Wohnanlage Schützenstraße
Am östlichen Stadtrand von Innsbruck entstand entlang einer stark befahrenen Straße und an der Schnittstelle zwischen Hochhausviertel und Einfamilienhaussiedlung ein mehrgeschossiger Holzwohnbau. In Reaktion auf diese Ausgangssituation wurde eine möglichst introvertierte Wohnsituation konzipiert. Die Wohnanlage ist zur Straße hin geschlossen und öffnet sich im Inneren in einen halbdurchlässigen Hof. Rund um den Hof sind konsequent zweiseitig nutzbare Loftwohnungen mit klar strukturierten Grundrissen angeordnet. Insbesondere bei den Zweizimmerwohnungen wurde besonderes Augenmerk auf die Tauglichkeit für AlleinerzieherInnen gelegt.
Die hochwertig ausgeführte Wohnanlage ist komplett in Brettsperrholz bzw. Holzständerbauweise errichtet. Alle bewitterten Fassaden sind mit Schichtstoffplatten, alle durch Loggien bzw. Vordächer geschützten Außenwände mit Lärchenholz verkleidet. Nachdem der Bauherr bewusst den mehrgeschossigen Holzwohnbau in Tirol forcieren wollte, wurde eine Generalunternehmer-Lösung mit dem Holzbauunternehmer Schafferer gewählt und das Projekt in enger Zusammenarbeit von Bauherr, Zimmermeister und Architekt abgewickelt. So wurden etwa innovative Schallschutzlösungen über umfangreiche 1:1 Versuche und Messungen gefunden, mit denen die Schallschutznormen für Wohnungsdecken erfüllt werden konnten, ohne diese mit Gipskartonplatten zu verkleiden.
Für die innovative Holzbautechnik in Verbindung mit hochqualitativer Architektur wurde der Wohnbau beim „Tiroler Holzbaupreis 2007“ ausgezeichnet. (Text: Claudia Wedekind nach einem Text des Architekten)
Für den Beitrag verantwortlich: aut. architektur und tirol, 27.02.2009
AnsprechpartnerIn für diese Seite: Claudia Wedekind
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