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Artikel

22. Oktober 2024 Bauwelt

Riad – ein Modernelabor?

Von Giga-Projekten, Salmani-Architektur und deutschen Planern in Saudi-Arabien

24. Oktober 2023 Bauwelt

Auf der Bremse

Die Talfahrt der deutschen Immobilienwirtschaft hat seit der Mipim in Cannes im März dieses Jahres an Geschwindigkeit zugelegt. Die zweite große europäische Messe für Gewerbeimmobilien, die Expo Real, die vom 4. bis 6. Oktober in München stattfand, bestätigte diesen Trend. Wie sind die Aussichten?

26. November 2021 Bauwelt

Wüstes Aufblühen

Pandemiebedingt verspätet, empfängt die Expo 2020 Dubai seit Oktober ihre Besucher. Kann uns das Format einer Weltausstellung noch irgendetwas sagen?

25. Januar 2019 Bauwelt

Der Brexit und die Architekten. Interview mit Uwe Schmidt-Hess vom Londoner Büro Patalab

Am 15. Januar hat das britische Unterhaus den Entwurf der künftigen Beziehungen zur EU abgelehnt. Wie wirkt sich die Unsicherheit auf ausländische Architekten in England aus? Uwe Schmidt-Hess lebt seit 2004 in London und gründete dort 2008 das Architekturbüro Patalab.

8. September 2017 mit Jan Friedrich
Bauwelt

Wer die wirtschaftlichen Zusammenhänge versteht, gewinnt architektonische Freiheit

Welch Ironie: Auf der Immobilienmesse Mipim wird ein Berliner Baugruppenprojekt als „Best Residential Development“ ausgezeichnet. Die Architekten, Sascha Zander und Christian Roth, sind auch die Entwickler.

25. April 2014 Bauwelt

Jobbörse Mipim

O-Töne von der Immobilienmesse in Cannes

Architektur als Wirtschaftgut. Kaum irgendwo sonst wird der kommerzielle Aspekt von Gebautem derart unverstellt sichtbar wie auf der Mipim in Cannes. Anfang März fand die Immobilienmesse zum 25. Mal statt. Unser Autor hat sich unter langjährigen Besuchern aus unterschiedlichen Disziplinen umgehört: Was bedeutet die Mipim für ihre persönliche Arbeit? Was fanden sie in diesem Jahr besonders bemerkenswert?

5. Juli 2013 Bauwelt

Die Möglichmacher

Bollinger + Grohmann im Deutschen Architekturmuseum

Hinter einem guten Architekten stehen (fast) immer auch gute Ingenieure. Im Grunde ist das eine Binsenweisheit, aber trotzdem bedarf es einer besonderen, leider nicht oft anzutreffenden Neugierde, diesem für das Bauen so essentiellen Verhältnis von Architekt und Ingenieur nachzuspüren – und es auch noch im Deutschen Architekturmuseum zu präsentieren.

29. Juni 2012 Bauwelt

Der zwölfte Serpentine-Pavillon

In diesem Jahr haben Ai Weiwei und Herzog&de Meuron die Quersumme aus allen elf vorherigen Pavillons gebildet und eine selbstreferenzielle Installation in die Kensington Gardens graben lassen. Die Besucher steigen hinab wie in eine archäologische Stätte. Was können sie dort sehen und was bleibt ihnen verborgen?

23. Februar 2012 Bauwelt

Zentrale des HDI-Gerling Konzerns in Hannover

Sie werden noch immer gebaut: autarke Büroanlagen in der Vorstadt. Wie eine nüchterne, auf das Wesentliche reduzierte Architektur von Christoph Ingenhoven mit Erdwärme und Erdkälte korrespondiert, demonstriert der Neubau der Haupt­verwaltung des HDI-Gerling Konzerns in Hannover.

1. April 2011 Bauwelt

Seismograph der Stimmungen

Hat die Immobilien-Branche aus der Krise gelernt? Ist Deutschland das neue Boomland? Was vielleicht von der weltgrößten Immobilienmesse MIPIM, die Anfang März wieder in Cannes stattfand, bleibt.

