Von Indien bis Chile und von Grossbritannien bis zum Senegal haben Frauen seit Jahrhunderten die Architektur beeinflusst, indem sie schreibend Macht über Räume ausüben. Durch die Untersuchung einer Vielzahl von Quellen, von Tagebüchern und Reiseberichten bis hin zu Inventaren und politischen Pamphleten, erweitert diese Publikation die Geschichte der Architektur um diese Frauen. Die Autor:innen des Buches enthüllen die architektonische Handlungsmacht von Frauen anhand seltener schriftlicher Quellen, neuartiger Methoden und eingehender Neuinterpretationen kanonischer Erzählungen. Hausfrauen, Prinzessinnen, Romanautorinnen, Reisende, Krankenschwestern – die als Auftraggeberinnen, Nutzerinnen oder Kritikerinnen von Architektur schreiben – sind wichtige Stimmen für das Verständnis der Vergangenheit unserer gebauten Umwelt. Indem es spezifische Räume wie Kirchen, Wohnhäuser, Gärten, Boulevards, Küchen oder Hütten untersucht, schlägt das Buch einen neuen Ansatz in der feministischen Geschichtsschreibung vor.
Mit Beiträgen von Nitin Bathla, Karen Burns, Alba Carballeira, Christina Contandriopoulos, Francesca Denegri, Harriet Edquist, Yannick Etoundi, Hilary Fraser, Damla Göre, Jennifer Hayward, Laura Hindelang, Anne Hultzsch, Sigrid de Jong, Pía Montealegre, Ana G. Ozaki, Christian Parreno, Barbara Penner, Sol Pérez Martínez, Michelle Prain, Niloofar Rasooli, Jane Rendell, Elena Rieger, Matthew Lloyd Roberts, Tania Sengupta, Helen Thomas, Mabel O. Wilson, Richard Wittman, Lingyu Wu und einem Nachwort von Adrian Forty.