kindertagesstätte. Und in Graz zeigte zuletzt das im Grundriss bananenförmige Hochhaus der Styria Media Group, entworfen vom Büro Architektur Consult, städtebauliches Selbstbewusstsein: Das Hochhaus mit 1200 Arbeitsplätzen ist als neues Tor zur Stadt gestaltet. Von der Skylobby, einem Konferenz- und Veranstaltungsraum, blickt man über die ganze Stadt.

In Berlin hat es sich Rem Koolhaas zur obersten Prämisse gemacht, die architektonische Funktion des Neubaus zu unterstreichen und auf diese Weise auf sich aufmerksam zu machen – und en passant die „Innovation und Kreativität“ der Mitarbeiter zu fördern. Das können Verlage angesichts des Strukturwandels ihrer Branche gut gebrauchen und in ambitionierten – oder vielleicht überambitionierten – Neubauten als Statement eines Medienriesen postulieren.

15. Dezember 2018 Der Standard

Laser statt Leser

Finnland schenkt sich selbst eine aufsehenerregende Bibliothek zum 101. Geburtstag. Das neue Oodi in Helsinki ist in jeder Hinsicht eine Ode an den Bildungsbürger.

Solche Politikerbiografien gibt es wohl nur in Finnland: Claes Andersson brach seine Karriere als Chefarzt ab, um fortan als Lyriker und Jazzmusiker zu brillieren, und wurde bald darauf Kulturminister Finnlands. Auf ihn geht die Idee zurück, auf dem besten Baugrundstück in ganz Finnland, direkt gegenüber dem Nationalparlament und mitten im neuen Kulturviertel der Hauptstadt, eine riesige neue Bibliothek zu bauen. Klar ist: Der Neubau hat architektonisch und inhaltlich das Zeug, zu einem Impulsgeber im Bibliothekswesen zu werden.

Zum 101. Geburtstag der Republik Finnland ist die neue Oodi-Bibliothek eröffnet worden. Seitdem strömen Bürger und Gäste in Scharen in die neue Bücherei, den jüngsten Stolz der Hauptstadt. Das nordische Land gilt als Pisa-Meister, bibliophil und als die am flächendeckendsten „alphabetisierte und digitalisierte Nation der Welt“. Aber selbst in dieser bibliotheksverwöhnten Gesellschaft hat das Oodi das Zeug dazu, zum neuen GoldsStandard im öffentlichen Bibliothekswesen zu werden.

Das finnische Architekturbüro ALA hat dem Gebäude mit einem holzverkleideten Trichter als Rieseneingang seine unverwechselbare, elegante Form gegeben. Das Oodi liegt vis-à-vis dem Parlament am Kansalaistori. Die wichtigste Konzerthalle (Musiikktalo) und das beste Museum zeitgenössischer Kunst (Kiasma) in Finnland flankieren diesen Bürgerplatz.

Das Gebäude bietet mehr als 17.000 Quadratmeter Fläche, aber „nur“ 100.000 Bücher. Denn lange Reihen mit Bücherregalen nehmen nur das oberste der drei Geschoße ein – mit herrlichen Panoramablicken über die Innenstadt, die Finlandia-Halle und die Tölöö-Bucht. Der Neubau definiert seine Rolle als urbanen Wohnraum. Tonstudios, eine Küche, große und stets bevölkerte Spiel- und Leseareale für Kinder und der „Maker Space“ machen aus dem Oodi ein „Forum für Gedanken und Werke“, wie es heißt.

Die doppelt gekrümmten Fassaden haben ALA Architects schon bei ihrem Gesellenstück, dem Kilden-Theater in Kristiansand (Norwegen), eingesetzt. Der mit finnischer Fichte verkleidete, gedeckte Eingang formt in der Bibliotheksetage einen großen Stadtbalkon, von dem aus die Bürger auf Augenhöhe auf das Parlament schauen können.

