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DAM Preis für Architektur in Deutschland 2009

Seit dem Jahr 1980 bilanziert das Jahrbuch des Deutschen Architekturmuseums die besten Bauten des jeweiligen Jahres und hat sich längst als unverzichtbares Nachschlagewerk und als Wegweiser durch die aktuelle deutsche Architekturszene etabliert. Seit 2007 werden alle im Jahrbuch vorgestellten Bauten auch in einer Ausstellung präsentiert und die besonders herausragende Leistung eines Architekten wird mit dem „DAM Preis für Architektur in Deutschland“ ausgezeichnet. Architekt und Bauherr des preisgekrönten Projektes erhalten jeweils eine Miniatur, die das Haus-im-Haus von O.M. Ungers Architekturmuseum repräsentiert.

Das Deutsche Architekturmuseum vergibt diesen Preis nun zum dritten Mal am 13. November 2009, 19:00, im Rahmen der Ausstellungseröffnung "DAM PREIS FÜR ARCHITEKTUR IN DEUTSCHLAND — Die 26 besten Bauwerke in /aus Deutschland" , für das Betriebsrestaurant des schwäbischen Unternehmens Trumpf in Ditzingen. Der von Barkow Leibinger Architekten, Berlin, entworfene und realisierte Funktionsbau überzeugte die Jury insbesondere durch seine innovative Dachkonstruktion (Tragwerk: Werner Sobek, Stuttgart), das sich aus der Zellenstruktur von Blattstrukturen inspiriert. In der Begründung der Jury heißt es: „Barkow Leibinger gelingt es mit einer faszinierenden Dachkonstruktion, das alltägliche Raumprogramm einer Betriebskantine zu etwas Besonderem zu machen, ein räumliches Erlebnis und eine für die Bauaufgabe nicht selbstverständliche besondere Atmosphäre zu schaffen.“ Der Raum verwandelt sich unter dem Dach zu einem „Schirm, der eine Vielzahl gemeinschaftlicher Aktivitäten überspannt und ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den eigenen Mitarbeitern darstellt“. Das Berliner Büro Barkow Leibinger wurde 1993 von Frank Barkow und Regine Leibinger gegründet. Es zeichnet sich aus durch sein interdisziplinäres Vorgehen und den innovativen Gebrauch von Konstruktionsweisen, Materialien sowie neuen Technologien. Bauherr des 2008 fertiggestellten Betriebsrestaurants ist das Fertigungs- und Medizintechnik-Unternehmen Trumpf mit Hauptsitz in Ditzingen.

Der siebenköpfige Jury aus Architektur-Kuratoren, -Publizisten und -Journalisten unter Vorsitz von Peter Cachola Schmal, Direktor Deutsches Architekturmuseum, wählte den Kantinenbau von Barkow Leibinger Architekten aus 26 nominierten Projekten aus. Den Gewinner und die Nominierungen präsentiert das Deutsche Architektur Jahrbuch 2009/10, das zur Frankfurter Buchmesse 2009 im Prestel-Verlag, München, erscheint.

2007 wurde die Gedenkstätte Hinzert (Wandel Hoefer Lorch und Hirsch), 2008 das Kolumba-Museum, Köln (Peter Zumthor) mit dem DAM Preis für Architektur in Deutschland ausgezeichnet.

ZV-Bauherrenpreis 2009

Die Gewinner stehen fest: 14 Bauten aus ganz Österreich wurden von der Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs (ZV) mit dem Bauherrenpreis ausgezeichnet. Die begehrte Auszeichnung wurde dieses Jahr bereits zum 42. Mal vergeben.

Der Bauherrenpreis zählt zu den wichtigsten österreichischen Architekturpreisen – er ergeht jedoch nicht an Architekturschaffende, sondern an Bauherren und Bauherrinnen. Für beispielgebende Architektur braucht es mutige und verantwortungsvolle Auftraggeber und genau dieses Engagement würdigt der traditionsreiche Preis. Ausgezeichnet werden Objekte, die in intensiver Zusammenarbeit von Bauherren und Architekten entstanden sind. Insgesamt wurden heuer 132 Projekte genannt, deutlich mehr als in den letzten Jahren, 14 davon - verteilt über ganz Österreich - erhalten heuer den begehrten transparenten Würfel. Die Bauherren der prämierten Werke wurden in einem abendlichen Festakt im neuen Südflügel des Linzer Schlossmuseums von ZV-Präsidentin Marta Schreieck sowie Repräsentanten des Landes OÖ und der Stadt Linz vor zahlreich erschienenem Publikum aus ganz Österreich geehrt. OÖ und Linz sind stolze Gastgeber dieser für das Architekturgeschehen impulsgebenden Veranstaltung, die jährlich in einem anderen Bundesland abgehalten wird.

Holzbaupreis Niederösterreich 2009

Zum zehnten Mal wurde der Niederösterreichische Holzbaupreis ausgelobt und die Siegerstatue OIKOS (griech. Hausgemeinschaft) in feierlichem Rahmen an die Preisträger übergeben. Die Auslober des Niederösterreichischen Holzbaupreises, LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka, pro:Holz-Obmann KR Franz Schrimpl und Dr. Alois Geißlhofer vom Bau.Energie.Umwelt Cluster NÖ freuen sich über die hohe Qualität der 46 eingereichten Projekte. 18 innovative Detaillösungen wurden hervorgehoben. Der Hangar 5, zu dem eine ausgewählte Schar von Teilnehmern pilgerte, wurde 2006 mit dem OIKOS ausgezeichnet, somit gab der Ehrenhof des VIP-Centers am Flughafen Wien-Schwechat das perfekte Ambiente für das Jubiläumsdinner.

