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Artikel

2. November 2016 Neue Zürcher Zeitung

Eine weissglänzende Muschel am Tejo

Lissabon feiert die von der Londonerin Amanda Levete realisierte neue Kunsthalle des Museu de Arte, Arquitetura e Tecnologia. Sie ist eines von mehreren interessanten Neubauprojekten am Tejo-Ufer.

Touristen lieben es: das malerische alte Lissabon. Denn keine andere europäische Grossstadt besitzt so viel Charme wie die Metropole am Atlantik. Vor allem die Unterstadt, die sich seit dem Wiederaufbau nach dem Erdbeben von 1755 schachbrettartig auf den Tejo ausrichtet, hüllt sich in süsse Schwermut,...

20. Oktober 2016 Neue Zürcher Zeitung

Eine Pyramide für Afrika

as künftige Parlamentsgebäude von Burkina Faso

Beim Volksaufstand von 2014 wurde das Parlamentsgebäude von Burkina Faso in Ouagadougou zerstört. Nun schlägt der in Berlin tätige burkinabische Architekt Diébédo Francis Kéré einen Neubau in Form einer Pyramide vor.

Der renommierte afrikanische Architekt Diébédo Francis Kéré, der 2010 mit dem BSI Swiss Architectural Award ausgezeichnet wurde, baut das neue Gebäude der Nationalversammlung seines Heimatlandes Burkina Faso in Ouagadougou. Kéré, der zuvor schon mehrere kleine Bauten in seinem Geburtsdorf Gando realisieren konnte, arbeitet heute in Berlin. In seinem Berliner Studio konzipierte er das neue Parlamentsgebäude in Form einer flachen Pyramide aus Beton und Naturstein.

Die schrägen, teilweise abgetreppten Oberflächen der Pyramide sollen begehbar sein und auf den Schmalseiten Gartenterrassen aufweisen, auf welchen neue, dem Savannenklima des trockenheissen Landes angepasste Landwirtschaftstechniken getestet werden können. Durch die Pyramidentreppen soll Licht in einen darunter sich weitenden Vorhof gelangen, der an einen traditionellen Dorfplatz erinnert, wo sich die Ältesten im Schatten eines grossen Baums versammeln. Von hier aus betritt man das Parlamentsgebäude. Dieses bietet einen Versammlungssaal für die 127 Abgeordneten des Landes.

Diébédo Francis Kérés Entwurf sieht ausserdem die Umgestaltung des alten Parlamentsgebäudes, das 2014 während des Volksaufstands gegen die autoritäre Herrschaft des langjährigen Staatschefs Blaise Compaoré zerstört worden war, in ein Denkmal für die Opfer des Aufstands inmitten eines baumbestandenen Platzes vor. Sollte das Parlamentsgebäude dereinst realisiert werden, so könnte es zu einer Ikone der zeitgenössischen Architektur in Afrika werden.

12. Oktober 2016 Neue Zürcher Zeitung

Barcelonas faszinierende Kleinbauten

Einst klotzten die Architekten in Barcelona mit monumentalen Gebäuden. Doch nun werden zwei kleine Bauten, ein Jachtklub und ein Informationspavillon, als neue Attraktionen der Stadt gefeiert.

Dank Stränden und Bergen, Promenaden und Parks zählt Barcelona zu den attraktivsten Metropolen Europas. Seit der Zeit der hedonistischen Movida, als Spanien das bleierne Grau der Franco-Zeit mit Lebenslust und Optimismus überwand, gilt die Stadt als hip und wird von unzähligen Touristen überrollt. Dies,...

8. Oktober 2016 Neue Zürcher Zeitung

Junya Ishigamis Glashäuser

Vor zehn Jahren wurde der BSI Swiss Architectural Award ins Leben gerufen. Nach dem Ende der Bank ist seine Zukunft ungewiss. Wie wichtig der Preis ist, zeigt nun eine Schau in Mendrisio.

