Veranstaltung

Artificial Tears. Singularität & Menschsein – Eine Spekulation
Ausstellung
21. Juni 2017 bis 1. Oktober 2017
Österreichisches Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5
A-1010 Wien


VeranstalterIn: MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst
Eröffnung: Dienstag, 20. Juni 2017

im Rahmen der VIENNA BIENNALE 2017

Die Ausstellung ARTIFICIAL TEARS. Singularität & Menschsein – Eine Spekulation zitiert ein Kapitel der Menschheitsgeschichte, das noch nicht geschrieben wurde. 13 künstlerische Positionen eröffnen Hypothesen, stellen Fragen und liefern Impulse zur Auseinandersetzung mit dem vom amerikanischen Futuristen Ray Kurzweil prognostizierten Zeitalter der Singularität, die durch das exponentielle Wachstum von Technologie und hochintelligenten maschinellen Schnittstellen herbeigeführt wird.

Mit den wachsenden Möglichkeiten der Koppelung von Wissenschaft, Medizin und Technologie werden die kühnsten und schrecklichsten Visionen der Science-Fiction gleichermaßen greifbar und schleichend in unseren Alltag implementiert. Die Grenze zwischen lebendiger und unbelebter Materie wirkt zunehmend unplausibel, so wie die Unterscheidung zwischen „wirklichen“ Menschen und ihren Medieninkarnationen, zwischen „originalen“ Objekten und Dummies.

Viele der utopischen oder dystopischen Narrationen des 20. und 21. Jahrhunderts entwickeln Szenarien einer durch Technologie als Werkzeug für Überregulierung und Überwachung geprägten und letztlich in ihrem „Menschsein“ zutiefst erschütterten Gesellschaft. Es stellt sich die Frage, wie wir als Menschen der wachsenden Entmündigung durch die von kapitalistischen und politischen Systemen kontrollierten Technologien entgehen wollen und ob wir den Mut aufbringen werden, um unsere Freiheit als Gesellschaft und als Individuen zu kämpfen – und zwar vorrangig gegen uns selbst: Wenn unsere Utopien scheitern, müssen wir anfangen, die Potenziale unserer Dystopien zu nutzen.

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Weiterführende Links:
viennabiennale.org