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Artikel

4. August 2016 Neue Zürcher Zeitung

Auswüchse einer Konsumwelt

Bereichern Shoppingmalls das Leben, oder bewirken sie die Zerstörung der Innenstädte? Sind sie Teil des Stadtraums oder nur ein Trugbild einstiger Öffentlichkeit? Eine Neuorientierung ist nötig.

Der Bau neuer Shoppingmalls ruft, spätestens seit das kommerziell erfolgreiche «Centro» im krisengebeutelten Oberhausen zu einer kaum wiedergutzumachenden Verödung der Innenstadt geführt hat, besorgte Anwohner, aber auch Stadtentwickler auf den Plan – in Deutschland genauso wie in der Schweiz und anderswo...

10. Februar 2016 Neue Zürcher Zeitung

Norm und Diversität

Industrialisiertes Bauen diente in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Sowjetunion und den Staaten des Ostblocks zur Bewältigung der Wohnungsnot und zur Modernisierung der Städte.

Welche Kriterien soll man formulieren, «wenn es darum geht, ein Gebäude zu dokumentieren oder gar unter Denkmalschutz zu stellen, das dutzendmal oder gar hundertfach auch andernorts errichtet wurde?», fragt Philipp Meuser in seinem grundlegenden Werk zur «Ästhetik der Platte». Industrialisiertes Bauen,...

16. April 2015 Neue Zürcher Zeitung

Die feinen Unterschiede

Über Jahrzehnte hinweg galten die architektonischen Zeugen der Ostmoderne hinsichtlich ihres ästhetischen Anspruchs als eintönig und trist. Das Interesse an ihnen erwachte spät. Heute scheint das gewichtigste Argument für den Erhalt der Bauten ihr drohendes Verschwinden zu sein.

Architektonische Relikte der Schwerindustrie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts erfahren im Westen als «anonyme Skulpturen» seit geraumer Zeit Anerkennung und Pflege. Sie halten die Erinnerung an untergegangene Produktionsformen und die funktionale Vielfalt von Industriebauten wach, mit denen man einst...

25. Oktober 2013 Neue Zürcher Zeitung

Die Einsamkeit der Nutzer

Architekturfotografie begnügt sich nicht mit der präzis erfassten Wiedergabe der Anatomie eines Gebäudes. Die Standpunkte reichen vom praxisorientierten Zugang über Freiräume der Imagination bis hin zum Augenmerk auf Rückbau und Absurdität entfesselter Bautätigkeit.

«Offenbar schlug ein kühner Architekt vor, als Brest nach dem Krieg in Ruinen lag, wo man schon alles neu bauen müsse, da sollten doch alle Einwohner das Meer sehen können: Man könne doch die Stadt im Halbkreis wieder aufbauen, nach hinten immer höhere Häuser, die Stadt bis an den Rand der Strände gezogen.»...