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Holzbaupreis Niederösterreich 2006

Genau fünf Monate nach dem offiziellen Start für den heurigen Holzbaupreis ging dieser am 12. Oktober im Rahmen einer Abendgala in der Donau-Universität in Krems über die Bühne. Die Auslober LR Wolfgang Sobotka, KR Franz Schrimpl von pro:Holz Niederösterreich und DI Peter Sattler vom Holz Cluster Niederösterreich hatten die Ehre, die begehrte Holzbaupreistrophäe OIKOS sowie ein Preisgeld in der Höhe von 12.000 Euro an die siegreichen Projektanten zu übergeben. Als Austragungsort wurde heuer das Audimax der Donau Universität Krems gewählt, wohin die Gäste zur feierlichen Abendgala geladen werden.

Wie schon in den vergangenen Jahren auch, werden heuer wieder vier Kategorien – Wohnbau/Neubau, Wohnbau/Um- und Zubau, Öffentlicher Bau und Nutzbau – prämiert, als Zusatzkategorie konnten die Einreicher heuer erstmalig auch in die Zusatzkategorie „Innovative Detaillösung“ einreichen, wo zusätzlich bauliche Besonderheiten von der Jury unter die Lupe genommen wurden.
In den letzten Monaten sind über 50 Projekte beim Holz Cluster eingelangt, die die Jury unter der Leitung von Univ.-Prof. Arch. DI Dr. Martin Treberspurg am 6. September begutachtete und bewertet hatte. Tags darauf wurden dann die nominierten Objekte im Rahmen einer Exkursion von der elfköpfigen Jury noch einmal angesehen, um sich vor Ort ein umfangreiches Bild der Einreichungen machen zu können.

„Wir sind sehr stolz, dass der Holzbaupreis auch heuer wieder ein so enormes Echo hervorgerufen hat. Dies sehen wir nicht nur an der quantitativen Seite der Einreichungen sondern speziell auch an der kontinuierlichen Steigerung der Qualität der Objekte“, so Mitauslober und Preisorganisator DI Peter Sattler vom Holz Cluster Niederösterreich.

Information:
Holz Cluster Niederösterreich ecoplus. GmbH
Landhausboulevard 29-30, Haus 5, 3109 St. Pölten
Tel.: 02742 / 22 776 DW 0
Fax: 02742 / 22 776 DW 44
Email: holzbaupreis@ecoplus.at
Homepage: www.holzbaupreis-noe.at

Staatspreis Architektur & Nachhaltigkeit 2006

Im Rahmen der Klimaschutzinitiative klima:aktiv vergibt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft im Jahr 2006 erstmals den Österreichischen Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit.

Am 9. Oktober wurde im Rahmen einer Festveranstaltung in der Otto-Wagner Postsparkasse die Urkunden für die 14 nominierten Projekte durch das Lebensministerium übergeben. Für den Sektionschef Günther Liebel vom Umweltministerium war es eine Freude stellvertretend für Bundesminister Josef Pröll die fünf Staatspreisträger zu ehren.

Lobende Worte über die hohe Qualität dieser Gebäude betreffend ihrer Architektur, Energieversorgung und Wirtschaftlichkeit kamen vor allem seitens der Jury.

Herbert Greisberger, Programmmanager von klima:aktiv haus und Organisator des Staatspreises betonte die langfristig positiven Folgewirkungen durch den Staatspreis: „Architektur, die auf Nachhaltigkeitskriterien aufbaut, entspricht dem Baustandard der Zukunft. Die ausgezeichneten Projekte sind damit wichtige Vorreiter, an denen sich ArchitektInnen, Bauherren und letztlich auch die NutzerInnen von Gebäuden ein Beispiel nehmen können.“

Roland Gnaiger sprach ein großes Lob über die hohe Qualität dieser Projekte aus: "Es ist eine reine Freude: Intelligente Häuser, selbstregulierend, vernetzt, mehr Energie produzierend als verbrauchend - und auch noch schön! Dieser Staatspreis ist Motor und Reflektor. Es ist zu wünschen, dass er den österreichischen ForscherInnen- und ErfinderInnengeist auch weiterhin ermuntert und beflügelt und der Wirtschaft jene Impulse verleiht, die in den prämierten Beispielen bereits zum Tragen kommen."

