Bauwerk

Compact City
BUSarchitektur, Rainer Lalics - Wien (A) - 2001
Compact City, Foto: Nikolaus Similache
Compact City, Foto: Nikolaus Similache
07. Januar 2002 - Az W

Die vor kurzem fertiggestellte „Compact City“ in Wien-Floridsdorf - das überzeugendste Plädoyer wider die Monokultur in Architektur und Städtebau der letzten Jahre - wurde bereits als Pilotprojekt (damals noch unter der Bezeichnung „Homeworkers“) mit dem Otto Wagner Städtebaupreis 1998 ausgezeichnet.

Die komplexe Verflechtung und Überlagerung der Nutzungen (Wohnungen, Geschäfte, Büros, Ateliers und Werkstätten für Gewerbebetriebe sind auf 10.000 m2 Grundfläche zu einer Stadt in der Stadt verdichtet) ist in der Umsetzung erstaunlicherweise gerade nicht durch das Diktat „besonderer Lebensweisen“, sondern vor allem durch ihre grosszügige Neutralität und Elastizität fundiert.

Eine Rolltreppe an der Donaufelder Strasse führt an einem großen Supermarkt zur urbanen Platte hinauf, die maßstäblich überschaubar, von den orange verputzten Wohn- und Bürozeilen gesäumt sowie durch einige kleine Pavillons (in einen davon ist bereits ein Sonnenstudio eingezogen) rhythmisiert wird. Die Baukörperkonfiguration auf diesem städtischen Platz ist weitläufig und kleinteilig zugleich: Mini-Balkone, offene Laubengänge, Passagen, grossflächig verglaste Erdgeschosszonen für Büro oder Wohnung: das Spektrum der angedachten Nutzungen strahlt selbst an unwirtlichen Wintertagen etwas Heiteres aus und scheint sich keiner, noch so besonderen Auffassung von Wohnen, Leben und Arbeiten zu verschließen. (Text: Gabriele Kaiser)

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Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Martina Frühwirthfruehwirth[at]azw.at

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