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Artikel

2. Oktober 2014 Bauwelt

Ein Reihenhaus für den jungen Luther

Museum Luthers Elternhaus in Mansfeld

Das nahende 500. Jubiläum von Luthers Thesenanschlag macht bis 2017 vieles möglich im Kernland der Reformation. Sanierte Baudenkmale, neue Museen und Besucherzentren: Die Erinnerungskultur muss vieles richten, was für Mitteldeutschland wirtschaftlich immer noch in weiter Ferne liegt. So auch in Mansfeld. Dort haben Anderhalten Architekten Luthers Elternhaus erweitert.

12. Oktober 2012 Bauwelt

Mehr Platz für Luther

Um- und Ausbau eines alten Schulgebäudes in Eisleben

Die Lutherstätten in Eisleben bieten Lehrstücke vom Bauen im Bestand. Denn immer ist Unesco-Weltkulturerbe in dichtem urbanem Gewebe betroffen. So auch beim jüngsten Projekt für das Lutherarchiv, das in ein 150 Jahre altes Haus ziehen wird.

6. Mai 2011 Bauwelt

Hängepartie

Zurzeit wird mit der Fertigstellung des Leipziger Paulinums im nächsten Jahr gerechnet. Nach zahlreichen Verzögerungen und Veränderungen am Entwurf soll nun alles nach Plan laufen. Erick van Egeraats „hängende Säulen“, die mehr Platz bieten, bleiben umstritten. Auch die Diskussion hinsichtlich der Nutzung ist noch lange nicht abgeschlossen.

23. Oktober 2009 Bauwelt

Bundeskulturstiftung in Halle/Saale

Im achten Jahr ihres Bestehens erhält die Bundeskulturstiftung ein eigenes Haus. Das siegreiche Münchner Büro Dannheimer & Joos fügte den Neubau unauffällig auffällig in die über dreihundert Jahre alte Umgebung ein.

8. Oktober 2009 Bauwelt

Lesezeichen Salbke

Im westfälischen Hamm wurde das Horten-Warenhaus abgerissen, und Karo Architekten haben zugegriffen. 550 der charakteristischen Fassadenelemente zieren jetzt den „Außenposten“ der Bürgerbücherei im Magdeburger Vorort Salbke. Die Stadtbibliothek als „Village Icon“.

2. Oktober 2009 Bauwelt

Rekonstruktionsfallstricke

Das Dessauer Meisterhaus-Ensemble

Egal, ob es um barocke Paläste geht oder um Wohnhäuser von Bauhauslehrern – sollen verlorene Bauten wiedererrichtet werden, lauert überall dasselbe Ungemach. Also besser grundsätzlich die Finger davon lassen? Oder möglichst unvoreingenommen von Fall zu Fall entscheiden?

16. Januar 2009 Bauwelt

Paulinum Leipzig

Erick van Egeraats Entwurf nimmt Gestalt an. Der Disput um den Neubau am Standort der ehemaligen Universitätskirche hat aber noch kein Ende gefunden. Jetzt streitet man in Leipzig um eine durchsichtige Kunststoffwand, die Hängung von Holzepitaphien und den Transport des Hochaltars und der Kanzel.

13. Juni 2008 Bauwelt

Städtebauliche Reparatur der Gesamtanlage der Meisterhäuser in Dessau

Dessau diskutiert über „sein“ Weltkulturerbe. Zwei Kriegsschäden schmälern das Meisterhausensemble. Eine Rekonstruktion der zerstörten Bauten schließen viele aus. Soll Haus Feininger ergänzt werden? Soll Haus Emmer, das 50er-Jahre-Wohnhaus auf den Gropius-Mauern, stehen bleiben oder nicht? Von einem internationalen Wettbewerb erhoffte man sich Antwort und bekam, was die teils unentschiedene, teils dogmatische Auslobung erwarten ließ: ein Jein.

Die Stimmung war gedämpft, als die Jury Ende Mai das Ergebnis des Wettbewerbs zur baulichen Ergänzung der Meisterhaussiedlung weniger vorstellte als vielmehr entschuldigte. „Wir sind ein wenig enttäuscht“, gab Georg Mörsch, Denkmalpflege-Theoretiker und Jurymitglied, zu Protokoll, als er den Verzicht auf einen ersten Preis zugunsten von zwei zwei­ten Preisen erläuterte. Sein Geständnis kam nicht überraschend. Bereits nach der ersten Phase war aus dem Jury-Umfeld zu hören gewesen, die 115 Einreichungen seien weit hinter den Erwartungen geblieben, und man habe Mühe gehabt, die Teilnehmer für die Endrunde zu benennen. Dabei sollte das Ergebnis des Wettbewerbs laut Ausschreibung eigentlich den „Höhepunkt einer Diskussion“ darstellen. Einer Diskussion, die in Dessau seit drei Jahren vor eingeschränkter Öffentlichkeit darüber geführt wird, wie man mit den Kriegslücken in der mittlerweile aufwen­dig sanierten und von der Unesco ausgezeichneten Meisterhaussiedlung umgehen soll (Heft 14.04).

30. Mai 2008 Bauwelt

Johann-Sebastian-Bach-Saal in Köthen

In Köthen reden alle von der „Schachtel“. Das war zu erwarten und ist naheliegend: Denn genauso sieht er aus, der Neubau des Konzertsaals, der sich aus der Ruine der klassizistischen Reithalle des anhaltischen Fürstenschlosses an der Stirnseite erhebt und die Höhe der erhaltenen Hallenfassade mehr als verdoppelt.

15. November 2007 Bauwelt

Die restaurierte Anna Amalia Bibliothek

Die Anna Amalia Bibliothek in Weimar ist glanzvoll wiedereröffnet, aber die Bilder von der Brandnacht am 2. September 2004 haben sich unauslöschlich in die kollektive Erinnerung eingeschrieben. Doch sollte das Vernichtungswerk der Flammen nicht den Blick dafür verstellen, worin die Leistung des Wiederaufbaus besteht.

Alle öffentliche Aufmerksamkeit gilt dem Rokokosaal, dem Kern des Gefüges. Das ist kaum verwunderlich. Er war der Hort der 250.000 historischen Bücher, von denen ein Fünftel ein Raub der Flammen und des Löschwassers wurde. Die Trauer um den Verlust vermischte sich mit dem Entsetzen, einen der schönsten Büchersäle der Welt schwer beschädigt zu sehen. Der Schriftsteller Martin Mosebach fand für den Saal eine Definition im Vergleich zu den prachtvollen Bibliothekstempeln von Michelangelos Laurenziana bis hin zum British Museum: „Das Rührende, Hinfällige, Zerbrechliche dieses Geistespalästchens war seine Größe. Wie in einem Ohr mit seinen feinen Knöchelchen bewegte man sich in den Gängen und Winkeln. Dieses Reich war nicht von dieser Welt.“