Neues Bauen in den Alpen 2006

Am Wochenende vom 03.03.06 – 05.03.06 fand in Zürich die dritte Jurysitzung von “Neues Bauen in den Alpen _ Architekturpreis 2006“ statt. Die Jury, bestehend aus Prof. Friedrich Achleitner (Wien), Prof. Sebastiano Brandolini (Mailand), Prof. Manfred Kovatsch (München), Prof. Bruno Reichlin (Genf) und Landschaftsarchitekt Günther Vogt (Zürich) bestimmte auf dieser letzten Sitzung die Preisträger des diesjährigen Architekturpreises. Zur Begutachtung standen insgesamt 419 Projekte an. Davon wurden 134 vor Ort besichtigt. Ausgezeichnet werden letztlich 31 Bauwerke. Den Ersten Preis erhalten die Architekten von zwei Projekten zu gleichen Teilen: Gion A. Caminada aus Vrin (CH) für sein Mädcheninternat Kloster Disentis (CH) sowie Rainer Köberl und Astrid Tschapeller aus Innsbruck (A) für den Supermarkt MPREIS in Wenns (A).

Weitere 29 Bauwerke erhalten eine Auszeichnung:
Aebi + Vincent; Bern _ Berghaus Niesen, Mülenen (CH)
Angonese Boday Köberl; Kaltern/ Innsbruck _ Weingut Manincor, Kaltern (I)
Bieler, Walter; Bonaduz _ Laaderbrücke, Nesslau (CH)
Castelletti, Marco; Erba _ Stabilimento balneare sul Lago del Segrino, Eupilio (I)
Clavuot, Conradin; Chur _ Haus Wieland-Held, Felsberg (CH)
Clerici Balzarotti Architetti; Milano _ Due Baite Walser, Alagna Valesia (I)
Conzett, Bronzini, Gartmann; Chur _ Pùnt da Suransuns Viamala (CH)
Conzett, Bronzini, Gartmann; Chur _ Traversinersteg 2 Viamala (CH)
Cukrowicz Nachbaur Architekten; Bregenz _ Haus für einen Zimmermann, Hittisau (A)
Delueg, Siegfried; Brixen _ Fernheizwerk Sexten (I)
Fügenschuh Hrdlovics Architekten, Zirl; MPREIS Wildschönau (A)
Geninasca & Delefortrie, Neuchâtel, Passerelle sur l'Areuse, Canton Neuchâtel (CH)
Gutmorgeth, Erich, Innsbruck; Kindergarten und Gemeindezentrum Inzing (A)
Henke & Schreieck, Wien; Parkhotel Hall in Tirol (A)
Kaufmann, Hermann, Schwarzach; Biomasseheizwerk Lech (A)
Loeliger Strub Architektur GmbH, Zürich; Hofstatt zur Stiege in Bürglen (CH)
Luger & Maul, Wels; Badehaus am Attersee (A)
Marte.Marte, Weiler; Frödischbrücke Zwischenwasser (A)
Olgiati, Valerio, Chur; Das Gelbe Haus, Flims (CH)
Pedrozzi, Martino, Lugano; Restauro cascina, Restauro rovina di cascina, Valle di Blenio (CH)
Perrault, Dominique, Paris; MPREIS Zirl (A)
Riepl und Riepl Architekten, Linz; Hösshalle, Hinterstoder (A)
Romegialli, Gianmatteo e Roberto, Morbegno; Casa alpina delle guide, Comune di Valmasino (I)
Schnizer, Thomas, Wien; Betriebsanlage und Straßenbauamt Klagenfurt (A)
Seelos, Helmut, Innsbruck; MPREIS Tannheim (A)
Signorell, Gioni, Chur; Ortsgestaltung Domat Ems (CH)
Tognola, Giorgio e Michele, Losone; Casa Nembrini-Bertogliati, Gudo (CH)
Wissounig, Dietger, Graz; Altenwohn- und Pflegeheim, Steinfeld (A)
Zumthor, Peter, Haldenstein; Haus Luzi, Jenaz (CH)

Darüber hinaus wurden zwei Sonderpreise vergeben:
Der Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhält Architekt Othmar Barth aus Brixen.
Die MPREIS Warenvertriebs GmbH Völs erhält einen Sonderpreis für Bauherren.
Sie wird ausgezeichnet für ihr Engagement für hochwertige Architektur bei der Errichtung von Handelsund Gewerbebauten.

Der von der Initiative SEXTEN KULTUR vor 14 Jahren ins Leben gerufene Preis für beispielhafte Architektur in den Alpen war im Juni letzten Jahres erneut ausgelobt worden. Nach 1992, 1995 und 1999 wird er heuer zum vierten Mal verliehen. In der diesjährigen Auflage erfolgt die Vergabe des Preises in Zusammenarbeit mit Kärntens Haus der Architektur 'Napoleonstadel' in Klagenfurt.

