Bauwerk

Werkstättengebäude der Tiroler Fachberufsschule Metalltechnik
Harald Kröpfl, eck.architektur - Innsbruck (A) - 2021
Werkstättengebäude der Tiroler Fachberufsschule Metalltechnik, Foto: Günter Richard Wett
Werkstättengebäude der Tiroler Fachberufsschule Metalltechnik, Foto: Günter Richard Wett
21. Februar 2023 - aut. architektur und tirol
Die Tiroler Fachberufsschule für Metalltechnik ist in einem denkmalgeschützten Gebäude untergebracht, das von Wilhelm Stigler sen. Ende der 1930er Jahre als Doppelvolksschule entworfen und Mitte der 1950er Jahre für die Verwendung als Berufsschule adaptiert wurde. Für das danebenliegende, funktional und bautechnisch unzulänglich gewordene Werkstättengebäude wurde über einen geladenen Realisierungswettbewerb ein Ersatz gesucht, der die vielfältigen funktionalen Anforderungen bestmöglich erfüllen sollte.

Die Sieger des Wettbewerbs, Harald Kröpfl und Ralf Eck, realisierten einen sachlichen und klaren, langgestreckten Baukörper, der sich an der nord-westlichen Längsseite nach oben verjüngt und so den Raum zur angrenzenden Blockrandbebauung öffnet. Der Zubau ist deutlich vom denkmalgeschützten Bestand abgesetzt und über eine Brücke im Obergeschoß an diesen angebunden. Wesentlich für das Konzept war es, eine flexible Raumaufteilung zu ermöglichen und einfache und klare Bewegungsabläufe zu gewährleisten. Anlieferung und Entsorgung erfolgen über den Wirtschaftshof, der von den restlichen Außenbereichen abgegrenzt ist. Im Inneren ermöglicht eine großzügige Verteilerzone entlang der Längsseite mit an den Enden platzierten Stiegenhäusern kurze Wege und gute Orientierbarkeit.

Das Erdgeschoß mit den großen Lehrwerkstätten und dem Zentrallager, die alle eine Raumhöhe von 5 m erfordern, ist teilweise in den Hof abgesenkt, darüber liegen zwei Geschoße mit weiteren Werkstätten, Unterrichtsräumen sowie einer Wohnung für den Schulwart. Die Schrägverglasung entlang der Nord-West-Fassade führt das Licht tief in den Raum hinein und sorgt so für eine natürliche Belichtung der Werkstätten, deren Atmosphäre durch Sichtbeton, offen geführte Leitungen und Rohre sowie strapazierfähige Holzfußböden geprägt ist. Umhüllt wurde der Neubau mit einer vorgehängten Metallfassade, die dem Werkstattgebäude einen ihm entsprechenden industriellen Charakter verleiht. (Text: Claudia Wedekind)

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Für den Beitrag verantwortlich: aut. architektur und tirol

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