Das Preisgeld im Gesamtwert von 12.000 Euro teilten sich die Kategoriesieger auf. In der ersten Kategorie Wohnbau/Neubau ging der OIKOS an das Ehepaar Hasenauer in Eichgraben für ihre Schattenbox. Eine gelungene Kombination aus Holzwohnarchitektur und modernem Wohnkonzept, wie die Jury entschied. Platz Nummer eins in der Kategorie Wohnbau/Um- und Zubau konnte das Pflegeheim Mayerling für sich in Anspruch nehmen. In der Kategorie Öffentlicher Bau punktete das Weinlandbad Mistelbach und den Nutzbau entschied die Firma Hauer mit einer eigenen Firmenhalle für sich.

Über Anerkennungs- oder Sonderpreise freuten sich Einreicher der Rekord-Kategorie Öffentlicher Bau: Die Abteilung für Psychiatrie/Psychotherapie-Landesklinikum Thermalregion Baden, die Schneebergbahn für den in 1.800 m Höhe liegenden Bergbahnhof am Hochschneeberg und der Passivhauskindergarten Deutsch-Wagram erhielten eine Anerkennung. Der Sonderpreis ging an das Brückenduett: Antonsbrücke – Furtbrücke für das Eingehen auf die jeweilige landschaftliche Situation.

Entwerfenpreis SS 2009

Fakultät für Architektur und Raumplanung TU Wien

Im Bachelor- und Masterstudium entstehen jedes Semester rund 500 Entwurfsarbeiten im Rahmen von bis zu 40 unterschiedlichen Semesterthemen. Jeweils zu Beginn des Folgesemesters werden die mit „sehr gut“ beurteilten Arbeiten von einer externen Jury beurteilt und daraus die besten mit einem Preis ausgezeichnet.

Diese Arbeiten geben den Blick frei auf die Perspektive junger Menschen auf die Zukunft der Architektur. Wie diese Zukunft – als gebaute Umwelt ebenso wie als professionelle Praxis – tatsächlich aussehen wird, ist heute kaum abschätzbar. Umso wichtiger ist, dass sich die Universität als Freiraum versteht, als Ort des gegenseitigen Vertrauens zwischen Studierenden und Lehrenden, um gemeinsam neue Aufgaben zu erkennen und Lösungen zu entwickeln, die im besten Fall jenseits des aktuellen Horizonts liegen.

Architekturpreis des Landes Steiermark 2008

Am Montag, dem 12. Oktober 2008, gab Andreas Ruby, renommierter Berliner Architekturkritiker und Kurator des Architekturpreises des Landes Steiermark 2008, im Rahmen eines Festakts im Weißen Saal der Grazer Burg den mit Spannung erwarteten Preisträger des Architekturpreises des Landes Steiermark 2008 bekannt. Gewinner der mit 8000 Euro Preisgeld dotierten, vom Land Steiermark durch Kulturlandesrätin Dr. Bettina Vollath verliehenen wichtigsten Auszeichnung für zeitgenössische Architektur in der Steiermark, ist das Einfamilienhaus YUG im steirischen Frauental, entworfen vom Architekturbüro x architekten mit Sitz in Linz und Wien. „Dieses Haus passt an seinen Ort, es passt zu seinen Menschen und es passt in diese Zeit,“ begründete Kurator A. Ruby seine Wahl. Das Haus YUG wird im neu erschienenen Jahrbuch des Haus der Architektur Graz, das am 12. Oktober im Rahmen der Verleihung des Architekturpreises der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, gemeinsam mit elf weiteren für den Architekturpreis nominierten Projekten ausführlich dokumentiert.

Holzbaupreis Kärnten 2009

95 Einreichungen – das ist ein neuer Rekord in der Geschichte des Holzbaupreises Kärnten, der alle zwei Jahre von proHolz Kärnten und dem Napoleonstadel – Kärntens Haus der Architektur ausgeschrieben wird. Im Jahr 2007 waren es 70 Projekte, die bei diesem Wettbewerb eingereicht wurden.

Insgesamt wählten die Juroren, Architekt Univ.-Prof. Roland Gnaiger, Hermann Blumer (ETH Zürich) und der Salzburger Holzbauer Walter Meiberger 14 preiswürdige Objekte. Vergeben wurden drei Holzbaupreise, drei Auszeichnungen, drei Anerkennungen sowie weitere fünf Anerkennungen in der neuen Kategorie „Export“.

Auszeichnung des Landes Tirol für Neues Bauen 2008

Aus den 94 Projekten, die 2008 zum Wettbewerb eingereicht wurden, hat die Jury – Marie-Therese Harnoncourt (the next ENTERprise, Wien), Christian Knechtl (Eichinger oder Knechtl, Wien) und Gerold Schneider (Lech), – neunzehn Projekte in die engere Wahl aufgenommen und besichtigt. Zwei Auszeichnungen und sechs Anerkennungen wurden für Bauten vergeben, die dem Kriterium einer besonders vorbildlichen Auseinandersetzung mit den architektonischen Herausforderungen unserer Zeit sowohl in ästhetischer wie auch in innovatorischer Hinsicht entsprechen.

Juryintern wurde dabei der Begriff "Neues Bauen" als "nachhaltiges Bauen" im Sinne von Gebäuden interpretiert, die ein Umfeld verändern sowie die sozialpolitische Komponente von Architektur herausfordern. Dementsprechend wurden die Projekte ausgewählt, wobei es der Jury weiters ein Anliegen war, durch die Preise und Anerkennungen eine Breite an Positionen und Bauaufgaben sichtbar zu machen.

