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Profil

Laura P. Spinadel ist Architektin und Stadtplanerin mit österreichisch-argentinischem Hintergrund und lebt und arbeitet in Wien. Seit den 1980er-Jahren ist sie international tätig und verbindet Architektur, Stadtplanung und strategische Entwicklungsprozesse.

Sie studierte Architektur an der Universidad de Buenos Aires und schloss ihr Studium mit Auszeichnung (Goldmedaille) ab. In den 1980er-Jahren war sie in Forschung, Lehre und internationalen Kooperationsprojekten tätig und übernahm leitende Funktionen im Bereich Urban Strategies.

Seit 1986 arbeitet sie als selbstständige Architektin und entwickelte eine breite internationale Praxis in den Bereichen Masterplanung, Stadtentwicklung, Landschaftsplanung und Architektur. Ihre Arbeit zeichnet sich durch einen integralen Ansatz aus, der räumliche, soziale, ökologische und ökonomische Aspekte verbindet.

Zu ihren bekanntesten Projekten zählen die Compact City Wien (1995–2002) sowie der Masterplan des Campus WU Wien (2007–2015), die beide als richtungsweisende Beiträge zur zeitgenössischen Stadtentwicklung gelten.

Parallel dazu entwickelte sie innovative Methoden zur partizipativen und wirkungsorientierten Planung, insbesondere die Plattform URBAN MENUS, die räumliche Planung mit Impact-Analyse und ko-kreativen Prozessen verbindet.

Lehrtätigkeit

1986–1990 war Laura P. Spinadel Professorin für Urban Strategies an der Facultad de Arquitectura, Diseño y Urbanismo der Universidad de Buenos Aires. Parallel dazu leitete sie von 1986 bis 1991 den Bereich internationale Beziehungen und Kooperationsprojekte derselben Fakultät.

Im weiteren Verlauf ihrer Tätigkeit übernahm sie internationale Gastprofessuren und Lehrformate im Kontext konkreter Projekte und Kooperationen, unter anderem an der Universidad Pontificia Bolivariana in Medellín, an der Università degli Studi di Palermo, an der ETSAB Barcelona sowie am BNCA Pune. Weitere Lehr- und Vortragstätigkeiten erfolgten in Córdoba, Villahermosa und Porto Alegre im Rahmen institutioneller Kooperationen und Fachprogramme.

Mitgliedschaften

Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich und Burgenland

LALI La Iniciativa Latinoamericana del Paisaje

Publikationen

Zu ihren wichtigsten Publikationen zählen „Campus WU: A Holistic History“ (2013), „Urban Unconscious“ (2003) sowie „Perceptions – Projects and Buildings 1986–1999“ (2001). Darüber hinaus veröffentlichte sie Beiträge zu Stadtentwicklung, partizipativer Planung und digitalen Planungsprozessen, unter anderem im Rahmen internationaler Konferenzen wie REAL CORP (2022) und ICERI (2024).

Veranstaltungen

Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Architekturzentrum Wien, im Austrian Cultural Forum in Washington und New York sowie im Centro Cultural Recoleta in Buenos Aires ausgestellt.

Sie hält regelmäßig Vorträge und Keynotes zu Architektur, Stadtentwicklung, Resilienz und partizipativer Planung in internationalen Kontexten.

Auszeichnungen

1989 erhielt Laura P. Spinadel den Outstanding Artist Award für experimentelle Tendenzen in der Architektur.

1998 wurde sie mit dem Otto Wagner Städtebaupreis ausgezeichnet.

2014 erhielt sie den Ernst A. Plischke Award sowie den Goldenen Ehrenring der Wirtschaftsuniversität Wien.

2015 erhielt sie den Architekturpreis der Stadt Wien sowie den CICA International Award für Stadtplanung und wurde im Rahmen der Biennale Buenos Aires BA15 ausgezeichnet.

2023 wurde sie als URBACT Validated Lead Expert bestätigt.

Wettbewerbe

1995–2002 entstand im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens das Projekt Compact City Wien / Homeworkers XXI., das als eines der frühen Modelle für verdichtete, funktionsgemischte Stadtstrukturen realisiert wurde.

2000–2001 wurde das Projekt Hoffmannpark in Purkersdorf im Rahmen eines Wettbewerbs mit einem ersten Preis ex aequo ausgezeichnet.

2005 folgte der erste Preis für den Wohnbau Marktgasse in Wien, 2006 der erste Preis für das Programm Neue Siedler in Wien.

2008 gewann Laura P. Spinadel den Wettbewerb für den Masterplan des Campus der Wirtschaftsuniversität Wien, der in den Jahren 2008 bis 2015 umgesetzt wurde.

2014 wurden im Rahmen von Wettbewerben Projekte für den VIP-Bereich des Allianz Stadions Wien sowie für das zweite Verwaltungsgebäude des Campus IST Austria ausgezeichnet.

2018 wurde der Masterplan für die Sports Mile Krems im Rahmen eines Wettbewerbs mit dem ersten Preis prämiert.

2019 folgte der erste Preis für das Forschungszentrum Jülich in Nordrhein-Westfalen.

2020 wurde das Projekt Koloniestraße in Wien im Rahmen eines Wettbewerbs mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

2024 erhielt das Projekt THRIVE Newcastle West in Irland den ersten Preis im Rahmen des Town Centre First Programms.

Karte

Bauwerke