Gigasport Brunn/Geb.
Architektur für Sportartikelhandel ist Bauen für Menschen des Sports: Klar, temporär, signifikant, naturnah; ein Kontrast zum täglichen Erleben, eine Insel auch im Kommerz.
Noch viel kurzlebiger als die Dauer einer Trendsportart ist die Bauzeit solcher Hallen. Die Anforderung, aus dem Zusammenwirken der kaufmännischen Interessen einer gewinnorientierten Bauherrschaft und dem Bedürfnis des gestreßten Städters nach einer Insel im Strom des Alltags Architektur für den Menschen zu schaffen, führte einerseits zum Werkstoff Holz und andererseits zum Raum und der Baufigur dieser Halle.
Holz ist naturverbunden, in hohem Maß fertigteilgeeignet, temporär, entsorgbar und erzeugt im Kleinhirn Wohlbefinden.
Eine möglich gleichmäßige Tageslichtführung in Kombination mit punktueller Kunstlichtakzentuierung rückt Kaufgegenstände in ein angenehmes Interesse.
Die Idee einer flexiblen eingeschoßigen Halle wurde seitens der Architekten der Bauherrschaft mit dem Querverweis auf eine Messehalle unterbreitet. Warum kann Sportarikelverkauf nicht auch einmal als jahreszeitliche Abfolge mehrerer Ausstellungen oder Happenings versucht werden? Im Zentrum eine Bar zum Gespräch, umgeben von einigen Sportflächen zum Üben, dazwischengestreut die dafür notwendigen Artikel, zum Verkauf angeboten.
Für den Beitrag verantwortlich: Österr. Holzleimbauverband, 01.01.1970
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