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Grand Palais Éphémère
Nach Tokio folgt Paris. In drei Jahren finden dort die Olympischen Sommerspiele statt. Viele Wettkampforte sind mitten in der Stadt vorgesehen, so auch am Eiffelturm. Schon jetzt wurde dort eine temporäre Halle fertiggestellt, die den sanierungsbedürftigen Grand Palais ersetzen soll. Wird sie wie der Eiffelturm stehen bleiben?
Kunst im offenen Zylinder
Öffentlich-private Quartierswiederbelebung
Ein Blick nach Paris, das immer noch wesentlich stärker durch Einzelhandel und Kleingewerbe geprägt ist als andere Metropolen: Mit der Agentur Semaest mischt auf dem dortigen Markt für Geschäftslokale seit vielen Jahren ein halb städtisch, halb privatwirtschaftlich organisierter Mitspieler mit, dessen Geschäftszweck nicht die Gewinnoptimierung, sondern der Erhalt kleinteiliger Strukturen ist.
Die neue Cité de Refuge
Der „Ort der Zuflucht“ im 13. Pariser Arrondissement, die Refuge Singer-Polignac, ist wieder Anlaufstelle für die Ärmsten der Armen, die eine Bleibe brauchen. Das Baudenkmal von Le Corbusier wartete mit allen Klippen und Hindernissen auf, die ein Scheitern der Sanierungsbemühungen nahegelegt hätten. Wie sie umgangen oder gemeistert wurden ist beispielhaft.
Pariser Türme
In der Stadt an der Seine diskutiert man seit einiger Zeit heftig über den Bau neuer Hochhäuser innerhalb des Boulevard Périphérique. Eigentlich sind solche Planungen dort nicht zulässig, doch der Druck der Investoren wächst und es gibt bereits Ausnahmen. Im März nun entscheidet der Stadtrat endgültig über die „Tour Triangle“ von Herzog & de Meuron.
Hadid zu verschenken
Groß gefeierte Architektur kann traurig enden. Auf dem Vorplatz des Institut du Monde Arabe in Paris wird, um Platz zu schaffen, der Chanel-Ausstellungspavillon von Zaha Hadid abgebaut. Man möchte ihn verschenken, doch niemand will ihn haben. Daher der Aufruf: Wer diesen inzwischen zerlegten Pavillon abholen will, soll sich bei Jack Lang melden, dem Direktor des Institut du Monde Arabe. Für Ausstellungen ist er allerdings kaum geeignet.
Im Land der Weinbergschnecken
Das FRAC Centre in Orléans
Wie gelingt es, für eine Sammlung experimenteller Architekturmodelle und -zeichnungen mehr Aufmerksamkeit zu erheischen? In Orléans engagiert man dafür die Architekten Jakob MacFarlane, die routiniert ihr Designprogramm zum Einsatz bringen, den Neubau „Turbulances“ nennen – aber wohl eher eine Schnecke vor Augen hatten –, und freut sich über den Rummel.
Der Idealist, der Verführer, der Architekt
Rudy-Ricciotti-Ausstellung in Paris
„Ricciotti, Architekt“, die Ausstellung mit prägnant kurzem Titel in der Pariser Cité de l’Architecture et du Patrimoine versucht der spezifischen Gedanken- und Erlebniswelt des 1952 in Algerien geborenen und in Südfrankreich lebenden Architekten Rudy Ricciotti mit einer Dreiteilung gerecht zu werden.