Keltenmuseum, Foto: Michael Mauracher

Keltenmuseum

Beitrag von Az W

Das Keltenmuseum ist im ältesten Gebäude der Stadt untergebracht, im sogenannten Pfleghaus von 1654. Weiters gehören das benachbarte Haus und ein kleines Turmhaus zum Museumskomplex. Vor Tesars ordnendem Eingriff gab es dazwischen auch noch diverse Zu- und Einbauten, die entfernt wurden und durch einen neuen Gelenksbau ersetzt sind. Dieses Gelenk enthält eine luftige, mehrgeschossige Halle, die gleichzeitig Erschließung und - auf mehreren Ebenen übereinander - Wandelgang, Aussichtsdeck und auch Schauraum ist.
Von außen fällt vor allem die neue Fassade zur Salzach auf. Es ist eine Sichtbetonfassade, die gegenüber der durch die alte Bausubstanz definierten Baulinie eine Spur zurücktritt, mit auffallend unregelmäßig eingeschnittenen Fensteröffnungen. Vorne und bündig in der Betonhaut sitzen rahmenlose Glasflächen, dahinter, innenbündig liegen öffenbare Fenster.
In der Halle selbst gibt es ein subtiles Materialspiel aus weißen Wänden, rotem Mamorboden, Treppenuntersichten aus Sichtbeton, gläsernen Balkonbrüstungen und Handläufen aus Holz. In der Erdgeschosszone sorgt eine leichte Abtreppung für einen besonderen Akzent, über eine Rampe geht es hinunter zum Keltengrab.
Der Gelenksbau ist der erste realisierte Bauabschnitt eines umfassenden Gesamtkonzeptes für den Komplex des Keltenmuseums.

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Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien, 14.09.2003

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Martina Frühwirth

Akteure   Akteure
Architektur
Heinz Tesar

Bauherrschaft
Stadtgemeinde Hallein

Tragwerksplanung
Bernd Ferstl