Die Resonanz auf die Aufforderung zur Teilnahme war mit insgesamt 419 vorliegenden Projekten selbst für die Initiatoren überraschend stark. Teilnahmeberechtigt waren Arbeiten, die sich im Alpenraum befinden und nach dem 01.01.1998 fertig gestellt wurden.

Die hohe Anzahl an zugesandten Projekten zeugt von wachsendem Engagement und höherer Sensibilität von Seiten der Architekten und Bauherren, was zu einer größeren Zahl an Bauwerken moderner Architektur im Alpenraum geführt hat. Ebenso ist sie Indikator für den zunehmenden bewussten Umgang mit dem Kontext des Bauens in den Bergen, zu welchem die Sextner Initiative einen wichtigen Beitrag geleistet hat.

Beworben haben sich Architekten aus neun Ländern mit Projekten aus Italien (59), Deutschland (16), Liechtenstein (8), Frankreich (2) und Slowenien (1). Die meisten eingereichten Arbeiten stammen jedoch aus Österreich (208) und der Schweiz (125). Südtirol ist mit 41 der 59 italienischen Projekte wesentlich stärker vertreten als noch vor sieben Jahren.

Eingereicht wurden Bauwerke der unterschiedlichsten Sparten. Angefangen bei Ein- und Mehrfamilienhäusern, über Hotels, Schulen, Museen, Märkten und Feuerwehren bis hin zu Ortsgestaltungen und ingenieurtechnischen Objekten wie Brücken und Seilbahnen.

Nach einer ersten Vorauswahl, die im Landserhaus der Gemeinde Eppan am 15. und 16. Oktober 2005 stattfand und anhand der eingereichten Unterlagen vorgenommen wurde, ging die fünfköpfige Jury für eine Woche auf Besichtigungsreise durch den Alpenraum, um sich die ersten 59 der 148 in die engere Wahl gekommenen Projekte vor Ort anzuschauen.

Nach weiteren Besichtigungen im Dezember und Januar traf sich die Jury vom 20. bis 22. Januar 2006 zur zweiten Sitzung in Sexten. Hier wurde nach der Auswertung der besichtigten Projekte und intensiver Diskussion der Kreis der Favoriten weiter eingeengt. Des Weiteren wurden einige grundlegende Festlegungen für die Vergabe der Preise getroffen. So wurde beschlossen, die Bauwerke dieses Mal in Kategorien zu unterteilen. Die Kategorien sind Wohnbau, technische Bauwerke und Wirtschaftsbauten, öffentliche und soziale Bauten, Kultur und Tourismus sowie Brücken.

Das finale Treffen der Jury fand vom 03. bis 05. März 2006 in Zürich statt. Auf Grund seiner besonderen Leistungen erhält der Architekt Othmar Barth aus Brixen für sein Lebenswerk einen Ehrenpreis.

Erstmals wird auch das Engagement eines Bauherren für zeitgemäße Architektur in Form eines Sonderpreises gewürdigt. Die MPREIS Warenvertriebs GmbH Völs hat in den letzten Jahren zahlreiche Supermärkte gebaut, die zeigen, dass gute Architektur nicht nur alltagstauglich ist sondern auch Grundlage für ein erfolgreiches Geschäftsmodell sein kann.

Die Preisverleihung an die Architekten der besten Projekte sowie der Sonderpreise findet am Freitag, dem 22. September 2006 in Sexten statt. Die Übergabe der Preise wird eingebunden sein in ein Symposium zum Thema des Bauens in den Alpen, welches am Samstag dem 23. September stattfindet. Hier in Sexten ist auch die erste Station der Ausstellung 'Neues Bauen in den Alpen _ Architekturpreis 2006', in der alle Preisträger und alle ausgezeichneten Arbeiten gezeigt werden. Sie wird ebenfalls am Freitag dem 22. September 2006 eröffnet werden. Von hier aus wird die Ausstellung wieder zu verschiedenen Stationen in ganz Europa und darüber hinaus reisen. Bis Ende des Jahres wird auch der zugehörige Katalog fertig gestellt sein, der vom renommierten Schweizer Verlagshaus Birkhäuser (Basel/Boston/Berlin) publiziert wird. Alle ausgestellten Projekte werden in dieser Publikation in Deutsch, Italienisch und erstmals auch in Englisch ausführlich dokumentiert.

