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Artikel

18. April 2014 Bauwelt

Leben statt Wohnen

Nachlese zur 5. Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt

Zum fünften Mal luden Christoph Mäckler und Wolfgang Sonne vom Deutschen Institut für Stadtbaukunst, Universität Dortmund, in die wunderschönen Räume der Düsseldorfer Rheinterrassen.

27. Dezember 2013 Bauwelt

Fortschritt. Welcher Fortschritt?

18. Berliner Gespräch des BDA

Es war eine bunte Runde im DAZ zusammengekommen, die über die heutige Definition von Fortschritt diskutierte, philosophierte, sinnierte, stritt.

11. Januar 2013 Bauwelt

Oscar Niemeyer (1907–2012)

Die Nachricht vom Tod Oscar Niemeyers lässt wohl jeden Architekten an seine Studienzeit denken. Peter Rumpf hatte 1992 die Ehre, von Niemeyer an der Staffelei im Atelier an der Copacabana empfangen zu werden.

21. Dezember 2012 Bauwelt

Architektur für Zeiten des Umbruchs

Berliner Gespräch des BDA

Erderwärmung, Überalterung, virtuelle Revolution. Wie begegnen die Architekten den Zukunfsszenarien von Klimaforschern, Soziologen und Politikwissenschaftlern?

20. April 2012 Bauwelt

Architektur wohin?

Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt No. 3

Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt Nummer 3. Christoph Mäckler und Wolfgang Sonne wollten von den Teilnehmern wissen: „Was läuft schief, wenn heute mehr Menschen eher den Rekonstruktionen von Altstädten trauen als den in­novativen Konzepten von Architekten und Planern?“

6. Januar 2012 Bauwelt

Nachlese zum 16. Berliner Gespräch des BDA

Auch diesmal wollten sie wieder das ganz große Rad drehen. Nachdem man sich im Jahr zuvor auf die Suche nach der besten aller Welten, genauer nach „Vorteil und Nutzen der Utopie“, gemacht hatte – und nur bedingt fündig wurde –, fragte der BDA beim 16. Berliner Gespräch: „Was soll Architektur?“

7. Januar 2011 Bauwelt

Auf der Suche nach der besten aller Welten

15. Berliner Gespräch des BDA

Ein Stadtplan der Ideen? Ein von den Häftlingen selbstverwalteter Gefängnisstadtteil? Ein mit 600 Stundenkilometer schnellen Hochgeschwindigkeitszügen vernetztes Europa? Eine Gemeinschaft von immer Glücklichen? Oder doch eher ein Fall für den Therapeuten? Der BDA fragte nach „Vorteil und Nutzen der Utopie“.

9. April 2010 Bauwelt

Keine Kreuzfahrt

Auf der Suche nach den Regeln einer heutigen Stadtbaukunst

Keine Stadtautobahnen, keine Vorstadtsiedlungen, keine Gewerbeparks, keine Investorenarchitektur, kein Starbucks, kein H&M. Warum nur war früher fast alles besser in unseren Städten? War es gar nicht?

24. Dezember 2009 Bauwelt

Jenseits der Unberührtheit

Der BDA lud zur Diskussion um „andere Landschaften“

Schnellstraßen, Mülldeponien, Braunkohletagebau, Windräder, was tun damit? Wie sind diese Veränderungen einzuordnen, zu bewerten? Was ist Landschaft heute? Und wie verhält sie sich phänomenologisch zur Natur? Beim „14. Berliner Gespräch“ wurde die Landschaft verhandelt, genauer die hässlichen Eingriffe in sie.

27. November 2009 Bauwelt

Wandvertäfelung

Umgestaltung des Foyers im Jüdischen Museum Berlin

Man darf es ruhig eine Herausforderung nennen: in der Fortsetzung von Daniel Libeskind den Eingangs- und Foyerbereich des Jüdischen Museums in Berlin neu zu ordnen und ihm elf Jahre nach Fertigstellung des unverwechselbaren Museums ein eigenes Erscheinungsbild zu verschaffen.

29. Mai 2009 Bauwelt

Was Sie schon immer über die Treppe wissen wollten...

Wird die Treppe zum Privatvergnügen? War die Treppe früher besser? Ist die Treppe ein aussichtsloses Unterfangen? Kann es (Bau-)Kunst ohne die Treppe geben?

19. Dezember 2008 Bauwelt

Architekten als Entwicklungshelfer

12. Berliner Gespräch des BDA

Es war wohl eher Zufall, dass dies Treffen mit dem 100. Geburtstag des großen Forschers, Philosophen und Ethnologen Claude Lévi-Strauss zusammenfiel. Das Thema des „12. Berliner Gesprächs“: Ethik und Ethnik, wobei der Choreograph der Veranstaltung, Andreas Denk, zugeben musste, dass der Begriff Ethnik erfunden ist.

26. Oktober 2007 Bauwelt

Oswalt Mathias Ungers (1926-2007)

In den Nachrufen der Tageszeitungen wurden das Lebenswerk des Kölner Baumeisters, seine Sammelleidenschaft, seine Verdienste als Lehrer und auch sein lebenslanger Widerstand gegen die jeweils angesagten Trends hinreichend kommentiert. Nicht aber seine letzte Arbeit in Trier.

29. Mai 2007 Bauwelt

„Der Himmel hat es nicht gewollt, daß...“

Das Corbusier-Haus in Berlin

Vor fünfzig Jahren wurde in Berlin die Interbau eröffnet. Le Corbusier hat gegen die Umplanungen seiner Unité „Typ Berlin“ protestiert. Vergebens. Er hat das Haus nie mehr besucht und aus dem Œuvre gestrichen. Heute kümmert sich ein Förderverein um die Instandsetzung und Pflege.

