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21. Januar 2009 Metamorphose. Bauen im Bestand

Designerberge

Gäste- und Ferienhaus „berge“ in Aschau

Bauherr, (Innen-)Architekt und Herbergsvater in einer Person: Im oberbayerischen Aschau baut Nils Holger Moormann derzeit ein über dreihundert Jahre altes Gebäude um – schrittweise und in Eigenregie richtet er dort maßgeschneiderte Ferienwohnungen ein. Dabei war weder der Einstieg ins Gastgewerbe noch die Transformation des Bauwerks ursprünglich beabsichtigt.

Eigentlich war alles ganz anders geplant: Als Designunternehmer und Möbelproduzent Nils Holger Moormann in unmittelbarer Nähe seines Firmensitzes ein Grundstück erwarb, wollte er dort eine dringend benötigte Lagerhalle errichten. Doch das Vorhaben scheiterte – weniger an Architekt Peter Zumthor als vielmehr an Streitigkeiten mit Anwohnern und Behörden. Kurioserweise ermöglichte aber gerade die nicht erteilte Baugenehmigung ein ganz anderes, viel anspruchsvolleres Bauprojekt. Denn neben der Freifläche für den geplanten Neubau stand auf dem Grundstück noch ein marodes, zweigeschossiges Gebäude, das gemeinsam mit einigen benachbarten Bauwerken Ensembleschutz genießt. Direkt an der Durchgangsstraße gelegen, hatte es seit dem Jahr 1671 als Bäckerei, später als Gastwirtschaft und zuletzt als Jugendhotel gedient. Würde es sich nun zum Lager umbauen lassen…?

18. September 2008 Metamorphose. Bauen im Bestand

Einkehr am Wegesrand

St. Klara in Nürnberg

Bereits 1274 geweiht, dient St. Klara in Nürnberg heute als Offene Kirche der Cityseelsorge. Brückner & Brückner setzten das denkmalgeschützte Gotteshaus nun behutsam instand. Sie verlegten den Eingangsbereich und schufen dort eine sehenswerte Kapelle, die als Übergangszone zwischen Innenstadt und Kirchenschiff fungiert.

Ihren jüngsten Bestimmungszweck erhielt St. Klara, eine der ältesten erhaltenen Kirchen Nürnbergs, vor gut zehn Jahren: Seit dem Einzug der katholischen Cityseelsorge zählen ein täglicher Gottesdienst, regelmäßige Beichtzeiten und verschiedene individuelle Feierformen zum christlich-spirituellen und kulturellen Angebot. Dank der unmittelbaren Nähe zur Fußgängerzone, der Königstraße, bietet die Offene Kirche aber noch mehr: Ruhe vor Lärm, Hektik und Alltag – und sei es nur bei einer schnellen Einkehr, einem kurzen Gebet oder dem eiligen Entzünden einer Opferkerze…

28. Januar 2007 Metamorphose. Bauen im Bestand

Betagte Autos in betagten Hallen

Meilenwerk, Düsseldorf

In Düsseldorf hat das Büro RKW Rhode Kellermann Wawrowsky ein Forum für Fahrkultur geschaffen. Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge können dort bestaunt, erworben, gelagert, gewartet, restauriert oder auch verkauft werden. Teil der Gesamtanlage: ein denkmalgeschützter, vollständig sanierter Ringlokschuppen aus den dreißiger Jahren.

Automobile Begierde: Das Konzept Meilenwerk

Fan trifft Fan. Mit diesen drei Worten könnte man eine Geschäftsidee zusammenfassen, die unter dem Namen „Meilenwerk“ inzwischen nicht mehr ganz unbekannt ist. Ziel ist es, all jenen Menschen ein Forum zu bieten, für die Oldtimer mehr als bloße Fortbewegungsmittel sind: Liebhaber und Technikbegeisterte treffen auf Fachwerkstätten, Händler, Restauratoren und andere Dienstleister. Über private Einstellboxen sowie den Verkauf und die Pflege der Fahrzeuge hinaus ergänzen Gastronomie- und Eventbereiche das Angebot. Denkmalgeschützte Industriebauten mit ihrer jeweils individuellen Geschichte bieten den geeigneten architektonischen Rahmen für die automobilen Klassiker, die ebenfalls auf eine lange Vergangenheit zurückblicken…