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Anne Niemann – Einfach umbauen

Anne Niemann forscht und lehrt im Bereich des Holzbaus und des energieeffizienten Planens und Bauens. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Entwerfen und Konstruieren an der TU München und hat seit Oktober eine Vertretungsprofessur an der Hochschule Augsburg inne. Sie ist Projektleiterin von wegweisenden Forschungsvorhaben wie „Einfach bauen“. Mit den von Florian Nagler errichteten Häusern in Bad Aibling wurden die Forschungsergebnisse in die Praxis übertragen. Anne Niemann erzählt, wie Theorie und Praxis sich zueinander verhalten und warum das Bauen anders bepreist werden muss. Das Statement holte Anne Isopp ein.

Anne Isopp, nextroom fragt:, 06.12.2022

Marc Matzken – Den Kreislauf schließen

Marc Matzken ist Architekt in Münster. Hier führt er gemeinsam mit Heiko Kampherbeek das Büro heimspiel architekten. In Korbach, einer nordhessischen Stadt, errichteten sie einen neuen Anbau an das historische Rathaus. Dafür wurde der bestehende Anbau abgebrochen, ortsnah recycelt und zu zwei Dritteln im Neubau wieder verwendet. Es ist ein Pionierbau des Urban-Mining-Prinzips. Wie es dazu kam und was er aus dem Projekt gelernt hat, darüber spricht Marc Matzken mit Anne Isopp.

Anne Isopp, nextroom fragt:, 22.11.2022

Countdown 2030 – Vermeide Abriss

Countdown 2030 ist ein Schweizer Verein von Architekturschaffenden für zukunftsorientiertes Bauen. Bis Ende Oktober 2022 war im Schweizerischen Architekturmuseum in Basel die Ausstellung „Die Schweiz: Ein Abriss“ zu sehen. Mit der Ausstellung wollten die Mitglieder auf die Verantwortung der Baubranche in der Klimakrise aufzeigen. Sie fordern eine Abkehr von der Abrisskultur hin zu einem sorgsamen Umgang mit dem Bestand. Ansgar Staudt und Oliver Zbinden von Countdown 2030 erzählen Anne Isopp, wie wertvoll die Gespräche mit den BesucherInnen der Ausstellung waren und warum sie eine Petition gegen den Abrisswahn eingebracht haben.

nextroom fragt:, 08.11.2022

Begegnung am Neusiedler See – Nikolaus Gartner verortet sich

„Der Neusiedler See, wie wir ihn kennen, ist ein artifizieller Naturraum. Das Seeufer, auf dem wir gerade stehen, ist nicht natürlich gewachsen, es wurde aufgeschüttet. Das ist ein exemplarischer Ort für die starken topographischen Veränderungen der letzten 150 Jahre. Der ehemals stark schwankende Wasserstand des Steppensees wurde durch menschliche Eingriffe stabilisiert, das Umland landschaftlich nutzbar gemacht, der Schilfgürtel entstand, und d

Ella Felber, Silvester Kreil, nextroom fragt:, 01.11.2022

Barbara Buser – Bauteile wiederverwenden

Die Schweizer Architektin Barbara Buser ist Vorreiterin im Bauen mit vorhandenen Bauteilen. Schon in den 1990er Jahren gründete sie die erste Schweizer Bauteilbörse. Nun ging sie mit ihrem Baubüro in situ einen Schritt weiter: vom Sammeln, Aufbereiten und Vermitteln von Bauteilen hin zum Bauen mit überwiegend gebrauchten Bauteilen. Das Baubüro in situ errichtete mit dem K.118 einen Pionierbau in Winterthur. Dabei konnte es den CO2-Fussabdruck in der Erstellung um 60 Prozent gegenüber einem vergleichbaren konventionellen Neubau verringern. Für das Klima sei es noch immer das Beste, nichts abzureißen, sagt Barbara Buser. Am liebsten würde sie einen Baustopp auf Zeit verhängen, um nach Alternativen suchen zu können und die Bauwirtschaft von der Linearität in den Kreislauf zu bringen.

Anne Isopp, nextroom fragt:, 25.10.2022

Florian Nagler – Architektur statt Technik

Florian Nagler ist Architekt in München und Professor an der TU München: Dort war er gemeinsam mit seinen Kollegen und Kolleginnen am Forschungsvorhaben „Einfach Bauen“ beteiligt. In Bad Aibling übersetzte er die theoretischen Ergebnisse des Forschungsprojekts „Einfach Bauen“ in gebaute Architektur. Er errichtete drei – auf den ersten Blick gleich aussehende – Häuser, verwendete aber für jedes von ihnen ein anderes Material. Sie zeigen, wie man in überzeugender Architektursprache einfacher bauen kann, mit weniger Technik und mit möglichst einschichtigen Bauteilen, ohne an Wohnkomfort einzubüßen. Anne Isopp sprach mit ihm über die Forschungshäuser und die Folgeprojekte. Das Gespräch ist in ganzer Länge im Podcast Morgenbau nachzuhören.

Anne Isopp, nextroom fragt:, 27.09.2022

Friedrich Pichler – Gemeinwirtschaftliches Handeln

Friedrich Pichler ist Bürgermeister der Stanz, einer Gemeinde im steirischen Mürztal. Die Gemeinde hat sich bereits baukulturell hervorgetan, indem sie den Ortskern revitalisierte. Der dabei neu errichtete Wohnbau mit Lebensmittelmarkt im Erdgeschoss war für den Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit nominiert. Nun ist Stanz auf dem Weg, eine energieautonome Gemeinde zu werden. Der Bürgermeister erzählt, warum ihm das Thema Energie so am Herzen liegt und wie er damit das Gemeinwesen stärken will. Das Statement fing Anne Isopp ein.

Anne Isopp, nextroom fragt:, 13.09.2022

Heidi Pretterhofer – Stadt neu denken

Heidi Pretterhofer, Architektin in Wien und Mitglied im Kuratorium der IBA‘27 in Stuttgart, hält die Nachhaltigkeitsdebatte für eine der derzeit essenziellsten. Gemeinsam mit Michael Rieper hat sie den Club Hybrid in Graz initiiert. Mit diesem Experimentalbau wollen sie in einem städtischen Nebeneinander von Gewerbe, Religion, Bildung und Wohnen ein Miteinander schaffen. Pretterhofer ist überzeugt davon, dass Menschen, die eine Möglichkeit der Teilhabe haben, auch Verantwortung übernehmen. Das Gespräch ist in ganzer Länge im Podcast Morgenbau nachzuhören.

Anne Isopp, nextroom fragt:, 23.08.2022