Im Rahmen einer Festveranstaltung am Donnerstag, 25. September
im aut hat Landesrätin Beate Palfrader die Entscheidung bekanntgegeben und die Auszeichnungen und Anerkennungen überreicht.

Oberösterreichischer Holzbaupreis 2009

Die Zeichen der Zeit stehen auf Innovation, auf lösungsorientierte Ansätze, auf Antworten zu Fragen, die uns eine globale Krise stellt. Wie können wir ressourcen- und umweltschonend bauen?
Wie können wir energieeffizient und sparsam bauen?
Wie können wir zukünftig unsere Lebensqualität sichern?
Und wie sehen die aus Holz gebauten Antworten auf diese Fragen aus?
Die diesjährigen Ergebnisse des oberösterreichischen Holzbaupreises sind schlüssige und überzeugende Antworten auf diese Fragen. In allen Kategorien sind es beispielgebende Projekte, die durch ihre guten Ideen und nachhaltigen Lösungsansätze ganz klar in die Zukunft weisen.

Was ist das Faszinierende an diesen Projekten? Die Qualität liegt heuer in der Vielfalt der Konzepte und Gestaltungsideen, mit deren Realisierung sowohl Verantwortung im Sinne von Energieeffizienz und Ökologie übernommen wurde, als auch architektonische Gestaltungsmöglichkeiten entdeckt, verstanden und interessant umgesetzt wurden. Um diese neue architektonische Qualität zu erläutern, möchte ich an dieser Stelle in einem kurzen Exkurs auf die Wirkungsfelder zwischen Mensch und Raum, zwischen Mensch und Natur, zwischen Mensch und Material eingehen. Wir Menschen sind körperlich, geistig und seelisch extrem anpassungsfähig, wir halten Temperaturen von -39° C bis +80° C aus, wir heilen von körperlichen und seelischen Verletzungen, die in der Umgangssprache als unmenschlich bezeichnet werden. Wie aber sieht unser so genannter menschlicher Lebensraum aus? Der Ort, der Raum, die Natur, wo wir uns wirklich wohlfühlen, wo wir wirklich Mensch sein können, wo wir wachsen und gedeihen, wie wir in der Sprache der Landwirtschaft sagen würden?

Abgesehen von ganz persönlichen Unterschieden ist unser Wohlbefinden und damit die Grundlagen für das Wachstum von Körper, Geist und Seele sehr eng gefasst: Licht, Luft und Wärme bei 22,5° C / 50 % Luftfeuchte und damit Schutz vor Kälte, Hitze, Regen, Sonne und Wind, auf der physiologischen Seite und Schönheit, Begeisterung, Harmonie und Raumklang auf der geistig seelischen Seite. Gute Holzbauarchitektur bewirkt im positiven Fall genau diesen berührenden Gesamteindruck. Diese einzigartige Wirkung in seiner ganzen Tiefe, Höhe und Breite, auch mit dem Herzen zu erkennen ist der Schlüssel für das Verständnis der ausgezeichneten Holzbauprojekte: Die faszinierenden Wirkungen von Raum, Licht, Farbe und Material und im Speziellen des Materials Holz zeigen uns eine enorme Vielfalt von kreativen Möglichkeiten mit der Gestaltung von Holz. Die große Zahl der Einreichungen lässt erkennen, dass das Potenzial des Holzbaus von vielen Architektinnen/Architekten und Zimmermeisterinnen / Zimmermeistern als Chance erkannt wurde und die effiziente, handwerkliche Umsetzung stetig im Wachsen begriffen ist. Jedes eingereichte Projekt ist ein Zeichen für den engagierten Einsatz im Sinne des Holzbaus. Der Anteil von Entwürfen, die das gestalterische Potenzial des Ortes und der Bauaufgabe nutzen, ist leider noch nicht so groß wie er sein könnte. Gedankenlosigkeiten, modische, vom Zeitgeist beeinflusste Formen und gedankenlos aus der Literatur kopierte Versatzstücke prägen eine Vielzahl der Projekte. Dies auch an Orten, die als großartige Inspirationsquelle für kontextuelles Bauen dienen könnten. Gerade das Bauen im Kontext, sowohl landschaftsräumlich wie städtebaulich wäre sehr ausbaufähig. Ich bin auch verwundert, dass so viel sinnloser Zierrat in dieser wirtschaftlich sehr schwierigen Zeit finanzierbar ist.

Das Wesentliche und damit sehr Erfreuliche ist jedoch, dass wir beim diesjährigen oberösterreichischen Holzbaupreis in jeder Kategorie wirklich hervorragende und beispielhafte Projekte prämieren konnten. Besonders die öffentlichen Gebäude BBK in Ried, ASZ in Grieskirchen, die Karlhofschule in Linz, das Schulzentrum in Taufkirchen und die Hafenhalle in Linz zeigen auf, wie politische Verantwortung beim Bauen konsequent und zukunftsorientiert wahrgenommen werden kann. Um wieder auf die Wechselwirkung von Mensch und Raum zurückzukommen: Die Beispiele des diesjährigen oberösterreichischen Holzbaupreises sind hervorragend dazu geeignet, diese Wirkungen zu erleben. Die Bilder, Pläne und Beschreibungen sind nur Hilfsmittel, die das Erlebnis vor Ort nicht ersetzen können. Wenn Sie die Atmosphäre zeitgemäßer Holzbauarchitektur erleben wollen, lade ich Sie ein, diese Gebäude mit Ihrer eigenen Wahrnehmung vor Ort zu sehen: einen Schultag in der Schule in Taufkirchen, eine Arbeitsbesprechung bei Mayr-Melnhof, einen Ferientag im Haus Erica, ein Konzert in der Hafenhalle, die Rückgabe Ihres Altwertstoffs in Grieskirchen, ein Zusammenleben von Generationen am Mondsee, eine Heuernte in Spital am Pyhrn und zum Abschluss einen Workshop in der BBK in Ried. Das Erlebnis vor Ort bedeutet auch die Natur- und Landschaftsräume in die Wechselwirkung der Atmosphären von Holzbauarchitektur zu integrieren und dabei die vielen wunderbaren historischen Holzbauten gedanklich mitzuerleben.

