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Artikel

7. Oktober 2014 Neue Zürcher Zeitung

Athen an der Limmat

Im Zeichen von Immigration und Wohnungsnot soll Zürich verdichtet werden. Dabei stehen vor allem historische Viertel im Visier, wie jüngst die überrissene Planung für das Universitätsviertel zeigte.

Bis auf einige irrtümliche Bombeneinschläge blieb das architektonische Erbe unseres Landes von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs verschont, um kurz darauf durch eine beispiellose Bauwut dezimiert zu werden. Die Architekten und Urbanisten konnten sich dabei auf Le Corbusier berufen, aber auch auf...

25. September 2014 Neue Zürcher Zeitung

Turm und Mauer

Neben wichtigen Bauten der jüngeren Garde gibt es in Bellinzona seit kurzem auch Luigi Snozzis bis anhin grösstes Gebäude zu bestaunen: den neuen Sitz des kantonalen Bau- und Umweltamtes.

Will man die Vielfalt der heutigen Tessiner Architektur kennenlernen, erweist sich Bellinzona als besonders interessanter Ort. Neben wichtigen Bauten der jüngeren Garde gibt es hier seit kurzem auch Luigi Snozzis bis anhin grösstes Gebäude zu bestaunen: den neuen Sitz des kantonalen Bau- und Umweltamtes....

11. September 2014 Neue Zürcher Zeitung

Klötze am Fuss des Zürichbergs

Während man auf den ehemaligen Industriearealen in Zürich West die Hochhäuser locker verstreut, setzt man bei der zweifellos nötigen Neugestaltung des Hochschulviertels auf eine imposante Dichte.

Unsere boomenden Städte brauchen Platz. Da bietet sich die Verdichtung nach innen als Wundermittel an. Doch die Gesetzte erlauben oft nur eine beschränkte Ausnützung. Das ist dort richtig, wo es wertvollen Bestand zu schonen gilt. Doch in den ehemaligen Industriezonen im Westen und Norden Zürichs hätte...

28. August 2014 Neue Zürcher Zeitung

Hamburgs nautische Architektenschmiede

Neben attraktiven Plätzen, Parkanlagen oder Wasserflächen brauchen neue Stadtquartiere auch architektonische Akzente, die ihnen ein unverwechselbares Aussehen verleihen.

Neben attraktiven Plätzen, Parkanlagen oder Wasserflächen brauchen neue Stadtquartiere auch architektonische Akzente, die ihnen ein unverwechselbares Aussehen verleihen. Solche Identifikationsfiguren besitzt die Hamburger Hafencity, das grösste innerstädtische Entwicklungsgebiet Europas, mit der grandiosen,...

28. August 2014 Neue Zürcher Zeitung

Lausannes grüne Stadtplanung

Einladende Aussenräume sind für die Attraktivität einer Stadt ebenso wichtig wie qualitätvolle Bauten.

Einladende Aussenräume sind für die Attraktivität einer Stadt ebenso wichtig wie qualitätvolle Bauten. So profitiert Lausanne von seinen vielen Parks und Vorgärten, die immer wieder mit mediterranen Pflanzenschätzen überraschen. Ihnen antworten seit 40 Jahren die hängenden Gärten an den von Jean Prouvé...

14. August 2014 Neue Zürcher Zeitung

Historische Paläste und elegante Kuben

Seit über 100 Jahren entstehen in Südtirol bedeutende Hotelbauten. Eine Ausstellung in Meran beleuchtet nun die Tourismusarchitektur, die der regionale Architekturszene neue Impulse vermittelt hat.

Neben kitschigen Hotels im Pseudo-Tirolerstil besitzt Südtirol auch architektonisch anspruchsvolle Gastbetriebe. Jugendstilpaläste wurden in den vergangenen Jahren rund um Bozen ebenso restauriert wie das alpin-moderne «Drei Zinnen» von Clemens Holzmeister in Sexten (1929). Gleichzeitig entstanden elegante...

31. Juli 2014 Neue Zürcher Zeitung

Pop und Postmoderne

Das Museum für Angewandte Kunst (MAK) in Wien widmet derzeit dem vor einem Vierteljahr verstorbenen Wiener Architekten und Pritzkerpreisträger eine grosse, höchst sehenswerte Werkschau.

