Ohne Schlagobers
Franz E. Kneissls Bauten schlagen einen herben Ton an. Die rüde Demonstration architektonischer Pragmatik hat fast schon den Charakter eines Manifests.
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 02.09.1995
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Franz E. Kneissls Bauten schlagen einen herben Ton an. Die rüde Demonstration architektonischer Pragmatik hat fast schon den Charakter eines Manifests.
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 02.09.1995
Reduziert – und doch nicht monoton: das Schulgebäude von Ines und Reinhold Bösch in Koblach, Vorarlberg. Mit einem Energiekonzept, das Zukunft hat. Ein Schulversuch.
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 26.08.1995
Urlaub machen heißt: Quartier beziehen in einer fremden Welt. In Nobelherbergen, Landgasthäusern oder Kuranstalten. Meist ist die Bleibe auf Zeit ein gesichtsloses Einerlei: ein „Hotel ohne Seele“.
Vera Purtscher, Spectrum, 05.08.1995
Es gibt Wohnanlagen, an denen beeindruckt vor allem die Statistik. Beispiel Wien-Süßenbrunn: Auf mehr als einem Kilometer Länge 900 Wohnungen, an denen elf Architekten und Teams geplant haben. Das Ergebnis: viel Architektur zum Wegschauen.
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 29.07.1995
Klare Formen und die Verwendung von Stahlbeton kennzeichnen die Bauten der sechziger Jahre. In den Werken des Wiener Architekten Karl Mang zeigt sich der künstliche Stein mit Blähtonzuschlag von der freundlichen Seite.
Walter Zschokke, Spectrum, 22.07.1995
Ein Raum – eigentlich mehr ein Saal, eine Halle – ohne Außenbezug, ganz künstlich belichtet: An Wänden, Boden und Decke die Farben Ultramarin und Kobaltblau, nur die gelb gestrichene Kranbahn zeichnet quasi über die volle Länge eine Art Leuchtspur hinein, in der Mitte die eindrucksvollen Maschinen einer...
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 17.06.1995
15.500 Kubikmeter umbauter Raum: Wie packt man ein solches Volumen in einen kleinräumigen Siedlungsbereich? Die Antwort steht in Vorarlberg: das neue Schulsportheim von Tschagguns.
Vera Purtscher, Spectrum, 10.06.1995
Eine Stadt nimmt das Faktum, daß vor 50 Jahren ein verheerender Krieg zu Ende gegangen ist, zum Anlaß, diese fünf Jahrzehnte, konkreter: deren Alltag, unter die Lupe zu nehmen und noch einmal in die Auslage zu stellen.
Walter Zschokke, Spectrum, 03.06.1995
Der neue Mehrzwecksaal im Bezirksamt Favoriten
Leopold Dungl, Kurier, 26.05.1995
„Spaces before, spaces between and spaces after“: Unter Leitung des Bauingenieurs Neil Thomas und des Architekten Ian Ritchie haben Studenten der TU Wien Objekte zum Thema Raum entwickelt. Zu sehen im Architekturzentrum Wien.
Christian Kühn, Spectrum, 20.05.1995
Die Wiener Architekturszene steht in dem Ruf, spezifische Aufgaben immer etwas komplexer und hintergründiger als andere zu interpretieren und zu bewältigen. Doch wie hält sie es mit der aktuellen Strömung der „Neuen Einfachheit“? Zwei Beispiele.
Walter Zschokke, Spectrum, 13.05.1995
„Wenn man mit Partizipation meint, die Leute sollen selber entwerfen – das halte ich für unsinnig. Man kann ja auch ein Auto nicht selber entwerfen.“ Roland Rainer über Moderne, Postmoderne und die Wünschelrute. Ein Gespräch zum 85. Geburtstag.
Thomas Götz, Spectrum, 29.04.1995
Wie vollzieht sich die Auftragsvergabe? Welche Kriterien bestimmen die Architektur? Wie entsteht eigentlich guter Wohnbau? Ein kleiner Ausschnitt von wiederkehrenden Fragen – und ein Beispiel aus Wien.
Margit Ulama, Spectrum, 22.04.1995
Hundert liebevolle Details, tausend ungenormte Kleinigkeiten: Boris Podreccas Einfamilienhaus in Wien-Liesing besticht durch Reichtum an Raumqualitäten - bei gleichzeitiger Beschränkung auf wenige Farben und Materialien.
Vera Purtscher, Spectrum, 08.04.1995
Die EA-Generali-Foundation hat mitten in Wien ein Haus für Kunst und Künstler gebaut. Christian Jabornegg und András Pálffy haben auratische Räume erdacht, in denen sich nichts finden läßt, was stört.
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 01.04.1995
Die einen streiten, die anderen bauen einfach – eine Kunsthalle zum Beispiel. Krems ließ die seine von Adolf Krischanitz planen. Funktionell ist sie geworden, schlicht und elegant.
Walter Zschokke, Spectrum, 25.03.1995
Einst pulsierender Verkehrsknotenpunkt, dann Schutthalde, Minenfeld – und nun die größte Baustelle Deutschlands: Potsdamer und Leipziger Platz in Berlin.
Vera Purtscher, Spectrum, 18.03.1995
Wer meint, man müßte nur edles, teures Material verwenden und automatisch entstünde gute Architektur, der irrt gewaltig! Beweis? Franz Fehringers Zubauten zum Flughafen Wien-Schwechat.
Vera Purtscher, Spectrum, 25.02.1995
Beinahe hätte es gar keine Architektur gegeben. Gegen massiven Widerstand hat Hüttenberg doch noch ein anspruchsvolles Haus für die Kärntner Landesausstellung '94 bekommen - erdacht von Günther Domenig.
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 18.02.1995
Nicht nur Wien baut attraktive Schulhäuser. Peter Riepl und Thomas Moser haben das Welser Gymnasium an der Wallererstraße erweitert und völlig verändert. Ein Lokalaugenschein.
Walter Zschokke, Spectrum, 11.02.1995
Wiener Donaukanal ist architektonisch ein Katastrophengebiet. Auch die neue Brücke für die U6 hat das Niveau dort nicht gehoben. Aber durfte man das erwarten?
Christian Kühn, Spectrum, 04.02.1995
Nach nur 20 Monaten Bauzeit steht die Eishalle in Wien-Donaustadt: ein Nutzbau, klar und nüchtern, der den Besucher visuell nicht drangsaliert.
Liesbeth Waechter-Böhm, Spectrum, 28.01.1995
Zwei Häuser, in denen sich zufrieden leben läßt, eines im Burgenland, eines in Niederösterreich. Zwei Beweise dafür, daß die gängigen Kriterien zur Beurteilung von heutiger Architektur nicht mehr greifen.
Walter Zschokke, Spectrum, 21.01.1995
Wolfurt, Vorarlberg. Ein Haus mit vier verschiedenen Außenwänden und einem experimentellen Garagentrakt: alles schön, nur zuviel von allem. Besuch im Potpourri.
Vera Purtscher, Spectrum, 14.01.1995
Der neue Kindergarten von Burkhalter und Sumi in Lustenau
Ursina Jakob, Neue Zürcher Zeitung, 03.06.1994