Bauwerk

Hanggleiter
Q-rt Architektur - Lochau (A) - 2012
Hanggleiter, Foto: Dietmar Walser
Hanggleiter, Foto: Dietmar Walser
13. April 2018 - vai

Das Grundstück in Hanglage mit freier Sicht über den Bodensee schien anfangs kaum bebaubar. Das Gelände ist äußerst steil, die Fläche für eine Wohnanlage relativ knapp bemessen aufgrund der Straßenkehre, die den Bauplatz eng umgrenzt. Auf die besondere Situation antworteten die Architekten mit dem Konzept des ‚Hanggleiters‘: Drei Wohnungen wurden hangparallel so übereinander gelegt, dass sich jede Einheit mit dem umliegenden Gelände verknüpft. Dabei erhielten die Apartments ihren je eigenen Charakter mitsamt attraktiven Außenräumen, die aus dem Haus herauszuwachsen scheinen.

Ein Aufzug führt von der tieferliegenden Parkebene bis ins oberste Geschoß, wodurch die gesamte Anlage barrierefrei erschlossen ist. Die Primärkonstruktion besteht aus Stahlbetondecken und -wänden, unterstützt durch Stahlsäulen. Talseitig kamen größtenteils rahmenlose Fixverglasungen zum Einsatz, mit Holzfenstern als Öffnungselementen dazwischen.

Das strukturelle Konzept der ‚Faltung‘ ermöglichte Wohnräume mit einer Raumhöhe bis zu drei Meter, während Nebenräume niedriger bleiben konnten. Die Raumeinteilung innerhalb des Gefüges ist flexibel angelegt und konnte von der Bauherrschaft individuell gestaltet werden. Das Grundstück blieb abseits der Bebauung unangetastet. So hat der Hang in seiner ursprünglichen Form Bestand und das Haus wirkt beinah monolithisch-skulptural mit dem Berg verbunden. (Text: Tobias Hagleitner nach einem Text der Architekten)

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Für den Beitrag verantwortlich: Vorarlberger Architektur Institut

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