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Günther Vogt – Landschaft als Park

„Auch in der Stadtplanung ist ein starker Paradigmenwechsel spürbar, und das wird wohl in nächster Zukunft so bleiben: Klimawandel, die Thematik von Biodiversität kündigt sich am Horizont an, in Zeiten von Corona steigt das Bewusstsein über die Bedeutung des öffentlichen Raums, dazu kommt noch die Diskussion zur Innenverdichtung. Aber es stellt sich auch die drängende Frage, wie viel Mobilität wir der Landschaft und somit uns selbst noch zumuten

Martina Pfeifer Steiner, nextroom fragt:, 06.07.2021

Anna Detzlhofer – In Bewegung

„Bewegung an sich ist ein ganz wesentliches Element der Freiraumgestaltung. Ob Park, Straße oder Platz, man erfährt den Freiraum in der Regel gehend oder (rad)fahrend. Aber auch der Zeitfaktor ist in der Landschaftsplanung ein spezielles Thema. Einerseits durch die Jahreszeiten sowie das Wachstum der Pflanzen und Bäume, andererseits ergibt sich eine permanente Veränderung durch die Pflege und Nutzung. Der Freiraum, vor allem in der Stadt, stellt

Martina Pfeifer Steiner, nextroom fragt:, 01.06.2021

Daniel Büchel – reichhaltig

„Reichhaltig ist eigentlich alles, das ganze Environment – ein großer Fundus! Ich bin jemand, der sich komplett auf einen Ort einlässt und diesen im besten Fall noch verstärkt. Ich schaue, welchen Reichtum ich vorfinde und je intensiver und länger ich mich so einem Ort hingebe, umso mehr ist zu entdecken. Ich versuche die Dinge völlig vorurteilsfrei zu sehen, gar alles hat einen Wert für mich. Es gibt fast nichts, was man nicht einsetzen oder ver

Martina Pfeifer Steiner, nextroom fragt:, 11.05.2021

Angelika Bachmann – reichhaltig

„Reichhaltig bedeutet für mich, wie breit gefächert ein Projekt aufgebaut ist, ob es gelingt die vielfältigen Anforderungen zu erkennen und mit dem Entwurf die Antworten zu geben. Der Ort, die Aufgabe und das Vorhandene bilden gleich zu Beginn des Prozesses einen komplexen Verbund und wirken anfangs oft wie ein zu reichhaltiges Essen. In diesem Prozess ist es wichtig die wesentlichen Dinge herauszufiltern, manche Details in gewissen Entwicklungss

Martina Pfeifer Steiner, nextroom fragt:, 06.04.2021

Gabriele Riepl – reichhaltig

„Reichhaltig bedeutet für mich vielfältig und dass etwas einfach, aber komplex ist. Es geht immer darum, dass man im zweiten Schritt, auf weiteren Ebenen Potenzial erkennen kann, dass eine Atmosphäre entsteht, die anregend ist und auch um eine vielschichtige Nutzung. Räume sollen stimulierend sein und Aktivitäten fördern, nicht verhindern. Abgesehen davon, dass ein Konzept immer organisatorisch oder logistisch gut durchdacht sein muss, sollte es

Martina Pfeifer Steiner, nextroom fragt:, 23.03.2021

Mark Gilbert – wegweisend

„Seit Jahren, eigentlich Jahrzehnten, hat die Architektur neue Wege gesucht, ja suchen müssen. Es wurde zunehmend klar, dass es weniger um das Spektakel sowie das Setzen von Macht- und Marktwahrzeichen geht, sondern um das Schaffen einer fairen und gesunden Umwelt. Unsere Prioritäten müssten sich ändern. Man denkt nun an die Städte, die überall wachsen und sich verdichten. Diese Entwicklungen werfen neue Fragen auf: Wie können Ballungsräume leist

