nextroom.at

Der Städtebau des faschistischen Italien ist in Deutschland – jenseits der Zirkel weniger Spezialisten – nahezu unbekannt. Auch in den Überblickswerken des europäischen Städtebaus wird er bis heute in der Regel ignoriert. Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass im faschistischen Italien die wohl umfangreichsten städtebaulichen Projekte der Zwischenkriegszeit in Europa realisiert wurden. Das vorliegende Buch bietet einen systematischen Überblick über den Städtebau der Mussolini-Diktatur auf der Grundlage zahlreicher, wenig bekannter Abbildungen, und es interpretiert diesen Städtebau neu, insbesondere mit Blick auf den Städtebau der anderen Diktaturen der Zwischenkriegszeit. Im Zentrum stehen die städtebaulichen Debatten und Projekte im Großraum von Rom und in den trocken gelegten pontinischen Sümpfen südöstlich von Rom. Daneben werden auch Projekte in anderen Städten Italiens und im „italienischen Ausland“ werden vorgestellt.

Autor:in
Daniela Spiegel
Herausgeber:in
Harald Bodenschatz
ISBN
3869221860
Beiträge von
Uwe Altrock, Lorenz Kirchner, Ursula von Petz
Sprache
Deutsch
Publikationsdatum
2011
Umfang
520 S.,
Format
gebunden, 30 x 24 cm

Presseschau

15. Mai 2012 Roman Hollenstein
Neue Zürcher Zeitung

Zurück zur alten Grösse

Im städtebaulichen Erneuerungswahn der späten 1930er Jahre wurde Sassello, das malerische Armeleuteviertel von Lugano, abgerissen, um ungesunde Zustände zu beheben, wie es hiess. An seiner Stelle errichtete der in Rom und Mailand ausgebildete Bruno Bossi – basierend auf einem Wettbewerbsprojekt von 1933 – an der engen Via Nassa eine kleine Platzanlage, die mit ihren Palazzi aus Travertin an italienische Vorbilder der Zeit erinnern.

Im städtebaulichen Erneuerungswahn der späten 1930er Jahre wurde Sassello, das malerische Armeleuteviertel von Lugano, abgerissen, um ungesunde Zustände zu beheben, wie es hiess. An seiner Stelle errichtete der in Rom und Mailand ausgebildete Bruno Bossi – basierend auf einem Wettbewerbsprojekt von 1933...