Auch wenn ihre Medienpräsenz in den vergangenen Jahren abgenommen hat, ist die japanische Architektur noch immer gut für Überraschungen. Das zeigt sich in Europa nirgendwo so deutlich wie auf dem Campus der ETH Lausanne, wo Kengo Kumas langgezogenes hölzernes Kulturhaus derzeit der Vollendung entgegengeht...

26. September 2016 Neue Zürcher Zeitung

Kunststadt am Golf

Jean Nouvel baut derzeit mit dem Louvre Abu Dhabi das neuste Wahrzeichen der Vereinigten Arabischen Emirate. Doch immer neue Verzögerungen bewirkten, dass das Museum erst 2017 eröffnet werden kann.

Vor einigen Jahren noch war es am Arabischen Golf vor allem Dubai, das den Weg in eine fulminante Zukunft zu weisen schien. Doch inzwischen macht Abu Dhabi, die Kapitale der Vereinigten Arabischen Emirate, der Schwesterstadt Konkurrenz. Im Mittelpunkt stehen gewaltige Neubauzonen wie der Business District...

24. September 2016 Neue Zürcher Zeitung

Ein graues Felsenriff

Zum neueröffneten Erweiterungsbau des Landesmuseums äusserten sich die Fachleute bisher nur verhalten. Das dunkle, schroffe Betongebirge wirft Fragen zur architektonischen Kultur von heute auf.

Es zählt zu den grossartigsten Gebäuden des Späthistorismus in unserem Land: das 1898 nach Plänen des damals erst 40-jährigen Stadtbaumeisters Gustav Gull vollendete Landesmuseum. Das janusgesichtige Meisterwerk gibt sich zur Stadt hin als wehrhafte, von einem mächtigen Bergfried dominierte Burg. In...

21. September 2016 Neue Zürcher Zeitung

Mondäne Moderne

Mit Hotels und Villen hielt die moderne Architektur Einzug in den Bergen. Im Engadin tat man sich mit ihr schwer, auf dem Bürgenstock und im Tessin aber wurde sie zum Inbegriff des mondänen Lebens.

Bieder soll's gewesen sein: das Leben in den Nachkriegsjahrzehnten. Vielleicht war dies der Grund dafür, dass man sich damals nach Weltläufigkeit sehnte. Die Illustrierten jedenfalls stürzten sich in den fünfziger und frühen sechziger Jahren auf alles Schicke in Gesellschaft und Kultur. Die neue Abendgarderobe...

12. August 2016 Neue Zürcher Zeitung

Baukunst im Bild

Bisher war das Musée des Beaux-Arts von Le Locle vor allem für seine Grafikausstellungen bekannt. Nun überrascht es – passend zur baukünstlerischen Tradition der Stadt – mit Architekturfotografie.

Architektonisches Selbstbewusstsein charakterisiert die Neuenburger Jura-Städte La Chaux-de-Fonds und Le Locle. Noble historische Bauten, die Architektur der Uhrenindustrie sowie Werke des Jugendstils und des Style sapin prägen – bald sorgsam restauriert, dann wieder mit ehrwürdiger Patina versehen –...

3. August 2016 Neue Zürcher Zeitung

Schönheit und Gefahr

Das Lausanner Designmuseum Mudac zeigt derzeit drei Ausstellungen, die von Weltaneignung, vom Umgang mit Ängsten und von der Begegnung mit dem Schönen erzählen.

Skulpturen, Gemälde oder Installationen sprechen uns in Ausstellungen unmittelbar an, wecken Begeisterung, Befremden oder gar Ablehnung. Auf andere Exponate – etwa Designobjekte – reagieren wir meist verhaltener. Um das Besucherinteresse dennoch zu wecken, setzt das Lausanner Designmuseum Mudac immer...

28. Juli 2016 Neue Zürcher Zeitung

Hightech und Stadtgemüse

Mit Design lässt sich die Welt nicht retten. Dennoch versuchen fünfzehn Mailänder Institutionen im Rahmen der diesjährigen Triennale, Wege in eine bessere Zukunft aufzuzeigen.