21. Januar 2011 Bauwelt

Wohnhaus Schmuck

Im Frankfurter Westend ergab sich die Möglichkeit, ein geräumiges Einfamilienhaus zu implantieren. Die Architekten Meixner Schlüter Wendt verwandelten einen unscheinbaren Bestandsbau in eine Stadtoase, die ihre Umgebung reflektiert.

20. November 2009 Bauwelt

Shopping sells!

Wie würde die Reaktion der Immobilienbranche auf die weltweite Wirtschaftskrise ausfallen? Welche Aussteller und wie viele Besucher würden den Weg an die Isar finden? Viele erwarteten sich von der Expo Real Antworten auf die Krise oder gar Auswege aus ihr. Aber von Krisenstimmung war an den drei Messetagen erstaunlich wenig zu spüren.

31. Juli 2009 Bauwelt

Amöbe auf 114 Stützen

Serpentine Gallery Pavilion 2009

Hadid, Libeskind, Ito, Niemeyer, Siza und Souto de Moura, Koolhaas, Eliasson und Thorsen, Gehry. Wer den Sommerpavillon der Serpentine Gallery baut, muss arriviert sein, darf aber noch nicht in England gebaut haben. Wer fehlt noch? Richtig: SANAA.

7. September 2007 Bauwelt

London Highrise

Gedreht, gequirlt, geschraubt: immer dynamischer winden sich die neuen Hochhausprojekte der City of London nach oben. Den Bedarf geben der Finanzplatz London vor und die Konkurrenz mit New York. Londons linker Bürgermeister Ken Livingstone hat die früheren bauhistorischen und ökologischen Vorbehalte längst über Bord geworden. Als Feigenblatt dient der „grüne“ Anspruch der neuen Hochhausprojekte.

London ist noch keine Stadt der Hochhäuser und Wolkenkratzer mit imposanter Skyline – zumindest was das öffentliche Empfinden betrifft. Die Statistik – www.emporis.com – spricht jedoch eindeutig eine andere Sprache: 1353 vollendet, 168 genehmigt, 137 angekündigt! Im Gegensatz zu Paris oder Moskau, die unverhohlen um Höhenrekorde buhlen, ist London die Thematik bisher relativ verhalten angegangen. Allerdings hat sich der Ton in den letzten Monaten merklich verschärft, denn die zwei führenden Finanzzentren der Welt, London und New York, liefern sich einen erbitterten Wettstreit um die Gunst der Finanzhäuser. Nachdem London Ende der neunzi­ger Jahre Frankfurt/Main im innereuropäischen Ringen hinter sich gelassen hatte, ist nun die Konkurrenz mit dem „Big Apple“ das Tagesgespräch. Augenscheinlichstes Zeichen die­ses Wetteiferns um das Top-Ranking der globalen Finanzplätze ist die in der britischen Metropole erstmals voll entbrannte Liebe zum Hochhaus. Triebfeder der neuen Highrise-Mania ist der Bürgermeister Ken Livingstone. Als ein Mann mit untrüglichem politischem Instinkt, vor dessen Erfolgen selbst Tony Blair seine Meinung öffentlich revidierte, spekuliert Living­stone schamlos mit dem Höhenrausch. Für ihn sind Hochhäuser gleichbedeutend mit wirtschaftlicher Prosperität – und das trotz seines Hangs zur Fundamentalökologie. Auch scheut er sich nicht, seine ideologischen Gegner von der Denkmalpflege als die „Taliban der britischen Architektur“ zu diffamieren. Wohin treibt die City an der Themse?

