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Kirche in Canitz
Ein Dorf bei Riesa hat seine Mitte verloren: Das Schloss wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen, die Kirche Ende der sechziger Jahre zerstört. Ein Bürgerverein gründete sich 2015, um zumindest das Gotteshaus zurückzugewinnen, und begann mit der Enttrümmerung der Ruine. Architekt Peter Zirkel entschied die anschließende Konkurrenz für die Neugestaltung für sich, die mehr ist als ein Wiederaufbau.
Die Großsiedlung weiterbauen
Als die Gropiusstadt und andere Großsiedlungen in den sechziger Jahren gebaut wurden, beherrschten Ideen des Modularen und Seriellen die Architektur- und Urbanismusdiskussion. Ob und welche Relevanz diese Ansätze heute noch haben können, zeigt sich spätestens dann, wenn es gilt, die Siedlungsareale der „Urbanität durch Dichte“-Epoche zu ergänzen, nachzuverdichten.
Das Geldverdienen kommt von ganz alleine!
Vom Hausbesetzer zum Investor – so ließe sich der Werdegang von Anselm Graubner zuspitzen. Bemerkenswert ist, dass auf dieser Strecke die alten Überzeugungen von der Möglichkeit, ein „richtiges Leben im falschen“ führen zu können, nicht verloren gegangen sind. Besuch in Weimar, wo versucht wird, den Immobilienmarkt mit dessen eigenen Gesetzen, Idealismus und Ideen auszutricksen – und mit Stil.