Mailand ist, man weiss es, die Hauptstadt des Designs. Das zeigt sich besonders während des Salone del Mobile, der jeweils im April die ganze lombardische Hauptstadt als Bühne nutzt. Noch deutlicher manifestiert sich aber der raffinierte Gestaltungswille der Norditaliener in der Architektur, die in Mailand...

1. Juli 2016 Neue Zürcher Zeitung

Ein Blätterdach aus Stahl

Auf der vor Abu Dhabi gelegenen Insel Saadiyat entsteht eine Neustadt, deren kulturelle Attraktion mehrere Museen sein werden. Fast vollendet ist Jean Nouvels Louvre Abu Dhabi.

Vor einigen Jahren noch war es am Arabischen Golf vor allem Dubai, das den Weg in eine fulminante Zukunft zu weisen schien. Doch heute macht Abu Dhabi, die Kapitale der Vereinigten Arabischen Emirate, der Schwesterstadt Konkurrenz. Im Mittelpunkt stehen gewaltige Neubauzonen wie der neue Business District...

28. Juni 2016 Neue Zürcher Zeitung

Urbane Prototypen

Der Grossraum Zürich ist geprägt von architektonischem Mittelmass. Deswegen sind die Architekturpreise, mit denen Stadt und Kanton Zürich die baukünstlerische Qualität zu heben suchen, so wichtig.

Kaum eine europäische Kulturlandschaft wurde durch Zersiedelung derart geschunden wie das Schweizer Mittelland. Nicht nur die Agglomerationen sind hässlich. Auch die neuen Siedlungen mit ihren riesigen Wohnmaschinen oder über dürftiges Abstandsgrün gewürfelte Wohnkuben bieten ein betrübliches Bild. Es...

23. Juni 2016 Neue Zürcher Zeitung

Schöne Spitze des Eisbergs

Nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit kann in Chur der Neubau des Bündner Kunstmuseums eröffnet werden. Die kongeniale Erweiterung der historischen Villa Planta besitzt schweizweite Strahlkraft.

Graubünden besitzt eine vielbewunderte Architekturlandschaft mit der weltweit wohl höchsten Dichte an Vorzeigebauten pro Einwohner. Diese Blüte begründete Peter Zumthor, der sich 1968 in Chur niederliess und Kollegen wie Gion A. Caminada, Valerio Olgiati oder Bearth & Deplazes den Weg ebnete. Auch wenn...

17. Juni 2016 Neue Zürcher Zeitung

Babylonischer Höhenrausch

Wolkenkratzer sind schon lange Ausdruck von Wirtschaftsmacht und prestigeorientiertem Stadtmarketing. Nun entdecken Superreiche von Manhattan bis Sydney die Attraktivität luxuriöser Apartmenttürme.

Über dem Empire State Building, dem Idealbild eines Wolkenkratzers, und seinem postmodernen Pendant in Los Angeles, dem Library Tower, schweben gigantische Ufos. Plötzlich setzen sie unglaubliche Energieströme frei, die die Hochhäuser bersten und die Menschen in blinder Panik fliehen lassen. Diese bildmächtige...

11. Juni 2016 Neue Zürcher Zeitung

Neue Gärten braucht die Stadt

Im Namen einer mitunter fragwürdigen Verdichtung verschwinden in unseren Städten immer mehr Grünflächen. Doch Gärten können auch auf Restflächen, an Fassaden und auf Dächern eingerichtet werden.

Zürich ist eine Stadt der Parks. Doch einige werden inzwischen so stark für Freizeitaktivitäten genutzt, dass sie von den Stadtgärtnern zusehends in Rasenflächen mit pflegeleichten Bäumen verwandelt werden. Dass dahinter ein fragwürdiges modisches Konzept stehen könnte, lassen die Grünanlagen der Boom-Quartiere...

4. Mai 2016 Neue Zürcher Zeitung

Aufbruch im Mittelmeer

Vallettas Lage am Meer beflügelt die Sinne ebenso wie seine Bollwerke und Paläste. Dank subtilen Neubauten wie Renzo Pianos Parlament wirkt die 450 Jahre alte Schönheit heute verführerischer denn je.