29. März 2007 Bauwelt

MIPIM 2007

Der Erfolg hat die seit ihrer Gründung 1990 stetig wachsende größte Gewerbe-Immobilienmesse der Welt in Cannes überrollt: Über 25.000 Besucher – 3500 mehr als im Vorjahr – aus 80 Ländern dräng­ten sich an den Ständen, auf den Yachten, in den
Hotels und auf den Gassen der Altstadt. Viel zu viele, sagte mancher dort, wo die Messe aus den Nähten zu platzen und sich selbst zu blockieren drohte. Die Organisatoren reagierten schnell. Bereits im Vorfeld der MIPIM ließen sie verkünden, dass es ab Herbst 2008 eine zusätzliche Messe, ebenfalls in Cannes, unter dem Signum „Mipim Horizons“ geben soll. Aufstrebende Immobilienregionen wie z.B. Indien, die arabischen Staaten oder Osteuropa möchte man dort präsentieren. Interessanterweise wird die „Mipim Horizons“ im September, also einen Monat vor der deutschen Konkurrenzmesse, der Münchner Expo Real, ausgerichtet.

Was diese Pläne rund um die MIPIM und das immer stärker ausufernde Schaulaufen der Immobilien- und Baubranche an der Côte d’Azur belegen, ist, dass mit Real Estate zurzeit prächtig Geld verdient wird. Trotz des europäischen Renditetiefs (momentan unter den magischen 6 Prozent) und steigender Zinsen, findet immer mehr Kapital den Weg in die Immobilie. Und die Verknüpfungen mit dem Kapitalmarkt werden immer vielfältiger. So wird die Immo­bilie als kurz- und mittelfristige Anlageoption gezielt auf ihre Performance hin analysiert. Dafür be­darf es immer mehr professioneller Berater, angefangen bei Rechtsanwälten, Investmentbankern oder Unternehmensberater, die sich alle auf der MIPIM tummel­ten. War vor einigen Jahren „Facility Management“ das Zauberwort, so ist es heute „Asset Management“. Die internationale Finanzwelt hat Einzug in die Immobilienwirtschaft gehalten. Fonds, Versorgungswerke und Beteiligungsgesellschaften aus der ganzen Welt legen ihre Erträge zu vermeintlich sicheren und besseren Konditionen (als z.B. in Aktien oder Ren­ten) in Real Estate an. Für alle Beteiligten, mitunter sogar für Architekten, stellt dies einen gewaltigen Paradigmenwechsel dar. Das geforderte Leistungsspektrum geht daher auch klar über eine technische Due Diligence (die im Finanzverkehr „erforderliche Sorgfalt“) oder das Facility Management hinaus. As­set Management bedeutet eine aktive Verwaltung und Bearbeitung von Immobilienvermögen. Darunter fällt die ständige Analyse und Optimierung des Portfolios unter primär kaufmännischen Gesichtspunkten. Für den nötigen geschäftlichen Druck sorgen die Beschaffungsmärkte, z.B. in Osteuropa und den arabischen Staaten, wo die Preise kräftig gestiegen sind. MIPIM und Expo Real sind für das weltweite Werben um Aufsehen, Know-how, politischen Willen und Kapitalströme zu unverzichtbaren Drehschreiben geworden.
Was dies für die Architektur bedeutet, ist schon seit Jahren zu beobachten. Zunächst zeigten sich die ersten Anzeichen nur an bestimmten „hot-spots“ wie Dubai, Moskau oder Shanghai. Inzwischen bemüht sich jede Region, die etwas auf sich hält, um außergewöhnliche Bauwerke. Der weltweite Bedarf an Opernhäusern, luxuriösen Wohnhochhäusern, exquisiten Einkaufspassagen oder gar In-Door-Skipa-radiesen scheint ins Unermessliche gestiegen zu sein. Der Hunger nach Luxus treibt die Objekte in schwindelerregende Ausmaße in puncto Höhe, Größe, Ausstattung und Kosten. Wohnhochhäuser mit 40 Stockwerken, ausgelegt für Suiten über ganze Geschosse, sind keine Seltenheit mehr. Zuhauf glitzerten die mo­dellhaften Impressionen dieser Neuen Welt an den Ständen in Cannes. Es ist erschreckend, derart geballt vorgeführt zu bekommen, wie mit sogenannter „Architektur“ die Welt verschandelt werden soll.