Bauwerk

Handling Center West
TREUSCH architecture - Schwechat (A) - 2005
Handling Center West, Foto: Rupert Steiner
Handling Center West, Foto: Rupert Steiner

Handling Center West

08. Oktober 2005 - Az W

Aus einem EU-weit ausgeschriebenen Wettbewerb für das Handling Center West am Betriebsgelände des Wiener Flughafens ging die Planungsgemeinschaft Andreas Treusch-FCP als Sieger hervor, wobei aufgrund des Neubaus des Projektes Skylink eine sehr straffe Umsetzung dieses logistischen Bereiches gefordert war. Das Handling Center West (HCW) dient allen operativen Tätigkeiten der Flugzeugabfertigung, dazu gehören sämtliche Ladetätigkeiten, das Befüllen, Leeren und Schleppen von Flugzeugen, das Handling des Caterings und vieles andere mehr. Der aufgrund seiner Anforderungen entsprechend groß zu dimensionierende Komplex besteht aus einer Geräteabstellhalle und einer Servicehalle, die durch ein zentrales dreigeschossiges Hauptgebäude - mit den Sozialräumen der Mitarbeiter sowie Büroflächen - miteinander verbunden sind.

Durch additive Verknüpfung modularer Systeme konnte eine kompakte, kosteneffiziente konstruktive Lösung gefunden werden, in der Primärstruktur (Stahlbetonrahmen, Stahlbetonstützen und -kerne, Hauptfachwerksträger aus Brettschichtholz), Sekundärstruktur (Fassaden und Sheddach aus Holzsandwichpaneelen) und Tertiärstruktur (flexible Zwischenwände, abgehängte Decken) eindeutig gegliedert sind.
Beim in Massivbau ausgeführten Bürogebäude sorgen auskragende Sonnenschutzflügel aus Lochblech vor der Elementfassade mit nach außen öffenbaren Klappflügeln für ein homogenes Erscheinungsbild. Die Gerätehalle basiert auf einem Stahlbeton-Stützenraster von 9,9 Metern, wobei Hauptbinder aus Holzfachwerken jeweils die gesamte Breite (32 Meter) überspannen und die Sheddachelemente aus Holzsandwichpaneelen dazwischen eingefügt wurden. Zusätzlich erhält die Halle durch ein Lichtband aus Profilitglas bzw. Doppelstegplatten Tageslicht. Die südliche Gerätehalle besteht aus einer Holzleichtbaukonstruktion (Holzstützenraster von 10 Metern) und wird durch ein 2,6 Meter hohes Oberlichtband ausgeleuchtet. (Text: Gabriele Kaiser)

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Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Martina Frühwirthfruehwirth[at]azw.at