Er ist ganz einfach wunderbar: der Blick von den Upper Barrakka Gardens auf den Grand Harbour. Kubische Bollwerke, rote Kuppeln und barocke Türme bestimmen eine Stadtlandschaft, die sich um fjordartige Meeresarme schmiegt. An Schönheit ist diese steinerne Welt kaum zu überbieten. Selbst Touristen, die...

2. Mai 2016 Neue Zürcher Zeitung

Warum der Swissmill Tower schön ist

Auch wenn der Swissmill Tower auf den ersten Blick abweisend wirken mag, passt er perfekt in sein industrielles Umfeld. Und er bewirkt, dass das gepützelte Zürich nicht noch stromlinienförmiger wird.

Hassliebe prägt seit je die Beziehung von uns Schweizern zu den Hochhäusern. Phasen der Ablehnung wechseln mit Zeiten der Euphorie, in denen uns Türme einen Weg aus der provinziellen Enge zu weisen scheinen. Doch weder eine Skyline wie in New York noch eine Ballung wie in Frankfurt ist bei uns aufgrund...

16. April 2016 Neue Zürcher Zeitung

Ein grauer Kubus für die Kunst

Von aussen gefällt er sich als strenger Monolith. Doch der perfekt in den Kontext eingebettete Erweiterungsbau des wichtigsten Schweizer Museums besitzt eine Innenwelt, die man gesehen haben muss.

Wäre da nicht der Fries mit der wie in Stein gemeisselten Leuchtschrift, man könnte den Neubau des Kunstmuseums Basel mit seinen hohen Fensterläden aus verzinktem Stahl für ein bunkerartiges Lagerhaus halten. Sein riesiges, mit groben Gittern verriegeltes Tor an der Dufourstrasse kann einen ganzen Lastwagen...

31. März 2016 Neue Zürcher Zeitung

Explodierende Bauten

Sie war die genialste Architektin unserer Zeit, die 1950 in Bagdad geborene Zaha Hadid. Mit ihren organisch fliessenden Bauten faszinierte sie die Welt. Nun ist sie im Alter von 65 Jahren in Miami gestorben.

Wer ihr begegnen durfte, wird diesen Augenblick nie vergessen. Mit ihrer physischen Präsenz beherrschte Zaha Hadid den Raum, während sie ihre intellektuelle Schärfe raffiniert hinter barock geschnittenen Designerkleidern zu verbergen suchte. Stets war ihr Erscheinungsbild perfekt, perfekt wie ihre Bilder,...

31. März 2016 Neue Zürcher Zeitung

Wie eine Ruine im üppigen Grün

Das junge Zürcher Büro Edelaar, Mosayebi, Inderbitzin hat in Hottingen ein Mehrfamilienhaus realisiert, das durch sein Erscheinungsbild ebenso überzeugt wie durch seine Integration in das Quartier.

Viele Architekturverbrechen sind am Zürichberg im Zeichen der Verdichtung schon geschehen. Immer mehr Altbauten mit kostbarem Baumbestand müssen Renditeobjekten weichen, die mit ihrer ausladenden Breite an Crèmeschnitten erinnern und die Textur des durchgrünten, von Stadtvillen geprägten Viertels langsam...

22. März 2016 Neue Zürcher Zeitung

Eine Wiener Schau feiert Tbilissis architektonischen Zauber

Die Galerie im Wiener Ringturm widmet sich der architektonischen und städtebaulichen Entwicklung von Tbilissi.

Spätestens seit der Bronzezeit ist die Gegend um Georgiens Hauptstadt Tbilissi besiedelt. Doch die im Herzen einer uralten Kulturlandschaft gelegene Stadt wurde immer wieder von Eroberern verwüstet. Von diesen wechselhaften Zeiten zeugt die aus dem dritten Jahrhundert stammende Festung Nariqala. Die...

