Das Kleine bleibt klein nicht.
Die Krise ist keine akute, sie ist eine permanente – warum das Verhältnis von Politik, Macht und Architektur in Österreich besonders viel Zündstoff enthält.
Otto Kapfinger, Spectrum, 11.11.1995
Die Krise ist keine akute, sie ist eine permanente – warum das Verhältnis von Politik, Macht und Architektur in Österreich besonders viel Zündstoff enthält.
Otto Kapfinger, Spectrum, 11.11.1995
Die Bauten von Karin Bily & Paul Katzberger am Mühlgrundweg in Wien-Donaustadt: städtische Wohnhäuser an der Peripherie, die ihre Umgebung nicht zerstören, sondern weiterwirken lassen.
Margit Ulama, Spectrum, 04.11.1995
Ein über Jahrhunderte gewachsenes Gebäudekonglomerat in Waidhofen an der Ybbs wird seit mehr als 70 Jahren als Rathaus genutzt. Architekt Ernst Beneder hat es für unsere Zeit neu interpretiert und adaptiert.
Walter Zschokke, Spectrum, 28.10.1995
Als Giorgio Vasari 1550 die erste Auflage seiner Lebensbeschreibungen von Künstlern der Renaissance herausgab, war der Buchdruck knappe 100 Jahre alt. Eine zweite, stark erweiterte Ausgabe folgte 1568. Vasaris Medium war die Sprache in Schriftform, sein Kanal war das Buch. Abbildungen waren darin wegen...
Walter Zschokke, Spectrum, 14.10.1995
Architektur- und Designbücher können eine Plage sein: Man möchte sie alle haben. Dabei weiß man doch, daß gerade auf diesem Sektor die Bücherflut des letzten Jahrzehnts auch wenig erfreuliche Nebenwirkungen zeitigte: dicke Bände, teilweise mit unerhörtem graphischen Aufwand gemacht, aber wenig Substantiellem...
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 07.10.1995
Kürzlich wurde sein 75. Geburtstag gefeiert. Dennoch ist Ernst Hiesmayrs Chemiegebäude für die Technische Universität Wien von jugendlichem Gedankengut geprägt: ein Maßstab für moderne Architektur.
Vera Purtscher, Spectrum, 30.09.1995
In Schweden hat sich der Grazer Architekt Hubert Rieß mit der Kultur des Holzbaus vertraut gemacht. In Bayern hat er nun den unterschätzten Werkstoff bei der Errichtung von Fertigteilhäusern eingesetzt.
Christian Kühn, Spectrum, 23.09.1995
Franz E. Kneissls Bauten schlagen einen herben Ton an. Die rüde Demonstration architektonischer Pragmatik hat fast schon den Charakter eines Manifests.
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 02.09.1995
Reduziert – und doch nicht monoton: das Schulgebäude von Ines und Reinhold Bösch in Koblach, Vorarlberg. Mit einem Energiekonzept, das Zukunft hat. Ein Schulversuch.
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 26.08.1995
Urlaub machen heißt: Quartier beziehen in einer fremden Welt. In Nobelherbergen, Landgasthäusern oder Kuranstalten. Meist ist die Bleibe auf Zeit ein gesichtsloses Einerlei: ein „Hotel ohne Seele“.
Vera Purtscher, Spectrum, 05.08.1995
Es gibt Wohnanlagen, an denen beeindruckt vor allem die Statistik. Beispiel Wien-Süßenbrunn: Auf mehr als einem Kilometer Länge 900 Wohnungen, an denen elf Architekten und Teams geplant haben. Das Ergebnis: viel Architektur zum Wegschauen.
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 29.07.1995
Klare Formen und die Verwendung von Stahlbeton kennzeichnen die Bauten der sechziger Jahre. In den Werken des Wiener Architekten Karl Mang zeigt sich der künstliche Stein mit Blähtonzuschlag von der freundlichen Seite.
