Veranstaltung

ORTE–Architektur in Niederösterreich 1997–2007
Präsentation
Donnerstag, 16. November 2006, 19:00 Uhr
Lichtforum Wien
Jasomirgottstraße 3-5
A-1010 Wien


VeranstalterIn: ORTE. Architekturnetzwerk Niederösterreich, Zumtobel Lichtforum Wien

Buchpräsentation

Es sprechen:
Gudrun Schach (Zumtobel Licht GmbH),
Marcus Nitschke (ORTE Architekturnetzwerk NÖ),
Walter Zschokke (Autor)

Das Bild der niederösterreichischen Landesviertel wird von zahlreichen hochwertigen Architekturdenkmälern aus der Vergangenheit geprägt. Von den Voralpen bis ins Waldviertel, entlang der Donau und im Wiener Becken scheint zeitgenössische Architektur hingegen fast zu verschwinden, obwohl nicht wenig gebaut wird.

Aus der architektonischen „Wüste“, wie vor zehn Jahren anlässlich des Erscheinens des ersten ORTE-Bandes mit einigem Recht beklagt, ist eine lebendige zeitgenössische Architekturlandschaft herangewachsen. War dies anfänglich dem Impuls zuzuschreiben, der von der ambitionierten Errichtung des neuen Regierungsviertels in St. Pölten, insbesondere dessen Kulturbezirk ausging, teilen sich heute private und öffentliche Bauherrschaften die Initiative. Im jetzt erscheinenden zweiten ORTE-Band wird gezeigt, was im letzten Jahrzehnt an Qualitätsbauten entstanden ist.

Architekten wie Ernst Beneder, Eichinger oder Knechtl, Henke / Schreieck, Steven Holl, Hans Hollein, Katzberger / Bily, Adolf Krischanitz, Rüdiger Lainer, Gustav Peichl, Pool, Querkraft, Heinz Tesar und viele andere haben haben Niederösterreich Bauwerke gegeben, deren Qualität und Charakter der Betrachtung und Auseinandersetzung lohnen.

Die Bauaufgabe des Einfamilienhauses ist in diesem Buch am zahlreichsten vertreten, worunter Villen mit hohem Wohnkomfort ebenso zu finden sind, wie Häuser für ein günstiges und ressourcenbewußtes Familienwohnen. Eine besondere Herausforderung sind Zubauten zu älteren Häusern und Häuschen. Hohes Einfühlungsvermögen und feines Proportionsgefühl der Entwerfenden erweisen sich hier noch klarer als bei Neubauten.
Aus den zahlreichen Bauten für Bildung und Sport ragt der universitäre Campus Krems von Dietmar Feichtinger heraus, während bei den Kulturbauten das renommierte Museum Sammlung Essl in Klosterneuburg von Heinz Tesar, oder viel kleiner, aber nicht weniger engagiert, die Ausstellungshalle MBB in Sommerein von Friedrich Kurrent, ins Auge stechen.

In der Kategorie der Bürobauten sowie der gewerblichen und touristischen Infrastruktur weist die Wirtschaftskammer Niederösterreich in St. Pölten von Rüdiger Lainer eine neue Richtung im Bürohausbau. Die Schlosserhalle in Trumau von pool-Architektur und das Loisium in Langenlois von Stephen Holl erweckten über die Landesgrenzen hinaus enormes internationales Aufsehen.
In der Gestaltung öffentlicher Räume und Bauten für den Verkehr wagte Waidhofen an der Ybbs mit dem Stadtprojekt von Ernst Beneder beherzt den Schritt ins 21. Jahrhundert. Großes Engagement erforderten sowohl die Hauptplatzgestaltung in Wiener Neustadt von Christian Knechtl und Gregor Eichinger als auch der Blindgänger in Hof am Leithaberge von the next ENTERprise - architects.

[ Herausgegeben von Dr. Walter Zschokke und Mag. Marcus Nitschke
im Auftrag von ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich
Verlag: Springer Verlag, Wien – New York
Preis ca. Euro 39,95; 244 Seiten, Duotone, 16 Seiten Farbabbildungen, fest gebunden. ISBN 3-211-21281-7 ]

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