Bauwerk

Gasthof Krone Hittisau
Bernardo Bader - Hittisau (A) - 2007
Gasthof Krone Hittisau, Foto: Adolf Bereuter
Gasthof Krone Hittisau, Foto: Adolf Bereuter

Gasthof Krone Hittisau

28. Dezember 2008 - vai

In 170 Jahren wandelte sich der traditionsreiche Gasthof Krone einige Male. Der letzte Umbau stammt aus den 70 er Jahren und hinterließ deutliche Spuren. Elemente aus dieser Zeit sind in die Jahre gekommen und konnten funktionell nicht mehr entsprechen. Bei der neuen Bauaufgabe war die Qualität des historischen Altbestandes die Vorgabe.

Der Eingang, das Wirtshausschild, der große Saal und 6 neue Zimmer sollten eine merklich moderne aber der Tradition verbundene Handschrift bekommen. Von vornherein wurde das Projekt als Kooperation mit dem heimischen Handwerk angelegt und auf eine Ausschreibung mit der Entscheidung über den Bestbieter verzichtet. In gemeinsamer Verantwortung entstanden Lösungen, die zugleich traditionell und unkonventionell sind. Alles was im Tal leistbar war, wurde an die Wälder Handwerker übergeben.

Eingang und Außen | Rückgebaut wurden 3 Saalfenster und hinzugefügt die neuen Lamellen-Fensterläden und das Wirtshausschild. Die vom Dorfplatz aus begehbare zweiläufige prächtige Treppe fiel schon in den 70 er Jahren der Sonnenterrasse zum Opfer. Das neue Tor transportiert die Gäste förmlich nach oben. Teppich und Decke verlaufen von Außen nach Innen und sind unmerklich durch die Glastür getrennt.

Stube | Die alte Stube, in der sich die Dorfgemeinschaft trifft, war das Bild dem der Umbau des neuen großen Saals folgen sollte. Durch die kreierten Möbel, die voller Überraschungen, höchst funktionell und gleichzeitig edel zurück haltend sind, wird der Raum gemütlich und gleichzeitig großzügig. Einfache gebürstete Fichte- oder Weißtanne Massivholztäferungen nehmen den historischen Altbestand auf.

Zimmer | Über das wohnliche Vorzimmer werden 6 neuen Zimmer erschlossen. Die Möbelfigur, welche Garderobe, Ablage und Schreibtisch vereint, geleitet in die schlichten, edlen Zimmer. Das Material ist pur, massive Eiche, jedes Detail ist fertig gedacht und ausgearbeitet. (Text: Martina Pfeifer-Steiner)

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Für den Beitrag verantwortlich: Vorarlberger Architektur Institut

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Verena Konradvk[at]v-a-i.at