Bauwerk

Wohnanlage ´Mooserkreuz´
Raimund Rainer, Andreas Oberwalder - St. Anton am Arlberg (A) - 1998
Wohnanlage ´Mooserkreuz´, Foto: Margherita Spiluttini
Wohnanlage ´Mooserkreuz´, Foto: Margherita Spiluttini
Wohnanlage ´Mooserkreuz´, Foto: Margherita Spiluttini
Wohnanlage ´Mooserkreuz´, Foto: Margherita Spiluttini

Wohnanlage ´Mooserkreuz´

14. September 2003 - Az W

Die Anlage aus vorläufig sechs Doppelhäusern (im Endausbau 20 Doppelhäuser) mit je einer Haupt- und einer Einliegerwohnung verdient aus mehrfachen Gründen eine besondere Anerkennung.
Erstens gibt das Konzept eine konstruktive Antwort auf das Problem der Zersiedelung der touristisch hochbelasteten Zonen in den Alpen, das variabel nutzbare Einfamilien-Einheiten zu einer markanten, einprägsamen, jedoch lockeren und durchlässigen Großform verbindet und somit einen ruhigen und ordnenden Akzent in das Ortsbild und die Landschaft bringt.
Zweitens wurde eine sozial interessante und verträgliche Ausgewogenheit von öffentlicher Präsenz (Gesamterscheinung) und privatem Lebensraum (Selbstausbau der Häuser) gefunden, die Vorbildcharakter hat.
Drittens wurde durch eine intelligente Erschließung (auch über eine Tiefgarage) eine gute Verbindung zu Häusern für extreme klimatische Bedingungen geschaffen. Dabei wurden Umraum und Landschaft optimal geschont und eine Wohnstraße geschaffen, die die Qualität eines Dorfplatzes erhalten wird.
Insgesamt ist die Errichtung dieser Anlage eine soziale Lösung des Wohnproblems in einer Region, in der sich Einheimische immer weniger leisten können, für sich humane Wohnbedingungen zu schaffen. (Text: Friedrich Achleitner)




Bauweise: 20 Doppelhäuser (im Endausbau) und Mietswohnhaus mit zentraler Hackschnitzelheizung und Solaranlage (70 m2): Niedrigenergiehäuser, Massivbau mit Holzfassade und Loggien.
Verwendete Materialien:
Tragende Wände: Hohlziegelmauerwerk 18 cm
Zwischenwände: Zwischenwandsteine 10 cm
Geschoßdecken: Ortbetondecken.
Dachkonstruktion: Fertigteildecke mit aufgesetzter Holzkonstruktion (Dämmebene).
Dacheindeckung: Bitumendach - schieferbestreut.
Fassadenverkleidung: sägeraue, unbehandelte vertikale Lärchenholzschalung.

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Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Martina Frühwirthfruehwirth[at]azw.at