Zahl der Ausleihen steigt

Die symbolische Geste soll zeigen, dass Bildung und Politik der finnischen Gesellschaft gleich wichtig sind. Etwa 98 Millionen Euro haben sich Stadt und Staat ihren Neubau kosten lassen, der ein Grundbedürfnis befriedigt: Die fünf Millionen Finnen haben im letzten Jahr 68 Millionen Bücher aus ihren Stadtbibliotheken getragen. Für seine Bibliotheken hat der finnische Staat etwa 57 Euro pro Kopf ausgegeben, ein Rekordwert. Trotz Digitalmedien und florierender Streamingdienste steigt die Anzahl ausgeliehener Bücher weiter.

Dass das Oodi-Gebäude eine raffinierte Brückenkonstruktion aus Stahl ist, verschweigt es architektonisch innen wie außen. Zwei mächtige Stahlträger spannen über hundert Meter, um das stützenfreie Foyer zu ermöglichen. In diesem langen, dünnen Raumkontinuum liegen nur ein Kino, ein Auditorium und ein Café. Im Stockwerk darüber, einem geometrisch heillos verwurstelten Zwischengeschoß, in dem das überkomplexe Tragwerk halbherzig versteckt wird, liegen die Studios, Arbeits- und Seminarräume.

Die Beletage aber ist das zweite und letzte Obergeschoß: Sie ist als Bücherlandschaft unter einem leichten, gleißend-weißen Bücherhimmel gestaltet. Hölzerne Böden kontrastieren mit der Putzdecke, die sich wie Cumuluswolken wölbt und durch runde Oberlichter Tageslicht auf die Leser herablässt. Die niedrigen Regale lassen die Blicke frei schweifen.

Im Grundriss ist die Bibliothek der konventionellste Teil des Neubaus. Rem Koolhaas’ Bibliothek in Seattle oder Sou Fujimotos Bücherei für die Musashino-Universität bei Tokio haben erfolgreicher versucht, aus dem Programm selbst Funken zu schlagen. Aber die Architekten des Oodi versuchten nicht, das Bucharchiv ihrer Bibliothek neu zu erfinden, sondern sie um diverse Funktionen anzureichern und so für zukünftige Generationen relevant zu halten.

Der kostenlose und niedrigschwellige Zugang zu neuen Technologien wie 3D-Druckern und Lasercuttern, aber auch zu Spielkonsolen und Nähmaschinen steht im Oodi im Zentrum des Geschehens. Auch Sportgeräte, Werkzeuge und Geschirr können in der modernen Multimediathek ausgeliehen werden.

Oodi soll lebenslanges Lernen, eine aktive Bürgerschaft und damit schlichtweg „Demokratie und Meinungsfreiheit“ unterstützen, wie ihre Bauherren es nennen. Auch das gute alte Buch hat im Oodi einen Hightechtouch bekommen: Alle Medien sind mit Radio-Frequenz-Identifikations-Tags ausgestattet, mit deren Hilfe Roboter sie im Haus bewegen und bei Bedarf wieder an ihren Regalplatz befördern können.

Für alle Bürger

Der Name „Oodi“ („Ode“) wurde in einem ebenso offenen Wettbewerb ermittelt wie der architektonische Entwurf selbst. Die gebaute Ode ist ein Lobgesang auf den Bildungseifer und die Digitalaffinität der nordischen Gesellschaft. Die Formfreude des Gebäudes sorgt dafür, dass es zum neuen Symbol der finnischen Kapitale werden kann. Oodi ist ein schon jetzt beliebtes „Stadthaus für alle Bürger“, denen es helfen soll, „sich in der Welt zurechtzufinden“, wie die Ambition des Hauses heißt – keine kleine Aufgabe.