Tradition und zeitgemäße Identität aus dem Potenzial einer neuen Holzbaukultur zu schöpfen und dabei Verantwortung für zukünftige Generationen zu übernehmen, ist die Vision einer Zukunft Oberösterreichs als Holzbauland. (Wolfgang Ritsch, Juryvorsitzender)

Vorarlberger Holzbaupreis 2009

Die Holzbauarchitektur Vorarlbergs ist seit vielen Jahren in ihrer Ästhetik, ihrer kulturellen Bedeutung sowie durch die verwendeten Technologien die innovativste in Europa. Die drei Jurytage waren für uns drei ein sehr intensives und wunderbares (bau)kulturelles Erlebnis.

Hierzulande sind herausragende Holzbauten in einer außerordentlichen Vielzahl vorhanden. Holzbau ist hier auch ein Thema, das im Gegenzug zu anderswo, nicht nur die Architekten bewegt, sondern auch die Bewohner, die Gemeinden und natürlich die hervorragenden Handwerker. Der Holzbau ist im Land ein Teil der lokalen Kultur und der regionalen Identität. Im Bezug auf die Dichte an ausgezeichneten Holzgebäuden ist Vorarlberg sicher weltweit führend. Viele Objekte genügen absolut den internationalen Standards. Weit größere Länder können da (noch) nicht mithalten. Die Initiative „holzbau_kunst“, fungiert seit Jahren als wirksamer Motor dieser Holzbauqualität und dessen Entwicklung.

Jedoch wirkt heute die Vorarlberger Holzarchitektur manchmal wie „auf hohem Niveau routiniert“. Die handwerkliche Qualität ist nach wie vor exzellent. Leider scheint es uns, dass es zur Zeit an Geist, an sozialem Engagement sowie an politischem Mut fehlt, zum Beispiel für einen innovativen individualisierten Geschoßwohnbau und öffentlichen Bauten im urbanen Raum. Abgesehen von einigen couragierten Gemeindebauten in Kleingemeinden, trifft man hier vor allem auf markante Einfamilienhäuser in Holz. In den Städten sind Holzbauten nur spärlich zu finden, hier ist bestimmt noch Überzeugungs- und Informationsarbeit zu leisten. Die Städte scheinen den Holzbau nicht zu kennen oder nicht zu wollen. Dabei sind insbesondere die jungen Architekten anzusprechen, damit sie sich den oft kritischen Fragen von Seite der Bauherren stellen können und sich um energieeffiziente und baustofflich nachhaltige Architektur kümmern können. Bedauerlich ist auch, dass sich die meisten jungen Architekten weit weniger um energieeffiziente und baustofflich nachhaltige Architektur bemühen, als ihre älteren Kollegen.

Als Jury, wünschen wir uns, dass in Vorarlberg mehr größere Objekte, gerade im Rheintal, in Holzbauweise realisiert werden. Es braucht hierzulande ein Vordringen der Holzarchitektur in neue Bautypen, wie mehrgeschossigen städtischen Bauten oder gar Türme. Sonst wird diese Region ihre Vorreiterrolle verlieren und damit an baukultureller Attraktivität und innovativem Image.

Das Motto „Stadt Land Holz“ weist den Weg. Die Voraussetzungen sind gegeben. Jetzt braucht es das Tun aller Beteiligten.

Steirischer Holzbaupreis 2009

Verliehen wurde der „Steirische Holzbaupreis“ am 19. Juni 2009 in Schloss Unterpremstätten von den Auslobern und den Partnern Land Steiermark, die Raiffeisenlandesbank, Bioofenwerk sowie Mayr-Melnhof/Kaufmann.

„Richtungsweisende Holzbauten auszuzeichnen“ war ein Kriterium der Auslober Oskar Beer, Holzbau-Innungsmeister, Josef König, „Besser mit Holz“-Obmann, und Heinz Gach, Obmann von proHolz Steiermark, für den alle zwei Jahre vergebenen „Steirischen Holzbaupreis“. 2009 hat die Jury unter dem Vorsitz von Holzbau-Professor Gerhard Schickhofer neun Preisträger gefunden.

Ziel des Steirischen Holzbaupreises ist, anhand der prämierten Holzbauten die Vielseitigkeit des Baustoffes Holz zu zeigen. Denn Holz ist ein natürlicher High-Tech-Baustoff, dessen Grenzen der Leistungsfähigkeit noch lange nicht erreicht sind. Die Holzbaubetriebe haben es geschafft, den Bogen vom traditionell bewährten Holzbau zur Baukultur des 21. Jahrhunderts zu spannen. Vor allem im Niedrigenergie- und Passivhausbereich ist der Baustoff Holz eindeutig die Nummer eins.