Die 1960er Jahre waren auch in der Architektur eine Zeit des Aufbruchs und der Revolte. Zu bauen gab es für die jungen Wilden zwar nur wenig. Doch was sie dachten, zeichneten und phantasierten, sollte neue Horizonte eröffnen. Als Grenzgänger zwischen Architektur und Kunst träumte der 1934 in Wien geborene...

17. Juli 2014 Neue Zürcher Zeitung

Locarnos korallenrote Ausstellungsbox

Der Tessiner Franco Moro hat für die Modernesammlung Ghisla ein Museumsgebäude in Form einer minimalistisches Skulptur geschaffen. Architektur und Kunst des Hauses bilden Locarnos neuste Attraktion.

Eine transparente Betonstruktur sollte es werden: Franco Moros Ausstellungshaus der neugegründeten Ghisla Art Collection in Locarno. Doch die Kosten des 2007 aus einem Wettbewerb hervorgegangenen Projekts erwiesen sich bald schon als zu hoch, und der Architekt musste auf Wunsch des Sammlerehepaars Ghisla...

9. Juli 2014 Neue Zürcher Zeitung

Stadtbausteine statt monotone Riegel

Zentrumsquartiere werden immer öfter durch fragwürdige Neubauten verdichtet. Intelligenter wäre es, auf Neubauarealen dynamische Stadtbausteine mit engen Strassen und kleinen Plätzen zu verwirklichen.

Wenn es um das Verdichten geht, ist unseren Politikern, Planern und Investoren nichts heilig. Um Grünraum zu schonen, plädieren ökologische Kreise für den brachialen Umbau gewachsener Stadtquartiere, obwohl jeder Abriss einer Energievernichtung gleichkommt. Den Ball nehmen die Investoren nur allzu gern...

25. Juni 2014 Neue Zürcher Zeitung

Konzepte statt Fassaden

Berühmtheit erlangte Bernard Tschumi mit den Folies im Parc de la Villette in Paris. Obwohl seine Ideen in Fachkreisen weiterhin Beachtung fanden, wurde die Öffentlichkeit erst zwanzig Jahren später durch das Akropolis-Museum erneut auf ihn aufmerksam. Nun präsentiert Tschumi sein Œuvre in einer grossen Pariser Schau.

Gegen den formalistischen Fassadenzauber der postmodernen Baukunst rebellierten in den 1980er Jahren einige Wilde, die sich – inspiriert von Jacques Derridas poststrukturalistischer Philosophie und dem sowjetischen Konstruktivismus – die Zerschlagung traditioneller architektonischer Formen zum Ziel gesetzt...

18. Juni 2014 Neue Zürcher Zeitung

Sizas Weg und Höllers Turm

Die Zahl der Meisterwerke auf dem Vitra-Campus in Weil am Rhein wächst. Rechtzeitig zu Art konnte nun eine Besucherpromenade von Alvaro Siza und ein Aussichtsturm von Carsten Höller eröffnet werden.

Das Vitra-Gelände in Weil am Rhein ist Möbelproduktionsstätte und Ausflugsort für Design- und Architekturliebhaber in einem. Neben hochkarätigen Ausstellungen (derzeit Konstantin Grcic und Alvaro Siza) locken Bauten berühmter Architekten, die auf einer der 3000 Gruppenführungen pro Jahr besichtigt werden...

5. Juni 2014 Neue Zürcher Zeitung

Vergoldete Bauten

Seit 2007 werden jährlich Architekten aus dem deutschsprachigen Raum zum Best Architects Award eingeladen. Diesmal wird er von Deutschschweizern und Romands dominiert, wie eine Schau in Bregenz zeigt.

Über den Nutzen von Architekturauszeichnungen kann man sich streiten. Während der EU-weit verliehene Mies-van-der-Rohe-Preis als Plattform künstlerischer und nationaler Eitelkeiten gilt, vermochte die Ausschreibung «Neues Bauen in den Alpen» um die Jahrtausendwende die Baukultur in alpinen Regionen zu...

22. Mai 2014 Neue Zürcher Zeitung

Italienische Heiterkeit

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg fand Giulio Minoletti als junger Architekt Beachtung. Doch seine Meisterwerke entstanden im Mailand der 1950er Jahre, wie eine schöne Ausstellung in Mendrisio zeigt.

