Bauwerk

Zentralröntgeninstitut LKH Klagenfurt - Zubau
Gerhard Mitterberger, Peter Jungmann - Klagenfurt (A) - 1996
Zentralröntgeninstitut LKH Klagenfurt - Zubau, Foto: Zita Oberwalder
Zentralröntgeninstitut LKH Klagenfurt - Zubau, Foto: Angelo Kaunat
14. September 2003 - Az W
Die Funktionserweiterung des Zentralröntgeninstitutes des Landeskrankenhauses Klagenfurt erforderte eine räumliche Erweiterung. Der bestehende Wartebereich des Institutes wurde verlängert und im Anschluss daran die Untersuchungsräume mit den erforderlichen Arbeitsbereichen angeordnet.
Der Zubau wird als Gerätehülle hochtechnischer Geräte interpretiert, erweitert um den Aspekt der menschlichen Benützung. Neben den höchst anspruchsvollen technischen Prämissen der Geräte, werden die räumlichen Qualitäten besonders auf das Wohlbefinden des zu untersuchenden Patienten und die Arbeitsqualität des untersuchenden medizinischen Personales ausgerichtet.
Klaustrophobische Zwänge waren zu vermeiden, eine Atmosphäre der Offenheit zwischen Arzt und Patient musste erreicht werden. Der Grossraum der Patienvorbereitung vermittelt ein Höchstmass an Information für den Patienten über die zu erwartende Untersuchung, ein Gefühl der verschlossenen Türen und somit Ausgeschlossenheit bzw. Ausgeliefertsein, ist zu vermeiden. Ausserdem bietet der Grossraum den Vorteil der Grosszügigkeit des Raumes durch Doppel- und Mehrfachfuntionen und Überschneidung verschiedener Bereiche.
Die sich scheinbar wiedersprechenden Forderungen der Offenheit, Transparenz, natürliche Belichtung auf der einen Seite und die lichttechnisch kontrollierte Arbeitssituation am Bildschirm und Filmschaukasten stellt höchste Anforderung and die kontrollierte natürliche Belichtung. Diese wird je nach Himmelsrichtung durch die verschiedenartigen Gläser erreicht: Transparente Gläser für die Patientenbereiche und Büroarbeitsplätze, transluzente Gläser für die Befundungsräume mit kleinen Aussichtschlitzen, die durch Rollos kontrolliert werden und großformatige fixe drehbare senkrechte Sonnenschutzlamellen für den Operatorbereich.
Sonnenschutz und Lichtkontrolle an der Südseite wird durch fix eingebaute Lamellen im Scheibenzwischenraum des Glases erreicht. Die Wärme wird nach aussen reflektiert, das Licht wird an die Decke reflektiert und erhellt indirekt den Raum. (Text: Architekt)

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Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien

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