Der neue Typus der hybriden Bibliothek ist auf halber Strecke zwischen Wissensspeicher und digitalem Coworking-Space für kreative Aktivitäten angesiedelt. Vielleicht müssen Bibliotheken Hightechmultimediastudios sein, um als Bautypus zu überleben? Den Charme des Neubaus macht dennoch die geschmackvolle Assemblage von Büchern, Regalen, Licht zu schönen Orten aus. Eine Bibliothek muss schließlich nach wie vor zweierlei leisten: das schnelle Auffinden von Titeln, die man sucht, und die Begegnung auf dem Weg dorthin mit Titeln, von denen man nie wusste, dass es sie überhaupt gibt.

Im Google-Zeitalter ist dies die entscheidende Qualität zeitgenössischer Bibliotheken: Wissen übersichtlich zu speichern, aber auch zu verknüpfen. Nur dann wird angesichts der Digitalisierung aller Lebensbereiche die Existenz von Bibliotheken nicht infrage gestellt. Vielleicht schätzt am Ende die Lesergeneration, die fast ausschließlich mit ortloser Information aufgewachsen ist, die Hardware von Bibliotheken wie Oodi, die nichts mehr sind als das – schöne Orte der Bücher.

7. Februar 2015 Der Standard

Zwischen Räumen leben

Der Wohnbau in Japan schafft Wohnqualität auf wenigen Quadratmetern. Ein Wohnzimmer kann in flexiblen Raumkonzepten auch zur öffentlich zugänglichen Zone für jedermann werden.

Wozu besitzen, wenn man auch teilen kann? Ein Haus in Yokohama, Japans drittgrößter Stadt, macht das zwischenmenschliche, urbane Mitein- ander exemplarisch vor. Architekt Osamu Nishida hat mit seinem Kanagawa Apartment House ein Konglomerat aus privaten Hausteilen geschaffen, die sich rund um eine öffentliche Hausmitte gruppieren. In diesem frei zugänglichen Atrium wird gekocht, gegessen und gewohnt. Quasi mitten auf der Straße.

Um den zentralen Zwischenraum, „chanoma“ genannt, auch bei kühlem Wetter nutzbar zu halten, hat der Architekt Osamu Nishida dicke, durchsichtige Plastiklamellen, wie man sie aus Kühlhäusern kennt, einfach in die Öffnungen gehängt. Schlanke, weiße Stahltreppen führen frei durch den Raum und erschließen die privaten Schlaf- und Rückzugsräume im Obergeschoß. Auf diese Weise ist es gelungen, auf einem nur 140 Quadratmeter großen Grundstück ein ebenso großes Haus hinzustellen, ohne jedoch dabei die winzige Parzelle voll zu bebauen. In jedem Raum des schlohweißen Gebäudes gibt es Tageslicht.

Das Kanagawa Apartment House ist typisch für die zeitgenössische japanische Wohnbauszene, die aus Nöten Tugenden macht. Bauland ist kostbar in Japan, die Grundstücke sind klein und stets teurer als die Häuser, die darauf stehen. „Die matchboxgroßen Mikrohäuser stehen bisweilen auf Parzellen, die nicht größer sind als ein Parkplatz, und haben Schlafzimmer, die so groß sind wie ein Kleiderschrank, und Kleiderschränke, die so groß sind wie ein Koffer, und Miniküchen wie man sie aus U-Booten kennt“, sagt der in Tokio tätige Architekt Kengo Kuma. „Auf kleinstem Raum dennoch angenehme Orte entwerfen zu können, das haben wir Japaner in unserer DNA.“

Das Teehaus als Vorbild

Das Talent für das Kleine, so Kuma, entspringe aus der Tradition der „cha-shitsu“, der kleinen japanischen Teehäuser, die im Garten oft als Ausblickspunkt und Ort der inneren Einkehr gebaut werden. Die bonsaihafte Miniaturisierung und der Rückgriff auf das bauliche Erbe bringen auch wieder Wärme und Wohnlichkeit zurück in die zeitgenössische Architektur. Hinzu kommen Handwerkskunst und die Verwendung von angenehmen Materialien wie etwa Bambus, Holz oder Papier.