Architekturpreis Land Salzburg 2006

Ausschreibung für Architekturpreis und Stipendium für Bauwerke im Bundesland Salzburg

Zum 10. Mal wurde 2006 der Architekturpreis des Landes Salzburg verliehen, der damit auch sein 30-jähriges Bestehen feierte. Erfolgte die Ausschreibung zu Beginn nur alle fünf Jahre und später im Abstand von drei Jahren, so wird seit dem Jahr 2000 der Preis „zur Förderung und Anerkennung beispielgebender Leistungen auf dem Gebiet der Architektur“ im Zwei-Jahres-Rhythmus verliehen. Das im Gegensatz zum Architekturpreis mit EUR 7.500,- dotierte Förderstipendium wird seit dem Jahr 1981 vergeben.

Neben der kontinuierlich steigenden Zahl an Einreichungen ist auch positiv anzumerken, dass eine Steigerung der Anzahl von Projekten aus dem Land Salzburg zu verzeichnen war. Es waren 47 Projekte eingereicht, die alle innerhalb der letzten drei Jahre fertig gestellt wurden. Unter diesen befinden sich rund 40% in der Stadt Salzburg selbst, weitere 20% in den Gemeinden der näheren Umgebung der Landeshauptstadt, während die verbleibenden 40% in den übrigen Bezirken des Landes Salzburg errichtet wurden.

Zur Feier des Bestehens wurde die Preisverleihung im Museum der Moderne auf dem Mönchsberg abgehalten, an die sich eine 3-wöchige Ausstellung der eingereichten Projekte anschloss. Ebenso wurde, wie schon in den vergangenen Jahren, eine Publikation als Dokumentation des „Architekturpreises Land Salzburg 2006“ erstellt.

Die Jury

• Mark Blaschitz (Gruppe SPLITTERWERK, Graz/Wien)
• Walter Chramosta (Wien)
• Mia Dirnberger (Salzburg)
• Hemma Fasch (Graz/Wien)
• Siegrid Hauser (Meran/Wien)

Preisträger

• Sonderpädagogisches Zentrum Hallein von kadawittfeldarchitektur, Aachen
(Univ. Prof. DI Klaus Kada, Arch. Gerhard Wittfeld).

• Überdachung Eislaufplatz Bergheim von mfgarchitekten, graz, ZT-KEG für Architektur, Graz
(Arch. DI Friedrich Moßhammer, Arch. DI Dr. Michael Grobbauer).

Anerkennungen

• Gemeindezentrum Oberalm von gerner°gernerplus, Wien
(Arch. DI Andreas Gerner, Gerda Maria Gerner).

• Haus Kaps Saalfelden-Ramseiden von Caramel Architekten ZT GmbH, Wien
(Architekten Günter Katherl, Martin Haller, Ulrich Aspetsberger).

• ARGEkultur Salzburg von ARCH + MORE ZT-GMBH Architektur, Velden
(Arch. DI Gerhard Kopeinig, DI Gerhard Kresitschnig).

Stipendium (mit EUR 7.500,- dotiert)

• Arch. DI Thomas Lechner (LP architektur, Radstadt).

Ausstellung
Die Ausstellung mit allen von der Preisjury in die Bewertung aufgenommenen Einreichungen ist bis zum 12. Juli 2006 jeweils von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr und Mittwoch von 10 bis 21 Uhr zugänglich.

Internationaler Hochhaus Preis 2006

Die international besetzte Jury, die am 15. Mai 2006 in Frankfurt tagte, hatte Einreichungen von Architekturbüros aus 11 Ländern in vier Kontinenten zu bewerten. Die Bewerbungen spiegeln einen Querschnitt jüngster Hochhausbauten von weltweit renommierten Architekten. Die Entscheidung trafen unter Vorsitz von Prof. Dr. Ing. Werner Sobek (Ingenieur/Stuttgart) die Juroren Dipl.-Ing. Johannes Haug (Geschäftsführer Deka Immobilien Investment), David M. Leventhal (Architekt/KPF London und Preisträger von 2004), Dr. Hans-Bernhard Nordhoff (Kulturdezernent der Stadt Frankfurt) und Prof. Dipl.-Ing. Peter P. Schweger (Architekt/Hamburg).

Insgesamt 19 Arbeiten legte der Vorprüfer dem Preisgericht zur Begutachtung vor. Eingereicht wurden realisierte Projekte aus Australien, China, Deutschland, Lettland, den Niederlanden, Österreich, Schweden, Singapur, Spanien, Südkorea und Taiwan. Unter den Büros sind einige, die zu den weltweit führenden im Bereich des Hochhausbaus zählen. Neben Bauwerken dieser international renommierten Architektengemeinschaften beteiligten sich auch weniger bekannte Architektenteams mit ungewöhnlichen Projekten. Obwohl mehrere amerikanische Architekten vertreten waren, befand sich in dem Wettbewerb kein in den USA verwirklichtes Hochhausprojekt. Deutsche Architekten haben sich mit vier Bauwerken in Dortmund, Köln, München und Guangzhou/China beworben. Dem derzeitigen Trend im Hochhausbau folgend, stellten Gebäude in Asien und/oder aus asiatischen Büros ein Drittel der Bewerbungen.

