nextroom.at

Aluminium-Architektur-Preis 2000

An die Wiener Architektin Elsa Prochazka ging der Aluminium-Architektur-Preis 2000. Ihr eingereichtes Objekt Coca Cola Beverages Wien überzeugte die Jury unter dem Vorsitz von Architektin Bettina Götz, ARTEC, durch die pragmatische und der Bauaufgabe angemessenen Lösung. Als bemerkenswert hervorgehoben wurde der Einsatz von vorfabrizierten Aluminium-Industriepaneelen, der einen Weg für die zukünftige Verwendung des Materials aufzeigt. Die Fassade fand durch die ungewöhnliche Gestaltung Anklang.

In die Schlussrunde schafften es zwei weitere Objekte: Ein Büroneubau in einem Hof des Wiener Rathauses von Architekt Oliver Kaufmann. Die Jury bewertete dieses Objekt als sehr positives Statement für zeitgenössische Architektur in historischer Umgebung. Der innovative Einsatz des Werkstoffes wurde von der Jury beim Objekt "Biwakschachtel aus Alu-Elementen" von Architekt Helmut Ohnmacht hervorgehoben.

Insgesamt wurden der Jury - Georg Baldass (Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten), Bettina Götz (ARTEC, Preisträgerin Aluminium-Architektur-Preis 1998), Mike Guyer (Büro Gigon/Guyer, Architekten, Zürich, Schweiz), Klaus Leitner (Architekturstiftung Österreich) und Mag. Harald Greger (Aluminium-Fenster-Institut) - 28 Objekte zur Bewertung vorgelegt.

Bei der Preisverleihung am 20. Juni 2000 im Ausstellungszentrum im Ringturm in Wien erhielt Elsa Prochazka als alleinige Preisträgerin die eigens für diesen Wettbewerb geschaffene Skulptur "Raum Kappa" von Meina Schellander und einen Geldpreis in der Höhe von 10.000 Euro.

Der Aluminium-Architektur-Preis wird von der Architekturstiftung Österreich und der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten in Zusammenarbeit mit dem Aluminium-Fenster-Institut alle zwei Jahre vergeben. Mit diesem Preis werden herausragende architektonische Leistungen ausgezeichnet, die gestalterische und technische Möglichkeiten von Aluminium aufzeigen.

Aluminium-Architektur-Preis 1998

Eingereicht werden konnten in Österreich ausgeführte Wohnbauten (Einfamilienhäuser und mehrgeschossige Wohnbauten), die nach dem 1. Jänner 1993 fertiggestellt wurden und bei denen der Werkstoff Aluminium in qualitätvoller Weise verwendet wurde. Bei den Einreichungen handelte es sich in erster Linie um Einfamilienhäuser und in weiterer Folge um mehrgeschossige Wohnbauten, Um- und Zubauten sowie Kunstobjekte. Die Jury vertrat die Meinung, dass "die Qualität der eingereichten Arbeiten bemerkenswert ist und ein hohes architektonisches und gestalterisches Niveau repräsentiert" (Juryprotokoll).

Der Hauptpreis ging an das Architektenteam ARTEC, Bettina Götz und Richard Manahl, für den Raum Zita Kern im niederösterreichischen Raasdorf. Die beiden Architekten errichteten einen neuen Bauteil zu einem bestehenden Bauernhof im Marchfeld - einen Arbeitsraum für die Bauherrin, eine Literaturwissenschaftlerin und Landwirtin. Der Raum Zita Kern "besticht durch die konsequente und innovative Verwendung des Baustoffes Aluminium und überzeugt sowohl in Materialanwendung als auch im architektonischen Konzept. Das Haus bietet skulpturelle Qualitäten und stellt eine gelungene Kombination von Altbestand (Steinhaus) und Neubau (Aluminium) dar. Besondere Erwähnung verdient der gekonnte Umgang mit dem Material, dessen Eigenheiten in der Ästhetik (Einbindung in die Umgebung, Berücksichtigung der Lichtreflexionen) Ausdruck finden und damit über die gängige lapidare Verwendung von Aluminium hinausreichen" (Juryprotokoll).

Neben dem Hauptpreis wurden zwei weitere Preise vergeben. Der eine ging an Architekt Dipl.-Ing. Martin Strobl für das Wohnhaus am Steinberg bei Graz. Strobl vereinigte die Tradition mehrteiliger ländlicher Volumina und moderne, offene Raumphilosophie zu einem spannenden architektonischen Statement. Die Verwendung von Aluminium und Glas ermöglichte bei diesem Wohnhaus das bewusste Setzen von großzügigen Öffnungen mit außergewöhnlichen Tageslichteffekten und einem großartigen Panoramablick in die umliegende Landschaft.

Kupelwieser + Plottegg und ihr Projekt "Badezimmer mit aufgeblasenem Aluminium" überzeugten die Jury durch "den künstlerischen Ansatz, der eine gelungene Synthese von Kunst und Architektur darstellt und die spielerische Gestaltung, die Möglichkeiten des Werkstoffes Aluminium erkennen lässt" (Juryprotokoll).