Kunsthaus Bregenz
Beitrag von Az W
Der mit einer „Lichtdiffusionshaut“ aus fein geätzten Glaspaneelen geschuppte Betonkörper steht an der Uferpromenade des Bodensees, in seiner transluzenten Oberfläche empfänglich für den Wechsel des Lichts von Luft und Wasser. Das konstruktiv unabhängige Mantelbauwerk fungiert, einen Meter vom Gebäudekern entfernt, als Witterungsschutz und Tageslichtregler, sodass sich der monolithische Betonkubus dahinter in seiner puren Gussform auf vier Geschossen über quadratischem Grundriss autonom entwickeln kann. Die Ausstellungsräume der Obergeschosse - Zumthor spricht von nach oben offenen Lichtauffangbehältern – werden über offen gefügte, geätzte Glastafeln belichtet, die einzeln von der Decke abgehängt sind und das seitliche Tageslicht in den Ausstellungsraum umlenken. Zusätzlich wird der Lichteinfall jeweils von drei tragenden und raumgliedernden Wandscheiben moduliert.
Im Eingangsgeschoss gibt es anstelle der Glasdecke eine pure Deckenuntersicht mit Downlights, und die innere Seite des Fassadenmantels ist hier frei einsehbar. Der Verwaltungsbereich des Museums mit Café und Bookshop ist in einem separaten Baukörper untergebracht, der maßstäblich mit dem Gefüge der Altstadt korrespondiert und gemeinsam mit dem „Leuchtkörper“ des Museums und dem bestehenden Kornmarkttheater einen neuen Platzraum zwischen See und Altstadt definiert. (Text: Gabriele Kaiser)
Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien, 14.09.2003
AnsprechpartnerIn für diese Seite: Martina Frühwirth

Bregenzer Stolz auf den "Klotz am See"
15.04.2009. Das Kunsthaus des Star-Architekten Zumthor: Trotz Widerstand gebaut, heute beliebt

Ein radikal einfacher Behälter für Kunst
25.07.1997. Kunsthaus Bregenz: Der beste Museumsbau in Österreich seit Jahrzehnten

25.07.1997. Ursprünglich sollte es ein Museum regionaler Kunst werden, künftig soll es als ein Ort internationaler
weitere Presseschau Artikel






Top
Zurück