Die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg waren die «stagione fortunata» der italienischen Baukunst. Giò Ponti, BBPR und Ignazio Gardella belebten die Szene, aber auch kleinere Meister wie der in Mailand tätige Giulio Minoletti (1910 bis 1981) entwickelten eine neue Sprache. Dieser hatte in den späten...

22. Mai 2014 Neue Zürcher Zeitung

Räume in Schieflage

Mit ihren Bauten und Möbeln belebten Trix und Robert Haussmann die Postmoderne-Diskussion. Nun entdeckt eine junge Generation ihr Schaffen neu, wie eine attrktive Schau bei Fri Art in Freiburg zeigt.

An der zur protestantischen Einfachheit neigenden gestalterischen Kultur der Schweiz lag es, dass die in den 1970er Jahren aufblühende postmoderne Architektur hierzulande eine Randerscheinung blieb. Nur zwei Teams wagten es, die funktionalistische Moderne infrage zu stellen: die Tessiner Architekten...

21. Mai 2014 Neue Zürcher Zeitung

Frühling der Schweizer Architektur

In den 1960er Jahren herrschten Aufbruchstimmung und Zukunftseuphorie. Davon zeugen auch die heiter expressiven Pavillonbauten der Expo 64 in Lausanne. Eine Doppelausstellung am einstigen Schauplatz ruft nun die vom Tessiner Alberto Camenzind konzipierte temporäre Expo-Stadt am Genfersee in Erinnerung.

Zu den grossen Ereignissen im kollektiven Gedächtnis der Schweiz zählen die Landesausstellungen. Sie ermöglichten ganz individuelle Begegnungen, sorgten aber auch für einmalige Gemeinschaftserlebnisse der zwischen «Alien» und «Waterworld» changierenden Wolke von Yverdon oder der fröhlichen, den drohenden...

15. Mai 2014 Neue Zürcher Zeitung

Eine Ausstellung zum antiken Städtebau in Trier

Seiner antiken Monumente wegen wird Trier gerne als Rom des Nordens bezeichnet. Eine sehenswerte Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum Trier befasst sich nun mit den altrömischen Städten an Mosel, Rhein und Neckar. Dabei wirft sie indirekt auch ein Licht auf die Stadtentwicklung in der Schweiz zur Römerzeit.

Als Stadttor ist die palastartige Porta Nigra in Trier einzigartig. Zur Kirche umgestaltet, überstand sie die Jahrhunderte und wurde dann auf Napoleons Geheiss hin wieder in ihre ursprüngliche Form zurückgeführt. Trier bietet jedoch noch andere im westlichen Europa einmalige antike Zeugnisse: hoch aufragende...

8. Mai 2014 Neue Zürcher Zeitung

Zickzack-Brücke im Trockendock

Zwischen der Altstadt von Helsingør und dem Hamlet-Schloss Kronborg hat Bjarke Ingels in einem ehemaligen Trockendock das neue dänische Schifffahrtsmuseum gebaut. Entstanden ist ein Meisterwerk.

Die Rahmenbedingungen waren nicht eben einfach: Das neue Schifffahrtsmuseum von Helsingör musste in einem ehemaligen Trockendock untergebracht, die Büros der Museumsverwaltung mussten von Tageslicht erhellt und die Sicht von der Stadt auf das Hamlet-Schloss Kronborg durfte nicht verbaut werden. Gleichzeitig...

16. April 2014 Neue Zürcher Zeitung

Einfachheit und Protzerei

Vielfalt und Widerspruch prägen die arabische Welt. Gleichwohl gelingt es dem Louisiana-Museum in Humlebæk, die Entwicklungen der neuen arabischen Architektur in einer Übersichtsschau zu skizzieren.

Arme, krisengeschüttelte Länder am Südrand des Mittelmeers, aber auch reiche, zukunftsorientierte Staaten am Persischen Golf bestimmen unser Bild der arabischen Welt. Ähnlich unterschiedlich wie die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen in den einzelnen Staaten manifestiert...

10. April 2014 Neue Zürcher Zeitung

Von der Geometrie zur organischen Form

Der Pariser Architekt und Professor in Lausanne hat Patrick Berger mit dem Uefa-Hauptsitz in Nyon auch hierzulande Spuren hinterlassen. Nun widmet ihm die Galerie Archizoom der EPFL eine Werkschau.