Architekturpreis Region Steyr 2009

Die IG Architektur Steyr lobte heuer zum zweiten mal den Architekturpreis für die Region aus. Unter knapp vierzig Einreichungen wählten die Juryvorsitzenden zehn mögliche Siegerprojekte aus. Ausserdem gab es die Möglichkeit, im Rahmen eines Publikumspreises, im Internet mitzustimmen. Es wurden ca. 40 Projekte eingereicht.Ende Mai 2009 wurde der Architekturpreis Region Steyr 2009 vergeben:

1. Preis: Altstadthaus Schlüsselhofgasse, Steyr
Planung: Hertl.Architekten ZT GmbH, Steyr

Anerkennung: Haus P., Steyr
Planung: Poppe.Prehal Architekten ZT GmbH, Steyr

Anerkennung: Eurosparmarkt Ternberg
Planung: archinauten Dworschak-Mühlbachler, Linz

Anerkennung: Schwimmschule Steyr
Planung: Luger & Maul Architekten, Wels

Anerkennung: Fachhochschule Steyr
Planung: Arch. Mag.arch. Werner Neuwirth, Wien

Publikumspreis:
Wohnhaus Brunmayr, Dietach
Planung: BOA Architects, Linz

Jury:
Alexander Vohl; BDA Architekt Stuttgart
Henning Erhardt; BDA Architekt Stuttgart
Dietmar Spanring; Vizebürgermeister
Gunther Mayrhofer; Stadtrat
Martin Dunst; Redakteur OÖN

Aluminium-Architektur-Preis 2004

An den Grazer Architekten Ernst Giselbrecht ging der Aluminium-Architektur-Preis 2004. Ausgezeichnet wurde er für das Projekt Biokatalyse der Technischen Universität Graz.

Die Jury entschied sich für diese Einreichung, da bei diesem Projekt Aluminium sehr intelligent eingesetzt wurde und eine architektonisch ansprechende und werkstoffgerechte Lösung entstanden ist.

Für Giselbrecht ist die Biokatalyse ein Zeichen für die Neupositionierung der Technischen Universität Graz. Der sechsgeschossige Kubus hat eine sehr differenzierte Nord- und Südfassade, welche unter Einsatz eines Aluminium-Profil-Systems realisiert wurde. Die Südseite wird von einem vorgesetzten Sonnenschutz mit Faltelementen aus perforiertem Alublech dominiert. Farbigkeit und Struktur sind dynamische Fassadenelemente, die symbolhaft die fortwährende Neupositionierung der aktuellen Forschung zeigen. Die Veränderbarkeit der Fassadenflächen und die Farbigkeit definieren die Fassade immer wieder neu.

Der Preis wurde von der Architekturstiftung Österreich, der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten und dem Aluminium-Fenster-Institut (AFI) heuer zum vierten Mal vergeben.

Der Architekt erhielt ein Preisgeld in der Höhe von 10.000 Euro. Der Bauherr der Biokatalyse – die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) – wurde mit einer eigens für diesen Wettbewerb geschaffenen Skulptur des österreichischen Künstlers Manfred Wakolbinger ausgezeichnet.

In die Schlussrunde kamen drei weitere Einreichungen, die von der Jury mit besonderer Anerkennung hervorgehoben wurden:

Ein Dachaufbau in Wien von Delugan-Meissl, das Multifunktionszentrum Loisium in Langenlois von Steven Holl in Kooperation mit dem Architekturbüro Sam Ott-Reinisch und die WC-Anlage eines Wiener Kaffeehauses von Architekt Manfred Wolff-Plottegg.

Insgesamt wurden der Jury – Arch. Mag. arq. Laura P. Spinadel, BUS architektur, Dr. Silvia Renezeder, SEG Stadterneuerungs- und Eigentumswohnungsgesellschaft m.b.H., Arch. Dipl.-Ing. Karim Najjar, Preisträger Aluminium-Architektur-Preis 2002, Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Wagner, Akademie der Bildenden Künste, und Ing. Andreas Renner, Aluminium-Fenster-Institut – 36 Projekte zur Bewertung vorgelegt.

Die Preisverleihung fand am 25. Juni 2004 um 18 Uhr im BA-CA-Kundenzentrum Wien Mitte, Vordere Zollamtsstraße 13, statt.

Architekturpreis Land Salzburg 2008

Mit 60 Einreichungen wurde beim heurigen 11. Preis nicht nur die höchste Zahl an Bewerbungen erreicht, sondern es gab auch erstmals mehr Einreichungen von Objekten auf dem Land.

Der Preis wurde dieses Jahr einstimmig einem Objekt auf dem Land verliehen. Es ist von höchster architektonisch-künstlerischer Qualität und kann als beispielhaft für die Auseinandersetzungen mit architektonischen Problemen und Fragen unserer Zeit gelten.

Die Jury würdigte das insgesamt hohe Niveau der Einreichungen, indem sie für vier Bauten Anerkennungen aussprach und diese mit deren besonderen städtebaulichen Qualitäten begründete. Die Jury wollte mit dieser Entscheidung gezielt – neben die baukünstlerische Leistung der Preisträger Flöckner/Schnöll – die drängenden urbanistischen Probleme, die unterschiedlichen Gewichtungen vom Bauen in der Stadt gegenüber jenem auf dem Land hervorheben.

