Bauwerk

Caritas Wohnhaus
RUNSER / PRANTL architekten - Kirchberg an der Pielach (A) - 2013
Caritas Wohnhaus, Foto: Rupert Steiner
Caritas Wohnhaus, Foto: Rupert Steiner
Caritas Wohnhaus, Foto: Rupert Steiner
7. November 2013 - newroom
Das Grundstück des Wohnhauses für Menschen mit Behinderungen liegt am nördlichen Ortsrand von Kirchberg / Pielach in fußläufiger Nähe zum Ortszentrum. Es fällt leicht nach Süden ab und ist als Bauland Kerngebiet, offene Bauweise mit Bauklasse I oder II gewidmet. Im Südwesten grenzt es an einen dicht bewachsenen Entwässerungsgraben, in dessen Bereich ein Bauverbot Rote Zone eingetragen ist. Die nordwestliche Grundgrenze stellt die Grenze zwischen Bauland und Grünland dar. Die Erschließung des Grundstückes erfolgt über einen Güterweg. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich ein Wohnhaus mit Mutter-Kind-Zentrum des NÖ Hilfswerks.

Eingangsbereich
Der Haupteingang des Gebäudes mit teilweise überdachten Stellplätzen für Kleinbus und Pkws ist an der nordöstlichen Grundstücksecke situiert. Über einen Windfang betritt man die zentrale Aula, die über ein Oberlicht belichtet wird. Direkt anschließend sind die Haupttreppe mit Lift ins Obergeschoß, das Büro, das Betreuerzimmer mit Sanitäreinheit für Personal und ein rollstuhlgerechtes WC für Besucher situiert.

Erdgeschoß
Im Erdgeschoß sind sechs als eigene Wohneinheiten konzipierte Klientenzimmer mit jeweils eigener natürlich belichteter Sanitärzelle und eine Garconniere für Kurzzeitunterbringung mit Vorraum, Wohn-/Schlafraum inklusive Kochnische und Sanitärzelle angeordnet. Weiters befinden sich hier eine gemeinsame Wohnküche mit Abstellraum, die gemeinsame Waschküche, Pflegebad und Putzraum. Eines der Klientenzimmer liegt direkt neben dem Pflegebad und bietet sich für einen hoch pflegebedürftigen Klienten an. Dem gemeinsamen Wohnbereich vorgelagert sind teilweise überdachte Terrassen und Freiflächen, die nach Süden und Westen ausgerichtet sind und die Wahl zwischen Sonne und Schatten bieten.

Obergeschoß
Das Obergeschoß ist von der Aula aus zentral über Stiege und Lift erreichbar. Hier befinden sich sechs Klientenwohnungen jeweils mit Vorraum, Wohnküche, Schlafraum und Sanitärzelle, weiters zwei Kleingarconnieren für Kurzzeitunterbringung, ein Gemeinschaftsraum, Lager/Putzraum und Waschküche. Dem gemeinsamen Bereich ist eine Terrasse am Dach des Erdgeschoßes vorgelagert. Die beiden Wintergärten sind mit einem Steg verbunden, von dem eine Treppe in den Garten führt. Somit stehen auch im Obergeschoß Allgemeinflächen sowohl nach Osten als auch nach Westen orientiert zur Verfügung und bieten die Wahl der Aussicht und Besonnung. Die Klientenzimmer und Klientenwohnungen sind so übereinandergelegt angeordnet, dass eine nachträgliche Veränderbarkeit gewährleistet ist.

Konstruktion
Ziegel, Beton, Stahl, Holz, Glas, Steinwolleplatten sind die Materialien der Primärkonstruktion. Alle diese Materialien sind recyclebar. Die Konstruktion ist als Ziegel- und Stahlbetonkonstruktion für höchste Flexibilität entworfen. Die Energiekosten sind durch die kompakte Bauweise minimiert. Auch um Förderungen zu erhalten wurden eine Solaranlage, Photovoltaikanlage und zentrale Raumbelüftung mit Wärmepumpe vorgesehen. (Text: Architekt:innen)

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Akteure

Architektur

Bauherrschaft
Caritas der Diözese St. Pölten

Tragwerksplanung

Fotografie