Trotz der extremen Bevölkerungsdichte hat sich in Japan bis heute die Tradition des Einfamilienhauses gehalten, denn die japanische Gesellschaft wird von einer breiten Mittelschicht geprägt, der sich fast alle Japaner zugehörig fühlen - und die legt großen Wert auf privaten Grund- und Immobilienbesitz. Und sei er noch so klein.

In Tokio können Häuser mitunter zwei Meter schmal sein. So viel beträgt in der Hauptstadt die zulässige Mindestbreite für Wohnhäuser. Der Raumqualität tut dies keinen Abbruch. Wenn es um Stauraum und platzsparende Einbaumöbel geht, dann werden japanische Entwerfer zu genialen Erfindern und schlagen aus widrigen Umständen gestalterische Funken.

Mobiles Mobiliar

Um Platz zu sparen, werden die Funktionen in den einzelnen Räumen einfach überlappt. Weiche, fließende Raumfolgen werden oft nur von beweglichen Paravents unterteilt. Kissen und zusammenfaltbare Möbel sind leicht zu verstauen und helfen, Platz zu sparen. Oft schläft die ganze Familie bis zum Schulalter der Kinder auf demselben Futon. Die öffentlichen Bäder, die sogenannten „sento“, machen eine große Badewanne daheim unnötig. Und wohnen tut man ohnedies auch auf der Straße, am Arbeitsplatz, im Restaurant, im Zug.

Einige Tricks helfen, die Räume größer erscheinen zu lassen, als sie sind: In schmalen, hohen Häusern wird die Treppe zum vertikalen Flur, der oft nur einen einzigen Raum pro Etage erschließt. Privatsphäre ist ein knappes Gut in Japan und bedarf oft nicht mehr als eines Sichtschutzes. Die dünnen Wände sparen zwar Platz, tragen aber auch zum Mangel an akustischer Privatsphäre bei. Fluide Räume und opake Materialien sind beliebt, weil sie Licht, aber keine neugierigen Blicke hineinlassen. Oft sind die Minihäuser nach innen orientiert, um einen kleinen Innenhof herum und schaffen so ihren eigenen Mikrokosmos.

Der Tokioter Architekt Takaharu Tezuka bringt den Trend zur Smallness auf den Punkt: „Westliche Architekten sprechen gerne von der wichtigen Rolle des Zwischenraums zwischen innen und außen. Unser Ansatz ist anders: Bei uns ist alles Zwischenraum“, sagt er. Ein Minihaus zu bauen sei durchaus erschwinglich geworden - und vor allem sinnfällig: Nur noch eine Minderheit der Haushalte in Japan sind Familien. Unverheiratete, Alleinerziehende und Senioren machen mittlerweile einen größeren Teil aus als je zuvor. Die geringe Geburtenrate und die hohe Lebenserwartung führen zu immer kleineren Haushalten.

Trend zm Kleinsthaus

Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch im dichtbesiedelten Mitteleuropa die einzigartigen räumlichen Lösungen aus Japan hoch im Kurs sind. Die Welt wird immer urbaner und somit auch der japanischen Ausgangslage für Baukunst immer vergleichbarer. Architekten im Land der aufgehenden Sonne entwickeln Ideen, die die Zukunft anderer Länder schon vorwegnehmen. Die historisch niedrigen Zinsen befeuern die Nachfrage nach kleinen Wohnhäusern derzeit. Die Lust am Bau eines Kleinsthauses mit innovativen Raumideen und minimalistischer Ästhetik ist eine internationale.

Das beste Beispiel für den neuen japanischen Umgang mit der eigenen Tradition ist das Haus „MoyaMoya“ in Higashi-Kurume. Architekt Fumihiko Sano hat das ganze Haus mit einem Schleier umgeben, der den weißen Kubus dahinter nur erahnen lässt. Das haushohe Netz aus Edelstahl verhüllt den Bau und schafft eine leichte, durchscheinende Grenze zur Umgebung.