Das mit EUR 7.500,- dotierte Stipendium wurde heuer an den gerade erst 30jährigen Gerhard Feldbacher vergeben, der mit seinem „Plugin-Turm“ sowohl architektonisch-künstlerisches Entwerfen und Gestalten als auch abstrakt wissenschaftliches Denken miteinander zu vereinen versteht. Diese Verbindung scheint gerade in Bezug auf die Zukunft der Architektur von hoher Bedeutung zu sein

JURY
Arch. DI Gerd Erhartt (querkraft architekten, Wien)
Dipl. Ing Michael Hofstätter (Pauhof Architekten, Wien)
Dr. Norbert Mayr (Architekturtheoretiker und -publizist Salzburg)
Dipl. Ing. Gerhard Mitterberger (Architekt Mitterberger, Graz)
Dipl. Ing. Kim Thornton (kmt / office for architecture, landscape & urbanism, Wien/Radstadt)


PREISTRÄGER

Haus 47° 40’ 48’’ N / 13° 8’ 12’’ E
Adnet, Salzburg Land
Architekten: Dipl. Ing. Maria Flöckner und Mag. Arch. Hermann Schnöll (Salzburg)
Bauherr: Friedrich Ebner und Heike Kröpelin


ANERKENNUNGEN

Gusswerk Area
Salzburg Stadt
Architekten: lp architektur (Altenmarkt); hobby a. (Salzburg); Forsthuber-Scheithauer-Architekten (Salzburg)
Bauherr: Gusswerk Eventfabrik GmbH, Immo Partner Immobilien GmbH

Neue Mitte Lehen
Salzburg Stadt
Architekten: Architekturbüro HALLE 1 (Salzburg)
Bauherr: Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft „Salzburg” (Bauteil Ost), UBM Realitätenentwicklung AG (Bauteil West)

Volksbank Salzburg
Salzburg Stadt
Architekten: BKK-3 ZT GmbH (Wien)
Bauherr: Volksbank Salzburg

Wohnanlage Lanserhofwiese
Salzburg Stadt
Architekten: Wimmer Zaic Architekten (Salzburg)
Bauherr: Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft m.b.H.


STIPENDIUM

Dipl. Ing. Gerhard Feldbacher (Salzburg)
Projekt: „Plug-in-Turm“

Die Ausstellung zeigt bis 23. Januar 2009 alle von der Jury in die Bewertung aufgenommenen Einreichungen und bietet einen guten Überblick über das Baugeschehen der letzten zwei Jahre in Stadt und Land Salzburg.

Der Katalog zur Ausstellung kann über das Büro der Initiative Architektur bezogen werden und stellt die ausgezeichneten sowie alle anderen eingereichten Projekte vor.

ZV-Bauherrenpreis 2008

Die Zentralvereinigung der Architekten Österreichs (ZV) hat am Freitag, 14. November 2008 acht Bauvorhaben aus ganz Österreich mit dem Bauherrenpreis ausgezeichnet. In diesem Jahr war der Landesverband Vorarlberg für die Organisation verantwortlich. Alle eingereichten Projekte waren bis 19. November in einer Ausstellung im Palais Thurn & Taxis in Bregenz zu sehen.

Die Preisträger sind die Appartementanlage S.U.N. mit Veranstaltungsbereich in Matrei/Osttirol; das Gusswerk Areal, ein Büro- und Gastronomiezentrum in Salzburg; die alte Diakonie in Salzburg, wo an Stelle des alten Krankenhauses ein neues Wohn-, Büro- und Gesundheitszentrum entstand; die moderne Autobusgarage Leopoldau in Wien sowie der Schülerhort Kaysergarten in Innsbruck.

Drei Vorarlberger Bauvorhaben sind unter den diesjährigen Siegern des Österreichischen Bauherrenpreises: Der Freihof Sulz war ein verfallener Landgasthof, der umfangreich saniert wurde. Mit dem Stampflehmhaus Rauch entstand in Schlins ein Wohnhaus in Stampflehmbautechnologie. Und das Dorfzentrum Langenegg überzeugte die Jury durch den verbindenden Charakter der neuen Ortsmitte.

„Impulse für Kreativität am Bau“
Die acht Preisträger wurden am frühen Abend bei einem Festakt im Palais Thurn & Taxis in Bregenz von ZV-Präsidentin Marta Schreieck bekannt gegeben und von Landeshauptmann Herbert Sausgruber ausgezeichnet. „Vorarlberg hat sich zum Zentrum der zeitgenössischen Architektur in Europa entwickelt. Durch ein modernes Baugesetz, aber auch durch die Wohnbauförderung des Landes schaffen wir Impulse für Innovation und Kreativität am Bau“, sagte Sausgruber. Eine neue Herausforderung für Architekten und Bauherren sieht Marta Schreieck: „Bauherren betrachten ein Gebäude nicht mehr nur als die Erfüllung eines individuellen Bauwunsches, sondern fühlen sich der Gesellschaft verpflichtet und tragen zur Verbesserung unseres Lebensraumes bei."

Der Bauherrenpreis ist einer der wichtigsten österreichischen Architekturpreise und wird dieses Jahr zum 41. Mal vergeben. Die Architektenvereinigung zeichnet damit außergewöhnliche Bauvorhaben oder Garten- und Landschaftsplanungen aus, die durch intensive Zusammenarbeit von Bauherren und Architekten entstanden sind. „Für qualitätsvolle und außergewöhnliche Architektur braucht es mutige Bauherren“, sagt Andreas Cukrowicz, Präsident des Vorarlberger Landesverbands der ZV. „Dieses Engagement wollen wir würdigen.”

Österreichweit sind dieses Jahr 103 Projekte für den Bauherrenpreis eingereicht worden. Die Jury bestand aus vier international bekannten Architekten: Armand Grüntuch (Grüntuch-Ernst-Architekten, Berlin), Markus Geiswinkler (Büro Geiswinkler & Geiswinkler, Wien), Jakob Dunkl (Büro Querkraft, Wien) sowie Rainer Köberl aus Innsbruck.

Jury besuchte alle eingereichten Bauwerke

„Alle eingereichten Bauwerke wurden von Juroren des Bauherrenpreises besucht. Bei vielen dieser Projekte waren Bauherren und Architekten anwesend”, sagt Jurymitglied Rainer Köberl. “Es war eine Freude und Überraschung, zu erleben, dass es in unserem Land so zahlreiche engagierte und lebendige Partnerschaften zwischen Bauherren und Architekten gibt”, so Köberl.