Der Internationale Hochhaus Preis wird gemeinsam an Planer und Bauherren verliehen. Der Planer erhält die finanzielle Auszeichnung. Der „Torre Agbar“ erhielt den Zuschlag, „da er auf mehreren Ebenen einen herausragenden Beitrag zur aktuellen Hochhausdebatte bietet“, so die Jury. Er sei „das Symbol für die Entwicklung eines neuen Stadtviertels in Barcelona“ und markiere „die pulsierende Dynamik einer städtebaulichen Revitalisierung.“ Die innovative Hülle des prämierten Gebäudes umschließt insgesamt 35 Stockwerke und 47.500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Mit dem Farbenwechsel von Wasser spielen auf 16.000 Quadratmetern Betonhülle aufgebrachte Aluminiumplatten in 25 verschiedenen Farben, die den Turm von kräftigen Rottönen über Blau bis zur weißen Kuppel aus Glas und Stahl je nach Tageszeit im Licht changieren lassen. Vor 4.400 quadratischen Fenstern in der Betonhülle bilden 60.000 Lamellen aus Glas eine weitere Außenhaut und sorgen nicht nur für optimale Transparenz im Innern des Bauwerks, sondern wirken auch als thermische Schutzschicht.

Die Jury sprach vier Anerkennungen aus, alle für Wohnhochhäuser. Ausgezeichnet wurden der 190 Meter hohe Turning Torso in Malmö von Santiago Calatrava (Valencia und Zürich), der 106 Meter hohe Wohnturm Wienerberg von DELUGAN MEISSL (Wien), das 152 Meter hohe Montevideo in Rotterdam von mecanoo architecten b.v. (Delft) und das 100 Meter hohe Mischnutzungsprojekt Jian Wai SOHO in Peking von den japanischen Architekten Riken Yamamoto & Field Shop (Yokohama).

Preis

Projekt: Torre Agbar, Barcelona (Spanien)
Architekt: Ateliers Jean Nouvel, Paris (Frankreich)
Bauherr: Layetana Inmuebles S.L.(Spanien)

Der „Torre Agbar“ erhält den Internationalen Hochhaus Preis 2006, da er auf mehreren Ebenen einen herausragenden Beitrag zur aktuellen Hochhausdebatte bietet. Er ist das Symbol für die Entwicklung eines neuen Stadtviertels in Barcelona. Seine expressive Gestalt, eine Form, die scheinbar aus dem Erdboden aufsteigt, markiert die pulsierende Dynamik einer städtebaulichen Revitalisierung. Die architektonische Form ist auf eine elementare Geste reduziert, gleichzeitig aber geometrisch komplex. Eine mehrschichtige Gebäudehülle führt zu seiner vielfältigen und spannungsreichen Erscheinung.

Im Gegensatz zu üblichen Hochhäusern mit ihren gläsernen Vorhangfassaden reagiert die Gebäudehülle des Torre Agbar auf das heiße, spanische Klima. Der Schaft des Gebäudes besteht aus einer Betonaußenwand, die scheinbar regellos von einzelnen Fensteröffnungen durchbrochen wird. Auf diese Weise bietet die massive Betonwand nicht nur Stabilität für den Turm, sondern gleichzeitig einen Hitzeschutz. Eine weitere, außen liegende Schicht aus beweglichen Glaslamellen bildet eine thermische Pufferzone für die dahinter liegende, massive Betonhülle. So wird durch einfache, intelligente Maßnahmen ohne hohen technischen Aufwand energiebewusstes Bauen demonstriert.

Im Inneren des Gebäudes entstehen durch die außermittige Anordnung des Kerns große zusammenhängende Räume, die eine Atmosphäre von Offenheit und Gemeinschaftsgefühl erzeugen.

Bei Nacht erstrahlt die Gebäudehülle in farbigem Licht. Die flimmernden Schatten der verschiedenen Schichten schaffen eine Aura mit der Anmutung einer farbigen Wolke, die das Gebäude in ein „sfumato“ hüllt, einen Nebel aus Licht, der dieses magische Bauwerk gleichzeitig geheimnisvoll und aufregend erscheinen lässt.