8. März 2016 Neue Zürcher Zeitung

Melancholische Häuser

Er war nicht nur Architekt und Theoretiker. Aldo Rossi brachte 1973 auch die Druckgrafik zurück in den baukünstlerischen Diskurs. Heute stossen seine magischen Bildwelten auf grosses Interesse.

Können uns die Kupfer- und Stahlstiche, die Holzschnitte und Lithografien eines Baukünstlers, selbst eines bedeutenden, heute noch etwas sagen? Das mag man sich am Eingang zur Galerie Archizoom der ETH Lausanne fragen, wo derzeit das druckgrafische Werk des grossen Architekten Aldo Rossi (1931–1997)...

3. März 2016 Neue Zürcher Zeitung

Architektonischer Lichtblick im Tessin

Francesco Buzzis verschleierte Wohnhäuser
Nur selten vermögen heute Wohnbauten zu begeistern. Francesco Buzzi ist es in Solduno dank kontextuellem Denken und neuster Robotertechnologie gelungen, mit drei überzeugende Bauten zu realisieren.

Vor 15 Jahren schien der Schweizer Wohnungsbau neu aufzublühen. Doch bald führten Spardruck, aber auch ein allzu künstlerisches Architekturverständnis zu immer fragwürdigeren Bauten, so dass im Meer der Banalitäten heute nur selten noch überzeugende Wohnhäuser auszumachen sind. Zu diesen Raritäten zählt...

26. Februar 2016 Neue Zürcher Zeitung

Alle Wunder Roms

Täglich werden unzählige Bilder der Tempel, Kirchen und Plätze Roms geknipst. Was heute einfach geht, mussten die ersten Fotografen in harter Arbeit herstellen. Für uns sind diese Bilder wichtige Dokumente, wie eine Schau in Ligornetto zeigt.

Die Touristen, die vor dem Kolosseum und auf dem Pincio Selfies schiessen oder ganz einfach am Fuss des Flaminischen Obelisken erschöpft die Kulisse der Piazza del Popolo geniessen, wissen es: Wie keine andere Stadt verwöhnt uns Rom mit grossartigen Eindrücken. Diese versperren aber leicht den Blick...

18. Februar 2016 Neue Zürcher Zeitung

Elf Meisterwerke der österreichischen Architektur

Das Burgenland als Architektur-Labor Elf Meisterwerke der österreichischen Architektur In den Weiten des Burgenlands suchten seit den Nachkriegsjahren junge Architekten und Künstler neue Anregungen. Seither sind dort mehrere kleine Juwelen der österreichis

In den Weiten des Burgenlands suchten seit den Nachkriegsjahren junge Architekten und Künstler neue Anregungen. Seither sind dort mehrere kleine Juwelen der österreichischen Architektur entstanden.

Wiens Pracht kann kreativen Menschen schnell zur Last werden. Deshalb wohl suchten junge Architekten und Künstler der Nachkriegsjahre in der pannonischen Weite des Burgenlands neue Inspirationen. Den Anfang machte Roland Rainer, der sich 1957 ein Sommerhaus in St. Margarethen baute. Danach entstanden die Bildhauerunterkünfte von Johann Georg Gsteu sowie die Atelier- und Ausstellungshäuser von Peter Noever, Johannes Spalt, Friedrich Kurrent und Walter Pichler, dank denen das Burgenland zu einem eigentlichen Architektur-Labor wurde. Elf dieser Bauten sind nun in einer prachtvollen, mit historischen Fotos und Plänen, aber auch mit Neuaufnahmen von Nikolaus Korab illustrierten Publikation von Albert Kirchengast und Norbert Lehner vereint. Ihre Einführung in Landschaft und Architektur wird ergänzt durch ein Interview und einen Essay von Christian Reder, der betont, dass die Architekten das Burgenland nicht zuletzt deswegen schätzten, weil sie es als «not too Austrian» erlebten. Kurz: eine in jeder Hinsicht anregende Publikation.

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- Archaische Moderne