Martina Pfeifer Steiner, nextroom fragt:, 09.03.2021

Lina Streeruwitz – reichhaltig

„In unserem Entwurfsprozess spielt Reichhaltigkeit eine große Rolle. Wir gehen eigentlich immer mit überschäumender Energie an die Projekte heran und sprechen oft von einer Startrakete, die erst einmal so eine Zündenergie braucht. Diese kann zwar bis zur Umsetzung abnehmen, aber wenn sie groß genug war, dann bleibt auch viel übrig. Deswegen machen wir sehr gerne Wettbewerbe, weil es in einer Laborsituation noch besser funktioniert diese Startener

nextroom fragt:, 24.02.2021

Ernst Beneder – wegweisend

„Ich möchte das Wortfeld so interpretieren: Man kann immer davon ausgehen, dass ein Raum in den nächsten führt, dass ein Raum nie für sich steht, dass erst die Verkettung oder das In-den-Maßstab-, In-Beziehung-Setzen den Ort auch als Raum begreifbar macht. Ein Ort wird eigentlich erst zu einem solchen, weil ein Weg hin geführt hat und einer wieder wegweist. Und das wäre schon die Metapher, die nicht nur in die Geometrie und die Volumetrie – also

nextroom fragt:, 09.02.2021

Gernot Hertl – reichhaltig

„Die Reichhaltigkeit in der Architektur hat sehr viel mit meiner Motivation zu tun: Die Schönheit an sich, die Freude machen kann, Geborgenheit, die Architektur schaffen kann, die Sinnlichkeit, auf allen Ebenen – das sind Themen, die mich selbst überhaupt zur Architektur gebracht haben. Im täglichen Leben, aber vor allem in der Arbeit funktioniert es im Büro tatsächlich so, dass wir uns schon in der Entwurfsphase viele Sinnlichkeitsfragen stellen

Martina Pfeifer Steiner, nextroom fragt:, 26.01.2021

Tom Lechner – beständig

„Die Entwicklung unseres Büros hat im weiteren Sinne auch mit Beständigkeit zu tun, und dass ich nach dem Studium aufs Land zurückkehrte, wo meine Wurzeln sind. Schon als junger Architekt habe ich mich daher früh sehr intensiv mit der bäuerlichen Alltagsarchitektur, der Bautradition und dem Handwerk auseinandergesetzt. Ich versuchte immer mit den notwendigen Mitteln angemessene Antworten auf den Ort zu finden, und zwar mit inhaltlichen und nicht

Martina Pfeifer Steiner, nextroom fragt:, 12.01.2021

Gus Wüstemann – wegweisend

„Ich denke, dass wir uns in einer Phase befinden, wo wegweisende Veränderungen unumgänglich sind. Das fängt beim Weltklima an und reicht bis zu sozialen demographischen Gesichtspunkten und wie wir leben. Vielleicht müssen wir wieder einen Schritt zurück machen, weniger kommerziell, weniger egoistisch und mehr im Sinne der Gemeinschaft handeln. Das sind auch wichtige Faktoren in der Architektur, die man immer wieder mitdenken sollte, es geht um In

Martina Pfeifer Steiner, nextroom fragt:, 22.12.2020

Markus Innauer – Wandel

"Die Covid Krise wird zweifellos auch in der Architektur einiges verändern. Das Bewusstsein über die eigene Lebenssituation ist größer geworden. Plötzlich kann alles anders sein: man sollte Wohnen mit Arbeiten kombinieren oder Kinder, die nicht mehr in die Schule gehen können, zu Hause betreuen. Vor allem beim Wohnbau wird offensichtlich wie unflexibel die Grundrisskonzepte sind. Es bräuchte viel einfachere Strukturen, die sich den wandelnden Anf

Martina Pfeifer Steiner, nextroom fragt:, 01.12.2020

Tina Gregorič – Wandel

„Der Wandel beinhaltet die Chance auf eine bessere Zukunft. Wir als ArchitektInnen sollten uns nicht mit dem Status-quo oder den geltenden Standards abfinden und müssen uns bewusst sein, für welch großen Prozentsatz von Emissionen sowie Eingriffen in die Umwelt wir zuständig sind. Ob ein gutes oder besseres Projekt, es ist immer eine große Implementierung oder auch eine Zerstörung. Die stetige Frage, ob wir wirklich so viel bauen müssen, ist höch

Martina Pfeifer Steiner, nextroom fragt:, 27.10.2020