Anerkennungen

Projekt: Turning Torso, Malmö (Schweden)
Architekt: Santiago Calatrava, Valencia (Spanien) und Zürich (Schweiz)
Bauherr: HSB, Malmö (Schweden)

Das Projekt “Turning Torso” erhält eine Anerkennung für seine hohe skulpturale Qualität. Der Turm weist mit seiner bis ins Detail durchgestalteten zeichenhaften Erscheinung einen Weg zu einem neuen Formenreichtum im Hochhausbau, der ohne das vordergründige Dekorelement auskommt. Eleganz, Konsequenz und Perfektion zeichnen dieses Gebäude in besonderer Weise aus. Dabei tritt der skulpturale Effekt gegenüber anderen Aspekten des Hochhausbaus, wie dem Städtebau, den räumlichen Qualitäten, der Ökologie oder der konstruktiven Sinnfälligkeit in den Vordergrund.

Projekt: Wienerberg Hochhaus, Wien (Österreich)
Architekten: DELUGAN MEISSL Associated Architects, Wien (Österreich)
Bauherr: Mischek, Wien (Österreich)

Das Projekt „Wienerberg Hochhaus“ erhält eine Anerkennung als ein bemerkenswertes Beispiel für ein qualitätvolles Wohnhochhaus im Bereich des sozialen Wohnungsbaus. Der Bau zeichnet sich durch gute Proportionen, ein elegantes Erscheinungsbild und durchdachte Details aus. Die Differenzierung der Fassaden mit französischen Fenstern und großzügigen Loggien ermöglicht gut belichtete Wohnungen mit Außenbezug. Unter städtebaulich und programmatisch schwierigen Bedingungen ist mit preiswerten Materialien eine ästhetisch ansprechende Gestaltung gelungen.

Projekt: Montevideo, Rotterdam (Niederlande)
Architekten: mecanoo architecten b.v., Delft (Niederlande)
Bauherr: ING Real Estate, Den Haag (Niederlande)

Das Projekt erhält eine Anerkennung, da es neben seinen Nutzungsqualitäten einen wichtigen Beitrag zur Revitalisierung eines ehemaligen Industriegeländes leistet. An einer städtebaulich exponierten Stelle, der Spitze einer ehemaligen Hafenmole, haben die Architekten ein typologisch interessantes Wohnhochhaus aus drei Baukörpern unterschiedlicher Höhe errichtet. Gleich einer „vertikalen Stadt“ sind bei dem „Turm“ - dem höchsten der Baukörper - unterschiedliche Volumina aufeinander gestapelt. Entstanden sind über fünfzig unterschiedliche Wohnungstypen und attraktive räumliche Situationen.

Projekt: Jian Wai SOHO, Peking (China)
Architekt: Riken Yamamoto & Field Shop, Yokohama (Japan)
Bauherr: Soho China Ltd., Peking (China)

Das Projekt „Jian Wai SOHO“ erhält eine Anerkennung für seine innovative Typologie, die über den üblichen Pekinger Block hinausgeht. Anstelle eines Hochhaus-Solitärs wird mit fünfzehn Einzelbauten bis zu 100 Meter Höhe ein ganzer Stadtteil mit hoher Dichte gebildet. Die Fassaden sind zurückhaltend und homogen gestaltet. Tiefe Grundrisse mit einer großen typologischen Varianz erlauben vielfältige Wohnungs-, Büro- oder auch Mischnutzungen. Eine dreigeschossige Sockelzone verbindet sich mit den durch Lichthöfe und „versunkene Gärten“ belichteten Untergeschossen, die den ruhenden Verkehr aufnehmen, zu einem ausgeprägten öffentlichen Raum, der durch die versetzt angeordneten und gestaffelten Hochbauten gut gegliedert ist.

Das Deutsche Architektur Museum (DAM) in Frankfurt, das die Einrichtung des Preises angeregt hat und für dessen Organisation verantwortlich zeichnet, eröffnet am 18. November 2006 eine große Hochhaus-Ausstellung unter dem Titel „High Society“. Sie wird einen Querschnitt des weltweiten, aktuellen Planungsgeschehens im Hochhausbau zeigen. Das prämierte Gebäude und die von der Jury ausgesprochenen Anerkennungen werden dabei im Mittelpunkt stehen. Im Rahmen der zwischen der Stadt Frankfurt und der DekaBank zunächst bis 2008 vereinbarten Kooperation wird der Internationale Hochhaus Preis alle zwei Jahre für ein vollendetes Bauwerk von mindestens 100 Metern Höhe ausgelobt, das durch eine besondere Ästhetik, zukunftsweisende Gestaltung, städtebauliche Einbindung sowie innovative Technik und Wirtschaftlichkeit hervorsticht.