Alle eingereichten Projekte waren vom 14. bis 19. November 2008 in der Bauherrenpreis-Ausstellung im Künstlerhaus Palais Thurn & Taxis, Gallusstraße 10 in Bregenz, zu sehen. Zur Finissage hielt Architekt Dietmar Eberle vom Architekturbüro Baumschlager-Eberle (Lochau) am Mittwoch, 19. November, um 20 Uhr einen öffentlichen Vortrag.


Kontakt Bauherrenpreis 2008

ZV Vorarlberg
Realschulstraße 6 –7
6850 Dornbirn
HEIKE SCHLAUCH, Vizepräsidentin ZV Vorarlberg
Tel +43-699-10634882
schlauch@zv-vorarlberg.at

Presse Bauherrenpreis 2008

Pzwei. Pressearbeit
Katrin Neef
Plattenstraße 5
A-6900 Bregenz
Telefon +43 5574 44715
Fax +43 5574 44715-10
Mail office@pzwei.at

Aluminium-Architektur-Preis 2008

An die ARGE Elsa Prochazka Architekturbüro und Baumschlager Eberle P.ARC ZT GmbH ging der Aluminium-Architektur-Preis 2008. Ausgezeichnet wurde diese Arbeitsgemeinschaft für das Projekt Wohnhausanlage Attemsgasse in Wien – einem geförderten Wohnbau.

Die Jury entschied sich für diese Einreichung, da hier bei einem geförderten großvolumigen Wohnbau der Einsatz von Aluminium gezeigt wird und weil mit dieser Materialwahl sowohl eine Wertschätzung der Bewohner zum Ausdruck kommt, als auch das Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit gelegt wird. Als bemerkenswert wurde die ungewöhnliche Verkleidung eines Massivbaus in Leichtbauweise – die architektonisch ausgezeichnet gemeistert wurde – hervorgehoben. Die Jury hat die beiden Bauteile trotz der unterschiedlichen Handschrift als homogenes Ensemble mit hoher architektonischer und städtebaulicher Qualität beurteilt.

Lobende Erwähnung für Architekten Heinz-Mathoi-Streli
In die Schlussrunde kam eine weitere Einreichung, die von der Jury mit einer „Lobenden Erwähnung“ hervorgehoben wurde: Diese ging an die Architekten Heinz-Mathoi-Streli Ziviltechniker GmbH für die Aufstockung der Frauen-Kopfklinik in Innsbruck. Dieses Projekt überzeugte insbesondere durch die gelungene Verbindung von Alt und Neu. Mit der auf dem Bestand gleichsam schwebenden Alubox werden wesentliche Vorteile des Werkstoffes – Leichtigkeit und Eleganz – in vorbildlicher Weise demonstriert.

Jury wählte aus 33 Einreichungen aus
Insgesamt wurden der Jury – Arch. Dipl.-Ing. Richard Freisinger, Preisträger Aluminium-Architektur-Preis 2006, Dipl.-Ing. Neli Rachkova-Anastassova, Verein frauen bauen, Ing. Andreas Renner, Aluminium-Fenster-Institut, Arch. Dipl.-Ing. Harald Saiko, Architekturstiftung Österreich, und Arch. Mag. arch. Walter Stelzhammer, Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten – 33 Projekte zur Bewertung vorgelegt.

Der Preis wurde von der Architekturstiftung Österreich, der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten und dem Aluminium-Fenster-Institut (AFI) heuer zum sechsten Mal vergeben.

Staatspreis Architektur 2008 für Tourismus und Freizeit

Staatspreis Architektur 2008 Tourismus und Freizeit geht an die Architekten tatanka ideenvertriebsgmbh aus Mils in Tirol sowie Gogl + Partner in Linz und die Bauherren Andrea und Christian Harisch für das Hotel Schwarzer Adler in Kitzbühel

Der Sonderpreis „Alt & Neu“ geht an cukrowicz nachbaur architekten zt GmbH aus Bregenz und die Stadt Dornbirn für das Stadtbad Dornbirn.

Im Rahmen einer Festveranstaltung im Palais Eschenbach wurde am 22. Oktober 2008 der Staatspreis Architektur 2008 für Tourismus und Freizeit durch Staatssekretärin Christine Marek verliehen.

Eine hochkarätige Fachjury (Michaela Gutmann, Eva Guttmann, Christian Kühn, Rüdiger Lainer, Wolfgang Polzhuber, Michaela Reitterer, Gabriele Riepl, Walter Stelzhammer) hat die Preisträger, die bei der Preisverleihung feierlich bekannt gegeben und geehrt wurden, aus knapp 80 Einreichungen ausgewählt.

Balthasar-Neumann-Preis 2008

Der Balthasar-Neumann-Preis, der explizit die Zusammenarbeit von Architekten und Ingenieuren thematisiert und fordert, wird am 6. Juni 2008 in der Würzburger Residenz an FAM Arquitectura y Urbanismo SLP, Madrid, mit Schlaich Bergermann und Partner, Stuttgart, für das Mahnmal für den 11. März in Madrid verliehen. Der Preis, der seit 1994 alle zwei Jahre gemeinsam von db - deutsche bauzeitung und dem Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) verliehen wird, ist mit 10.000 Euro dotiert.
In diesem Jahr wurde er von Autodesk gefördert.
Die Jury (H.G. Merz, Stuttgart; Josef Seiler, Karlsruhe; Christoph Schild, Hamburg; Elisabeth Plessen, Stuttgart; Ralf Wörzberger, Düsseldorf; Armand Grüntuch, Berlin; Gerhard Hausladen, München) überzeugte die Vielschichtigkeit des Entwurfs sowohl auf inhaltlicher als auch konstruktiver Ebene. Dadurch wurde im Stadtbild ein sehr präsenter Ort kollektiven Erinnerns geschaffen, der gleichzeitig wie dematerialisiert wirkt. Die konsequente Materialwahl der Glasblöcke, für die eine innovative Klebeverbindung entwickelt wurde, und der ETFE-Folie lässt bei Tag einen fast sakralen Raum des Gedenkens entstehen, der nachts zu einem Signet im Stadtbild wird.
Es wurden insgesamt 106 Projekte eingereicht.

