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Euregio-Baukulturpreis 2025

Der Euregio-Baukulturpreis stand bei seiner Premiere unter dem Motto „Weiterbauen am Bestand und in Umgebung“. Konkret waren Architekturschaffende zur Teilnahme eingeladen, die Umbauten, Sanierungen oder Erweiterungen in einem oder mehreren der drei Länder realisiert haben.

Insgesamt wurden 55 Projekte eingereicht, davon 27 aus Tirol, 19 aus Südtirol und neun aus dem Trentino. Je ein Preisträger pro Land wurde von einer Jury ausgewählt: Studio Lois (Innsbruck), Lukas Mayr (Percha/Innsbruck) und Campomarzio (Trento/Bozen) erhalten für ihren sensiblen und zukunftsweisenden Umgang mit bestehender Baukultur eine von Lois Anvidalfarei geschaffene Bronzeskulptur. Zudem wurde ein Publikumspreis durch ein Online-Voting ermittelt. Diesen gewann das Innsbrucker Architekturbüro he und du für das Projekt „FELSA“. Der Preis: eine Lithografie des ladinischen Künstlers Anvidalfarei.

Architekturpreis des Landes Burgenland 2025

Im Lisztzentrum in Raiding wurde der Architekturpreis für das Jahr 2025 vergeben – der 12. Architekturpreis des Landes seit Beginn der Vergabe. 2025 wurden das Einfamilienhaus mit Schilfdach sowie die Sanierung und Neugestaltung der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit zwei gleichwertigen Preisen ausgezeichnet und zwei Anerkennungen an den Stadtgarten Oberwart und das haus sz vergeben. Insgesamt wurden 20 Projekte eingereicht. Ab 7. November werden die prämierten und nominierten Projekte in der Architekturgalerie in Eisenstadt gezeigt.

Raum für Alle

«Räume prägen Menschen. (…) Sie sind ausschlaggebend für unsere Stimmungen, unsere physische und psychische Gesundheit, unser soziales Leben und unsere Lebensqualität. Architekt:innen sind diejenigen Menschen, die wie keine andere Berufsgruppe diese Räume gestalten und prägen. Sich dieser Verantwortung bewusst zu sein, ist der erste wichtige Schritt in Richtung des ganzheitlichen Verständnisses der Baukultur.» Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur.

Buch, Stefan Traxler, 01.10.2025

materialnomaden – Bauteile ernten statt entsorgen

Andrea Kessler und Peter Kneidinger von den materialnomaden sind Pioniere der Wiederverwendung von Bauteilen. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht stets die Optimierung von Lebenszyklen von Objekten, Bauteilen und Materialien. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, diese wertvollen Ressourcen in bestehenden Bauten zu ernten und neue Anwendungen dafür zu suchen.
Ihnen geht es dabei nicht nur um den Kreislaufgedanken, sondern auch um die Bewahrung der Identität. In Oberösterreich erproben sie gerade an einem konkreten Bauvorhaben, wie die Wiederverwendung bei Sanierung und Neubau ökonomisch und ökologisch am besten funktionieren kann, damit die Kreislaufwirtschaft auch bei größeren Bauvorhaben zur Normalität wird.
Andrea Kessler und Peter Kneidinger von den materialnomaden erzählen im Gespräch, wie sie den Rückbau und die Weiterverwendung von Bauteilen effizienter gestalten wollen und wie mithilfe des parametrischen Designs eine neue Architekturästhetik entsteht. Das Gespräch ist in voller Länge im Podcast Morgenbau anzuhören.

Anne Isopp, nextroom fragt:, 07.10.2025