„Mit dem Internationalen Hochhaus Preis werden wichtige Anregungen zur Stadtentwicklung der Gegenwart und Zukunft ermöglicht. Keine andere europäische Stadt verfügt über eine solche Verdichtung von Hochhäusern wie Frankfurt am Main, keine andere bietet ein vergleichbares städtebauliches Profil. Mit jeder neuerlichen Preisverleihung wird die Debatte um künftige Hochhausstandorte fortgesetzt und qualitativ erneuert. Diese Debatte lebendig zu halten, sieht die Stadt Frankfurt als wichtige Aufgabe“, unterstrich Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth das Engagement. „Dieser Preis steht Frankfurt gut zu Gesicht. Und er ist ein eindrucksvolles Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation zwischen öffentlicher Hand und Wirtschaft. Mit der zweiten Vergabe des Internationalen Hochhaus Preises wollen wir wiederum Architekten, Bauherren und Investoren ermutigen, Hochhäuser zukunftsgerecht zu gestalten und dabei in Entwurf und Funktion neue Wege zu gehen. Wir freuen uns, dass es parallel zur Preisvergabe im November eine umfassende Ausstellung im Deutschen Architektur Museum über Hochhäuser geben wird“, erläuterte Fritz Oelrich, Mitglied des Vorstands der DekaBank. Der DekaBank-Konzern, zentraler Fondsdienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe in Deutschland, verwaltet als Marktführer für Offene Immobilien-Publikumsfonds ein Vermögen von rund 19 Milliarden Euro, das sich auf rund 490 Objekte in 20 Ländern verteilt. In Frankfurt am Main ist die Bank mit ihrer Konzernzentrale, dem Trianon sowie dem „Skyper“, dem jüngsten Frankfurter Hochhaus, prägender Bestandteil der Skyline der Stadt. Die Kultur- und Wissenschaftsförderung der DekaBank ist darauf ausgerichtet, nachhaltige Zeichen für unternehmerisches Verantwortungsbewusstsein, insbesondere am Unternehmenssitz in Frankfurt, zu setzen. Mit namhaften Institutionen in Kunst, Architektur, Musik, Literatur und Wissenschaft werden langfristige Partnerschaften eingegangen. Die Sparkassen-Finanzgruppe investierte 2005 rund 121 Millionen Euro in Kunst und Kultur und ist damit der größte nichtstaatliche Kulturförderer in Deutschland. Dieser Fördertradition des Verbunds fühlt sich die DekaBank verpflichtet.

Ihre Ansprechpartner

Deutsches Architektur Museum
Christina Gräwe
Tel. 069 21 23 16 65 / E-Mail christina.graewe (at) stadt-frankfurt.de

DekaBank Deutsche Girozentrale
Silke Schuster-Müller, Kultur- und Wissenschaftsförderung
Tel. 069 71 47 34 14 / E-Mail silke.schuster-mueller (at) dekabank.de
Valerie Klemm, Presse und Medien
Tel. 069 71 47 15 56 / E-Mail valerie.klemm (at) dekabank.de

Architekturpreis des Landes Burgenland 2006

Zum 3. Mal wurde der, von der Kulturabteilung des Landes Burgenland ausgeschriebene und vom Verein ARCHITEKTUR RAUM BURGENLAND durchgeführte, Architekturpreis verliehen. In einer 2tägigen Sitzung, bei der von den 39 eingereichten Objekten 29 vor Ort besichtigt wurden, einigten sich die Juroren Univ Prof. Dr Friedrich Achleitner, Arch DI Dietmar Gasser, Univ Prof András Pálffy, DI Rupert Schatovich und Arch DI Susanna Wagner einstimmig 4 gleichrangige Preise zu vergeben.

Die Preisträger 2006 sind:
- Pichler & Traupmann: Esterházy Büros, Eisenstadt
- Fritz Brandlhofer: Wohn- und Geschäftshaus Hauptstraße 8, Eisenstadt
- Loudon & Habeler: Einfamilienhaus Schneeberger, Schattendorf
- ARTEC Architekten: Häuser B-B und S, Bocksdorf bei Stegersbach

Weiters ergingen 5 gleichrangige Anerkennungen an Arch DI Otmar Hasler für die Neustrukturierung des Weingutes Renner in Gols, an die Architekten Halbritter und Hillerbrand, Halbritter und Halbritter für das Seerestaurant MOLE WEST in Neusiedl/See, an Ing. Fritz Brandlhofer für die Reihenhausanlage Winzerweg 5-13 in Eisenstadt, an PURPUR.ARCHITEKTUR für das Haus Job in Eisenstadt, und an die Architekten Pichler & Traupmann für das Weingut Schützenhof in Deutsch Schützen.

