Übersetzt aus dem Amerikanischen von Dirk van Gunsteren, Kathrin Razum
Er ist genial, er ist exzentrisch und er ist der berühmteste Architekt der USA - wenn nicht gar der Welt: Mit der überlebensgroßen Figur Frank Lloyd Wright erweitert T. C. Boyle seine Darstellung mythischer Amerikaner. Mitten in der Prärie hat Wright einen Traum verwirklicht: das Anwesen Taliesin. Hier lebt und arbeitet er mit seinen treuen Schülern und seinen geliebten Frauen: der aparten Tänzerin aus Montenegro, der exaltierten Morphinistin und - natürlich - Mrs. Wright. Sie alle führen erbitterte Kämpfe gegen ihre Nebenbuhlerinnen und gegen die bigotte amerikanische Gesellschaft. Boyles Geschichte des großartigen Egomanen ist zugleich eine Kritik an der Prüderie der Amerikaner in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Presseschau
Sexkapaden eines amerikanischen Genies
Der Architekt Frank Lloyd Wright war ein egozentrischer Soziopath und Schürzenjäger. T. C. Boyle setzt ihm in seinem Roman «Die Frauen» ein schräges Denkmal.
T. C. Boyle ist einer der grossen satirischen Schriftsteller der Gegenwart, eine Art Jonathan Swift der USA: In seinen Erzählungen und Romanen verzerrt und entstellt er die Wirklichkeit so lange, bis sie ein überraschend neues und nicht selten ihr wahres Gesicht zu zeigen beginnt.
Besonders angetan...
Die Möbel zum Buch
Im neuen Roman von T. C. Boyle ist der Architekt Frank Lloyd Wright die Hauptfigur. Dieser hat aber nicht nur Häuser, sondern auch Möbel entworfen.
Selten war der amerikanische Schriftsteller T. C. Boyle einem seiner Romanhelden so nahe wie bei seinem jüngsten Werk. In «Die Frauen» beschreibt er teilweise fiktiv das Leben des Architekten Frank Lloyd Wright (1867–1959) und die Beziehung zu seinen Frauen. Derselbe Architekt hat 1909 auch Boyles heutiges...
Der Architekt und das Ewigweibliche
T. C. Boyle setzt Frank Lloyd Wright ein berührendes Denkmal
In einem der unzähligen Zivilprozesse gegen Frank Lloyd Wright wird dieser vom Richter nach seinem Beruf gefragt. Kühn antwortet er, er sei der grösste Architekt der Welt. Als der Richter wissen will, wie er das denn behaupten könne, meint Wright süffisant: «Nun, Euer Ehren, ich stehe schliesslich unter...