Balthasar-Neumann-Preis 2008:
• Mahnmal 11. März, Madrid
Architekten: FAM Arquitectura y Urbanismo SLP, Madrid
Ingenieure: Schlaich Bergermann und Partner, Stuttgart

Anerkennungen (Acknowledgement):
• Letzigrund Stadion, Zürich (CH)
Architekten: Bétrix & Consolascio Architekten, mit Eric Maier, Erwin Gruber, Erlenbach
Ingenieure: Walt & Galmarini AG, Zürich
Planergemeinschaft:
ARGE Bétrix & Consolascio Architekten, Erlenbach; Frei & Ehrensberger Architekten, Zürich; Walt & Galmarini AG, Zürich
Bauingenieure Betonbau: BlessHess AG, Luzern
• Gemeindezentrum Ludesch (A)
Architekten: Hermann Kaufmann ZT GmbH, Schwarzach
Ingenieure: IBO – Österreichisches Institut für Baubiologie und Bauökologie, Dornbirn
• Dokumentationshaus Hinzert
Architekten: Wandel Hoefer Lorch, Saarbrücken
Ingenieure: Schweitzer Ingenieure, Saarbrücken
• Tram Stop, Alicante
Architekten: Subarquitectura, Alicante
Ingenieure: Sercal S.L., Consulting Engineers, Alicante
• Weingut Gantenbein, Fläsch (CH)
Architekten: Bearth & Deplazes Architekten AG, Chur/Zürich, Valentin Bearth, Andrea Deplazes, Daniel Ladner
Fassade: in Zusammenarbeit mit Gramazio & Kohler Architekten, Zürich
Fabrikation: Prof. Matthias Kohler, Prof. Fabio Gramazio, Lehrstuhl für digitale Fabrikation ETH Zürich
Ingenieur: Jürg Buchli, Bauingenieur, Haldenstein

Engere Wahl (Shortlist):
• Olympia Skisprungschanze, Garmisch-Partenkirchen
Architekten: (Entwurf und Planung Skisprungschanze, Aufsprungbauwerk und Außenanlagen) terrain: loenhart&mayr architekten und landschaftsarchitekten, München
(Entwurf und Planung Sprungrichtergebäude und Schanzentechnik) Sieber + Renn Architekten, Sonthofen
Ingenieure: Mayr Ludescher Partner, München
• Hochschule für Technik und Wirtschaft, Aalen
Architekten: MGF Architekten GmbH, Stuttgart
Ingenieure: Ingenieurgruppe Bauen, Karlsruhe
• FRABA Produktionsgebäude, Slubice (PL)
Architekten: BeL Architekten, Köln
Ingenieure: Ove Arup & Partners, Warschau
• Bürohaus Dockland, Hamburg
Architekten: BRT Architekten, Bothe Richter Teherani, Hamburg
Ingenieure: Dr. Binnewies Ingenieurgesellschaft mbH, Hamburg

Die Arbeiten werden in der db 6/2008 ausführlich dokumentiert.

Der fränkische Baumeister Balthasar Neumann verkörpert den Leitgedanken des von der db und dem BDB gestifteten Preises: Als »Ingenieurarchitekt« gab Neumann Antworten auf die typischen Bauaufgaben seiner Zeit; einzigartig führte er fantastische Raumkonzeptionen im Wechselspiel mit souveräner Beherrschung ingenieurtechnischen Wissens zu erlebbarer Wirklichkeit zusammen.

Brick Award 2008

Die Wienerberger AG (Wien) verlieh am 3. April 2008 zum dritten Mal den mit insgesamt 21.000 Euro dotierten „Brick Award“. Seit 2004 werden mit dem „Brick Award“ alle zwei Jahre die kreativsten Ziegelarchitekturen der Welt sowie deren Architektinnen und Architekten ausgezeichnet.

Insgesamt wurden zum „Brick Award ’08“ 255 Projekte aus 19 Ländern durch Architekturkritiker eingereicht. Die Zahl der Einreichungen hat sich damit seit 2004 (120) mehr als verdoppelt. Aus dieser Vielzahl an Projekten kürte eine hochkarätig besetzte internationale Expertenjury, unter dem Vorsitz des britischen Architekten George Ferguson, drei Sieger. Die ausgewählten Objekte kommen aus Deutschland, der Schweiz und Finnland. Darüber hinaus wurde je ein Sonderpreis in die Niederlande sowie in die Schweiz vergeben. Bei der Wahl der prämierten Einreichungen waren neben der innovativen äußeren architektonischen Gestaltung und dem Umgang mit dem Material auch die Funktionalität der Gebäude ausschlaggebende Kriterien. Neben dem britischen Architekten George Ferguson gehörten Ferenc Cságoly aus Ungarn, einer der beiden Sieger des Brick Award ’06, sowie die Architekten Lipa Goldstein aus Frankreich, Mart Kalm aus Estland und Ryszard Jurkowski aus Polen der unabhängigen Expertenjury an.