Walter Zschokke, Spectrum, 22.07.1995
Ein Raum – eigentlich mehr ein Saal, eine Halle – ohne Außenbezug, ganz künstlich belichtet: An Wänden, Boden und Decke die Farben Ultramarin und Kobaltblau, nur die gelb gestrichene Kranbahn zeichnet quasi über die volle Länge eine Art Leuchtspur hinein, in der Mitte die eindrucksvollen Maschinen einer...
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 17.06.1995
15.500 Kubikmeter umbauter Raum: Wie packt man ein solches Volumen in einen kleinräumigen Siedlungsbereich? Die Antwort steht in Vorarlberg: das neue Schulsportheim von Tschagguns.
Vera Purtscher, Spectrum, 10.06.1995
Eine Stadt nimmt das Faktum, daß vor 50 Jahren ein verheerender Krieg zu Ende gegangen ist, zum Anlaß, diese fünf Jahrzehnte, konkreter: deren Alltag, unter die Lupe zu nehmen und noch einmal in die Auslage zu stellen.
Walter Zschokke, Spectrum, 03.06.1995
Der neue Mehrzwecksaal im Bezirksamt Favoriten
Leopold Dungl, Kurier, 26.05.1995
„Spaces before, spaces between and spaces after“: Unter Leitung des Bauingenieurs Neil Thomas und des Architekten Ian Ritchie haben Studenten der TU Wien Objekte zum Thema Raum entwickelt. Zu sehen im Architekturzentrum Wien.
Christian Kühn, Spectrum, 20.05.1995
Die Wiener Architekturszene steht in dem Ruf, spezifische Aufgaben immer etwas komplexer und hintergründiger als andere zu interpretieren und zu bewältigen. Doch wie hält sie es mit der aktuellen Strömung der „Neuen Einfachheit“? Zwei Beispiele.
Walter Zschokke, Spectrum, 13.05.1995
„Wenn man mit Partizipation meint, die Leute sollen selber entwerfen – das halte ich für unsinnig. Man kann ja auch ein Auto nicht selber entwerfen.“ Roland Rainer über Moderne, Postmoderne und die Wünschelrute. Ein Gespräch zum 85. Geburtstag.
Thomas Götz, Spectrum, 29.04.1995
Wie vollzieht sich die Auftragsvergabe? Welche Kriterien bestimmen die Architektur? Wie entsteht eigentlich guter Wohnbau? Ein kleiner Ausschnitt von wiederkehrenden Fragen – und ein Beispiel aus Wien.
Margit Ulama, Spectrum, 22.04.1995
Hundert liebevolle Details, tausend ungenormte Kleinigkeiten: Boris Podreccas Einfamilienhaus in Wien-Liesing besticht durch Reichtum an Raumqualitäten - bei gleichzeitiger Beschränkung auf wenige Farben und Materialien.
Vera Purtscher, Spectrum, 08.04.1995
Die EA-Generali-Foundation hat mitten in Wien ein Haus für Kunst und Künstler gebaut. Christian Jabornegg und András Pálffy haben auratische Räume erdacht, in denen sich nichts finden läßt, was stört.
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 01.04.1995
Die einen streiten, die anderen bauen einfach – eine Kunsthalle zum Beispiel. Krems ließ die seine von Adolf Krischanitz planen. Funktionell ist sie geworden, schlicht und elegant.
Walter Zschokke, Spectrum, 25.03.1995
Einst pulsierender Verkehrsknotenpunkt, dann Schutthalde, Minenfeld – und nun die größte Baustelle Deutschlands: Potsdamer und Leipziger Platz in Berlin.
Vera Purtscher, Spectrum, 18.03.1995
Wer meint, man müßte nur edles, teures Material verwenden und automatisch entstünde gute Architektur, der irrt gewaltig! Beweis? Franz Fehringers Zubauten zum Flughafen Wien-Schwechat.
Vera Purtscher, Spectrum, 25.02.1995