10. November 2006 Bauwelt

Kosmos der Architektur

Oswald Mathias Ungers in der Neuen Nationalgalerie

Was nicht zu sehen ist: Architektur in ihrer Umgebung, aus der heraus sie entwickelt wurde und in die sie hineinwirkt; innere Funktionsabläufe, dargestellt durch Grundrisse, Schnitte und Isometrien; Anlass und Verlauf eines Entwurfs; Angaben zu Bauherren, Mitarbeitern, Flächen, Kubaturen, Materialien oder ob ein Projekt Projekt blieb oder realisiert wurde. Da­für werden auf quadratischen grauen Podesten 36 sorgfältig in Buchenholz gearbeitete Modelle in unterschiedlichen Maßstäben präsentiert, ergänzt von 36 quadratischen Schwarz-Weiß-Fotos bzw. Zeichnun­gen. Der in den 60er und 70er Jahren erfolgreiche Architekturlehrer – an der TU Berlin, in Cornell, Harvard, Los Angeles, Wien und Düsseldorf – will hier keine als Ausstellung verkleidete Gebäudelehre-Vorlesung über sein berufliches Lebenswerk halten. Wer Detaillierteres erfahren will, sei auf die zahllosen Bü­cher und Veröffentlichungen verwiesen.

Oswald Mathias Ungers und sein Kurator von den Museen Preußischer Kulturbesitz Andres Lepik hatten anderes im Sinn, als vor drei Jahren die Idee geboren wurde, anlässlich seines 80. Geburtstags OMU – nach Renzo Piano und Rem Koolhaas – eine große Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie zu widmen. Konzept und „Architektur“ der Ausstellung entstanden dann am Schreibtisch in Ungers’ Bibliothek, die er sich 1990 als studiolo neben seinem Haus in der Belvederestraße in Köln-Müngersdorf errichtet hat. Am 26. Oktober wurde der „Kosmos der Architektur“ mit einem Vortrag von Ungers’ Schüler und jahrelangem Mitstreiter Rem Koolhaas eröffnet.
Und was ist nun zu sehen in Mies van der Rohes „Tempel der Moderne“? Ungers als Sammler. Er selbst korrigierte diesen Begriff vor sieben Jahren in der Kölnischen Rundschau: „Man müsste eher von einer Ansammlung sprechen oder von Schichten, die sich im Laufe der Jahre abgelagert haben.“ Das, was Ungers um sich versammelt hat, ist auf das Engste mit ihm und seinem theoretischen Fundament verbunden. Es ist Bestandteil seiner Arbeit, oder wie es Andres Lepik im Katalog formuliert: „Die Beschäftigung mit Ungers’ Sammlungen gleicht einer Suche nach Entwicklungslinien, nach den Ankerpunkten seines archi­tektonischen Denksystems.“

Und genau das versucht die Ausstellung sichtbar zu machen. Da überraschen neben den Modellen seiner Projekte andere Modelle, gearbeitet in ma-kellosem Alabastergips (von Bernd Grimm), Modelle nach Inkunabeln der Architekturgeschichte: der Parthenon in Athen und das Pantheon in Rom, Boullées Entwurf eines Kenotaphs für Newton und das Castel del Monte in Apulien, Bramantes Tempietto und das Mausoleum von Halikarnassos. Als „Gegenmodelle“ symmetrisch auf der anderen Seite der Halle sechs nicht realisierte Hochhausmodelle von Ungers selbst, ebenfalls in Weiß.

In eine andere, wenn auch eng verwandte Abteilung seines „Kosmos“ führt die kleine, aber feine Auswahl von Schriften, Traktaten und Illustrationen, ausnahmslos Erstausgaben: von Vitruv und Alberti über Dürer, Palladio und Piranesi bis zu Schinkel, Tatlin und Le Corbusier. (Sie sind wegen ihrer Lichtempfindlichkeit nur donnerstags von 17 bis 22 Uhr zu sehen.) Neben Werner Oechslin hat sich Ungers mit der wohl vollständigsten und wertvollsten Biblio­thek zum Thema Architektur umgeben. Vor der gegenüberliegenden Glaswand stehen kleine Fundstücke aus griechischer, römischer und etruskischer Zeit neben Plastiken von Ian Hamilton Finlay, Simon Ungers und Donald Judd. Die gesammelte Kunst hat für Ungers durchgängig mit den Grundlagen der Architektur zu tun, mit Geometrie wie zum Beispiel das „Idealquadrat“ von Gerhard Merz oder der „Basalt Circle“ von Richard Long. So sind aus der privaten Umgebung in Ungers’ Häusern – inzwischen zwei in Köln und eines in der Eifel – auch nach Berlin gereist: Piet Mondrian, Josef Albers, Gerhard Richter und andere Zeitgenossen, aber auch Ölgemälde von Hendrik van Cleve, Leo von Klenze und eine marmorne Schinkel-Büste von Tieck.

Diese etwas tabellarische und zudem unvoll­stän­dige Aufzählung soll zeigen, was im „Kosmos der Architektur“ von OMU alles Platz hat und wie es zusammengehört, in einen Dialog miteinander tritt und sich wie selbstverständlich ergänzt. Wer Ungers, sein Werk und seine seit Jahrzehnten ausformulierte Architektursprache verstehen will, kann in der Natio­nal­galerie durchaus Einsichten gewinnen. Andere enthält der Katalog. Die fundierteren allerdings sind sei­nen eigenen Schriften, Vorträgen und Traktaten vorbehalten. Das kann eine Ausstellung wie diese nicht leisten. Will sie auch nicht.