Bauwerk

Erweiterung Congress Centrum Alpbach
DIN A4 Architektur - Alpbach (A) - 2016
Erweiterung Congress Centrum Alpbach, Foto: Norbert Freudenthaler
Erweiterung Congress Centrum Alpbach, Foto: Norbert Freudenthaler
28. November 2017 - aut. architektur und tirol

Das 1999 errichtete, von DIN A4 Architektur geplante Congress Centrum Alpbach hat sich in den vergangenen Jahren – auch abseits des jährlich veranstalteten Europäischen Forum Alpbach – zu einem vielgebuchten Tagungszentrum entwickelt und die Grenzen seiner Kapazität erreicht. Mit der vom Land Tirol gemeinsam mit der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino, der Gemeinde und dem Tourismusverband Alpbach sowie dem Europäischen Forum Alpbach finanzierten Erweiterung wurde wiederum DIN A4 Architektur beauftragt. Und erneut verschwindet die große Kubatur fast unsichtbar in der Landschaft und integriert sich damit in die doch sehr ländliche Umgebung.

Direkt an den Bestand angebunden entstand ein viergeschossiger Zubau, der oberirdisch lediglich mit seiner, zum Teil mit Holzlamellen verkleideten Glasfassade in Erscheinung tritt. In den beiden komplett unterirdischen Geschossen befindet sich eine Tiefgarage mit über 100 Stellplätzen, die auch eine unterirdische Anlieferung per LKW, etwa für Aussteller, erlaubt. Vom neu gestalteten Vorplatz aus wird ebenerdig ein großes, L-förmig angelegtes Foyer erschlossen, das drei Seminarräume und den großen Saal umfasst. Saal und Seminarräume sind stützenfrei mit T-förmigen Stahlbetonfertigteilen überspannt und über ein verschiebbares Trennwandsystem multifunktional bespielbar, um den Anforderungen von Events verschiedenster Art und Größe – von Kongressen, Fachmessen, Tagungen, kleineren Konferenzen, Firmenveranstaltungen oder Empfängen – gerecht zu werden. Belichtet wird der Saal über eine Oberlichtkonstruktion, deren hölzerne Umrahmung das einzig sichtbare Zeichen auf der intensiv begrünten Dachlandschaft ist.

Die Einbettung des Volumens in den Hang minimiert nicht nur den Eingriff in die Landschaft, sondern trägt auch dazu bei, dass der Energiehaushalt optimiert werden kann. Moderne Gebäudetechnik, eine geothermisch gespeiste Wärmepumpe für Heizung und Kühlung, Pelletsheizung für Spitzenlastabdeckung, in die Fassade integrierte Photovoltaikpanele und Strom bezogen aus regionalen Kleinkraftwerken sind weitere ökologische Aspekte des Erweiterungsbaus für das als „Green Meeting Location“ zertifizierte Kongresszentrum. (Text: Claudia Wedekind)

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Für den Beitrag verantwortlich: aut. architektur und tirol

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