Brick Award 2006

Die Wienerberger AG verlieh am 23. März 2006 zum zweiten Mal den mit insgesamt 21.000 Euro dotierten „Brick Award". Erstmals wurde auch der Architekturbildband „brick06“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der „Brick Award“ zeichnet alle 2 Jahre zeitgenössische europäische Ziegelarchitektur aus. Eine internationale Jury, in der renommierte Architekten und Architekturkritiker wie Bob Van Reet, Falk Jaeger, Tamás Noll, Sjoerd Soeters sowie der Sieger des „Brick Award 2004“ Josef Pleskot vertreten waren, kürte die Siegerprojekte.

Ausschlaggebend für die Wahl der Jury waren neben der äußeren architektonischen Gestaltung und dem Umgang mit dem Material, auch die Funktionalität der Gebäude. Aus 235 eingereichten Projekten wurden zunächst 38 Projekte ausgewählt, aus denen die 5 mit dem „Brick Award“ ausgezeichneten Projekte (3 Siegerprojekte und 2 Sonderpreise) auserkoren wurden. Diese 38 Projekte aus 18 Ländern, darunter zum ersten Mal auch Projekte aus Japan, Mexiko und Kolumbien, sind im Bildband „brick06“ des deutschen Architekturverlages Callwey dargestellt.

Prix Acier 2005

Schweizer Stahlbaupreis

Das Stahlbau Zentrum Schweiz hat im Jahr 2005 erstmals einen Schweizer Stahlbaupreis ausgeschrieben, den Prix Acier. Die Schweizer Auszeichnung soll auch in Zukunft gleichzeitig mit der Nominierung für den Europäischen Preis juriert und alle zwei Jahre an herausragende Bauwerke in Stahl vergeben werden.

Der Prix Acier 2005 wurde im Rahmen des Baukongresses verliehen, den das „baublatt“ am 15. November 2005 im Konzert- und Kongresszentrum Luzern durchführte.

wienwood 05

Holzbaupreis Wien

Seit einigen Jahren werden in fast allen österreichischen Bundesländern Holzbaupreise vergeben. proHolz Austria prämierte dieses Jahr erstmals, in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und dem Architekturzentrum Wien, auch in der Bundeshauptstadt herausragende Holzbauten.

Im Rahmen der am Freitag, den 21. Oktober 2005 erfolgten Preisverleihung im Architekturzentrum Wien, ziehen Auslober und Kooperationspartner eine positive Bilanz.

40 Einreichungen vorwiegend im Wohnbau

Sowohl die Anzahl der Einreichungen als auch die Qualität der prämierten Projekte konnte sich sehen lassen. Insgesamt wurden 40 Projekte eingereicht, davon allein die Hälfte in der Kategorie „Wohnbau“. Es ist daher kein Zufall, dass sämtliche der sieben Preise an Wohnbauten gingen. Die hohe, architektonische Qualität war hier mit Abstand am Dichtesten, sodass sich die fünfköpfige Jury mit ihrer Entscheidung entsprechend schwer tat.

Im Bereich des mehrgeschossigen Wohnbaus wurden die Gartensiedlung „Am Hofgartel“ in Wien Simmering und der viergeschossige Holzwohnbau „Spöttlgasse“ in Wien Floridsdorf mit Preisen ausgezeichnet. Bei der Gartensiedlung „Am Hofgartel“ handelt es sich um einen Mischbau, bei dem vorgefertigte Holzleichtbau-Außenwände als Sekundärkonstruktion auf ein Stahlbetonskelett aufgebaut wurden. Mit dem Wohnbau in der Spöttlgasse wurde der erste viergeschossige Holzwohnbau in Wien wegen seines mutigen und pionierhaften Ansatzes ausgezeichnet. Er gilt als Wegbereiter für künftige Projekte im städtischen Holzbaubereich.

Weiters wurden eine Reihenhausanlage sowie vier Einfamilienhäuser, bei denen das Material Holz entsprechend seiner Funktionalität ausgesprochen kreativ und vielfältig zur Anwendung kam, prämiert (siehe Liste Preisträger).

Auszeichnungen erhielten weitere sechs Projekte: ein verdichteter Wohnbau in Breitenlee, ein Kindergarten, ein Kleingartenhäuschen, der Erdberger Steg über den Donaukanal sowie die Café-Restaurants Deli und Engel am Naschmarkt.