Drinnen geht es traditioneller zu: Die Bauherrin nutzt das Haus nicht nur zum Wohnen, sondern auch als Nähwerkstatt für Kimonos. Deren strahlende Farben und Muster kommen vor den Beige-Töne der Innenräume und dem hellen Holz von Boden, Treppe und Mobiliar besonders gut zur Geltung. Das alles ist möglich, auch auf wenigen Quadratmetern.

Publikationen

2023

Gewers Pudewill
Tailor Made Architektur

Neue Bauten seit 2019 des vielfach ausgezeichneten Berliner Büros Gewers Pudewill
Hrsg: Ulf Meyer
Verlag: Park Books

2023

Urban building by Tadao Ando
weisenburger headquarters in Karlsruhe

Der Bürokomplex in Karlsruhe gilt als Tadao Andos erster urbaner Entwurf in Deutschland. Die Publikation gibt exklusive Einblicke in die Entstehung und Planung des Bauwerks. Architekturfotografien und Gebäudepläne zeigen Andos gestalterische Formel: die Reduktion auf das Wesentliche, Sichtbeton im Maß
Autor: Ulf Meyer
Verlag: avedition GmbH

2018

Oslo Architectural Guide
Architectural Guide

„The alternating cultural centres, bustling commercial quarters, and tranquil residential complexes all make cycling along Oslo’s new harbour promenade the ultimate urban experience.“ Falk Jaeger Once known only for its natural surroundings, Oslo is now firmly on the map for its architecture. Contemporary
Autor: Ulf Meyer, Henning Nielsen
Verlag: DOM publishers

2018

Helsinki Architekturführer
Bauten und Projekte von 1917 bis heute

Die nördlichste Pilgerstätte für die Anhänger guter Gestaltung bietet eine hohe Dichte an kreativem Potenzial, so dass auch die finnische Architektur in den vergangenen Jahren ihre internationale Bedeutung ausbauen konnte. Darüber hinaus trägt das immer wieder preisgekrönte finnische Design dazu bei,
Autor: Ulf Meyer
Verlag: DOM publishers

2018

Tokio
Architekturführer

Der erste Architekturführer Tokio in deutscher Sprache präsentiert in seiner zweiten, erweiterten Auflage knapp 300 der interessantesten und spektakulärsten Gebäude, die in den vergangenen 100 Jahren in Tokio entstanden sind. Kenntnisreich wird die faszinierende zeitgenössische Baukunst der japanischen
Autor: Ulf Meyer
Verlag: DOM publishers

2015

JSWD Architekten
Portfolio

Das Kölner Architekturbüro JSWD macht vor, wie nachhaltig das Bemühen um eine internationale Aufstellung belohnt werden kann: In Italien, Luxemburg, Belgien, der Schweiz und Österreich bearbeiten JSWD Architekten derzeit – zum Teil mit europäischen Partnern – große Projekte. Dabei steht das Verständnis
Autor: Ulf Meyer
Verlag: JOVIS

2012

Architekturführer Taiwan

Die kreative Architektur-, Design- und Stadtkulturszene Taiwans hat im Ausland bisher nicht die ihr gebührende Aufmerksamkeit erfahren. Als Band der bei DOM publishers herausgegebenen Reihe Architekturführer widmet sich dieses Buch der Architektur und Stadtkultur in der Inselrepublik Taiwan. Vorgestellt
Hrsg: Ulf Meyer
Verlag: DOM publishers

2010

CBA Christian Bauer

Luxemburg hat sich in den letzten Jahren zu einer Hochburg zeitgenössischer Baukunst gemausert. Neben den Arbeiten prominenter internationaler Architekten, sticht das Œuvre des Luxemburger Büros christian bauer & associés architectes heraus. Der Wirkungskreis des Büros reicht mit seinen Projekten – seien
Autor: Ulf Meyer
Verlag: JOVIS