Mit dem formal strengen, aber vom Landschaftsarchitekten Gilles Clément üppig bepflanzten Parc André Citroën in Paris wurde Patrick Berger im Herbst 1992 über Nacht berühmt. Zwei Jahre danach gewann er den Wettbewerb für den Bau des Hauptsitzes der Uefa in Nyon. Von der Strasse aus sind nur zwei Pavillonbauten,...

8. April 2014 Neue Zürcher Zeitung

Ein grauer Diamant

Neubauten in der Innenstadt und auf dem EPFL-Campus möglich werden liess. Vier Jahre nach dem vielgepriesenen Rolex Learning Center von Sanaa konnte auf dem Hochschulgelände das innovative, aber nüchterne Swiss Tech Convention Center eingeweiht werden.

Lange gefiel sich Lausanne als provinzielle Schönheit am Genfersee. Doch dann brachten die Fondation de l'Hermitage, das Musée Olympique und Maurice Béjarts Balletttruppe frischen Wind in die über dem See thronende Stadt, die bald auch architektonisch zu überraschen wusste. Bernard Tschumi und Luca Merlini...

28. März 2014 Neue Zürcher Zeitung

Über sieben Brücken

Bauliche Eingriffe schaffen nicht nur Neues, sie zerstören auch – hier alte Bausubstanz, dort den mehr oder weniger natürlichen Mikrokosmos. Aber sie können die Natur für uns auch erst erfahrbar machen. Etwa im Fall der Aussichtsplattform Conn bei Flims, die die Churer Architektin Corinna Menn wie einen...

15. März 2014 Neue Zürcher Zeitung

Kultur und Ökoarchitektur

Während es in vielen muslimischen Ländern gärt, blicken die Vereinigten Arabischen Emirate optimistisch in die Zukunft. Vor allem Abu Dhabi will sich mit kulturellem und ökologischem Engagement weltweit einen Namen machen.

Über die wellenartig geformte Sheikh-Zayed-Brücke rollt der Bus vom Festland auf die Stadtinsel Abu Dhabi. Die vor drei Jahren nach Zaha Hadids Plänen errichtete Konstruktion zeugt zusammen mit der 2007 vollendeten Sheikh-Zayed-Moschee, deren schneeweisse Kuppeln und Minarette in der Ferne aufblitzen,...

13. März 2014 Neue Zürcher Zeitung

Gebaute Liebschaften

Sie zählen seit über 20 Jahren zu den führenden Architekten der Schweiz: Valentin Bearth und Andrea Deplazes. Kurz nach der Gründung ihres Büros 1988 in Chur gelang ihnen mit der präzis in den alten Dorfkern von Tschlin im Unterengadin eingepassten Mehrzweckhalle der Durchbruch. Seither haben sie zusammen...

5. Februar 2014 Neue Zürcher Zeitung

Prachtvolle Villen und verborgene Gärten

Während Pompeji mit einstürzenden Ruinen für Negativschlagzeilen sorgt, locken Ausstellungen über die antiken Vesuvstädte Hunderttausende von Besuchern in die Museen. Ausgehend von der Casa del Menandro widmet sich nun eine attraktive Schau in der Münchner Hypo-Kunsthalle dem «Leben auf dem Vulkan».

Drei wunderbar erhaltene antike Marmorstatuen, die später als «Herculanerinnen» berühmt werden sollten, sorgten vor dreihundert Jahren im Wiener Belvedere-Palast des Prinzen Eugen von Savoyen für Aufsehen. Sie waren das Geschenk eines Verwandten, des Offiziers und selbsternannten Prince d'Elboeuf. Dieser...

23. Dezember 2013 Neue Zürcher Zeitung

Den Himmel stürmen

Der Himmel über Dubai ist mit Wolkenkratzern gespickt. Hier sind in den letzten fünfzehn Jahren mehr Hochhäuser entstanden als sonst wo auf der Welt. Selbst die Wirtschaftskrise konnte den Boom nur vorübergehend bremsen. Nun will Dubai zudem mit der Expo 2020 beweisen, dass Arabien weiterhin an die Zukunft glaubt.

Vor zehn Jahren war Dubai eine Boomtown, in der neue Bauprojekte fast wöchentlich Schlagzeilen machten – von Skihallen über Shoppingmalls und Wolkenkratzer bis hin zu künstlichen Inseln in der Form von Palmen oder Kontinenten. Wichtig waren dabei stets die Attribute «grösser, besser, schöner». Am Anfang...