Bauwerk

Kindergarten und Kinderkrippe Auf Arzill
Martin Tabernig, Alois Zierl - Imst (A) - 2016
Kindergarten und Kinderkrippe Auf Arzill, Foto: Mario Rabensteiner
Kindergarten und Kinderkrippe Auf Arzill, Foto: Mario Rabensteiner

Der Baugrund für den Neubau für eines 5-gruppigen Kindergartens und einer zweigruppigen Kinderkrippe befindet sich mitten im Areal der ehemaligen Imster Kaserne. Im westlichen Teil dieses Areals wurden in den vergangenen Jahren mehrere soziale Wohnbauten errichtet, Teile der Kaserne erfuhren eine neue Nutzung als Sozialpädagogisches Zentrum, Flüchtlingswohnheim und Ausweichquartier für diverse Schulumbauten, ein im Süden liegender Fußballplatz soll in Zukunft ebenfalls bebaut werden.

Auf dem dazwischen liegenden ehemaligen Appellplatz, der zuletzt als Parkplatz genutzt wurde, einen Neubau zu errichten, der zum einen die bestehenden Gebäude möglichst wenig beeinträchtigt und zum anderen den Kindern die nötige Intimität bietet, war keine leichte Aufgabe. Das Projekt der ARGE Tabernig-Zierl Architektur überzeugte die Wettbewerbsjury, indem es trotz schwieriger Ausgangssituation wertvollen architektonischen, räumlichen und funktionstechnischen Mehrwert generiert – und das bei hoher Wirtschaftlichkeit.

Die Architekten platzierten im westlichen Bereich des Bauplatzes einen längs orientierten, eingeschossigen Baukörper mit begrüntem Dach, in den – versetzt zueinander – zwei Höfe eingeschnitten sind. Über den mittig gelegenen Eingang kommt man in den gemeinsamen Foyer- und Essbereich und von hier aus wahlweise in den südlich gelegenen Kindergarten oder die im nördlichen Bereich untergebrachte Kinderkrippe. Sämtliche Gruppenräume sind nach Osten orientiert, die des Kindergartens erhalten zudem über den zugeordneten Spielhof zweiseitig Licht und Bezug zum Außenraum. Jeweils zwischen zwei Gruppenräumen liegende Teilungsräume und Nasszellen ergänzen das Raumangebot. Der Kinderkrippe vorgelagert befinden sich die Bewegungsräume, die über einen eigenen Zugang verfügen und damit außerhalb der Öffnungszeiten von Externen mitgenutzt werden können.

Die beiden, klar der jeweiligen Funktion zugeordneten Spielhöfe bieten Freibereiche, die gezielt altersabhängig bespielbar sind. Weit auskragende Dachbügel bilden zum einen die räumliche Fassung und Abgrenzung – auf eine Einzäunung konnte verzichtet werden –, und spenden zum anderen Schatten bzw. eignen sich zum Aufhängen der verschiedensten Spielgeräte.

Die Parkplätze wurden komplett aus dem Hof verbannt und östlich des Areals neu angelegt, womit sich im Innenhof nicht nur für die Kindergartenkinder, sondern auch für alle anderen Benützer des Areals neue Möglichkeiten für Frei- und Spielbereiche bieten. (Text: Claudia Wedekind)

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Für den Beitrag verantwortlich: aut. architektur und tirol

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